BMW X6 xDrive35d von AC Schnitzer und Hartge BMW X6 xDrive35d von AC Schnitzer und Hartge

29.09.2009

Bis zu 328 PS starke Biturbodiesel, gekleidet in auffällig breite Karosserie-Kits von AC Schnitzer und Hartge, machen den ohnehin starken Auftritt des BMW X6 xDrive 35d zu einer gigantischen Show

Haben Sie persönliche Aufmerksamkeits-Defizite oder Probleme, mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen? Sind Sie gar schüchtern? Der X6, BMWs gewagte Mischung aus SUV und Coupé, kann da Abhilfe schaffen. Mit diesem Auto fallen Sie auf. Hochaufragend, aber fahrdynamisch großartig aufgelegt, besetzt der X6 eine neue Nische: SAV – Sport Activity Vehicle nennt BMW den über 2,2 Tonnen schweren Allradler. Die beiden traditionellen BMW-Tuner AC Schnitzer und Hartge haben den X6 komplett bearbeitet, ihm ein extrabreites Aerodynamik-Kit angezogen und ihn auf 22 (Hartge) und 23 Zoll große Räder gestellt. Basis für diese beiden Giganten ist jeweils der X6 xDrive35d mit seinem serienmäßig 286 PS starken Biturbodiesel.

BIS ZU 328 PS LEISTUNG
AC Schnitzer und Hartge verpassen der Serien-Motorelektronik ein Zusatzmodul und steigern damit die Leistung des von Haus aus hochbelasteten Triebwerks. Schnitzer gibt 313 PS und 680 Newtonmeter Drehmoment an (Serie: 580 Nm bei 1750 – 2250 /min). Hartge verkündet 328 PS und 675 Nm. In beiden Tuning-Fahrzeugen fällt das maximale Drehmoment 250 Umdrehungen später an  als in der Serie. Positiv: Trotz der deutlichen Leistungssprünge bleibt der Testverbrauch moderat. Die rund 2,2 Tonnen (AC Schnitzer) und 2,3 Tonnen (Hartge) schweren X6 halten sich beim Verbrauch zurück.

Der weiße Aachener genehmigt sich durchschnittlich 11,4 Liter Diesel, der schwarze Saarländer nur 10,5 Liter Diesel pro 100 km. Noch mehr überraschende Zahlenspiele? Bitte: Trotz 15 PS Mehrleistung gegenüber seinem weißen Kollegen kann sich der Hartge bei der Beschleunigungsmessung nicht entsprechend in Szene setzen. Mit 6,8 Sekunden für den Sprint von null auf 100 km/h schlägt er den Serien-X6 in unserem Test gerade um eine Zehntelsekunde, bleibt aber neun Zehntel über der hauseigenen Angabe. Anders der AC Schnitzer. Er unterbietet mit 6,3 Sekunden sowohl die hauseigene (6,7 s) als auch die Werksangabe. Bis Tempo 180 baut er seinen Vorsprung auf den Hartge beständig bis auf 2,6 Sekunden aus.

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Die Serien-Bremse von BMW überzeugt in Kombination mit den überdimensionalen Rädern mit kurzen Bremswegen und hoher Standfestigkeit. Beim Abrollkomfort lässt die 22 Zoll große Mischbereifung am Hartge dem Thema „Eigenfederung der Reifen“ noch eine minimale Chance.

Die ultraflache 23-Zoll-Bereifung am AC Schnitzer bietet dagegen nahezu keinen Puffer mehr zwischen Asphalt und dem weit nach außen stehenden Felgenhorn. Kostspielige Beschädigungen sind hier vorprogrammiert. Trotzdem macht die Kombination mit dem Komplett-Sportfahrwerk mehr Sinn und federt harmonischer als die wesentlich kostengünstigere Hartge-Version, die nur auf 30 mm kürzere Fahrwerksfedern setzt. Kurze Stöße und Querfugen führen allerdings beide Fahrwerke an ihre Leistungsgrenze.

HOHE KURVENTEMPI

Die erreichbaren Kurvengeschwindigkeiten sind bei diesen Autos extrem hoch. Der AC Schnitzer wirkt dabei eine Spur stabiler, sein Fahrwerk lässt weniger Karosserieneigung zu. Lastwechselempfindlichkeiten sind nicht festzustellen. Im Hochgeschwindigkeitsbereich – die elektronische Abregelung ist jeweils deaktiviert – arbeitet die Lenkung in beiden X6 spürbar leichtgängiger, die Spurstabilität wird aber nicht negativ beeinflusst.

Die kostspieligen Karosserieumbauten bleiben Geschmackssache und sind eher für den Export- als für den heimischen Markt gedacht. So wurde der Falcon-Bausatz von AC Schnitzer ursprünglich für die SEMA-Tuning-Show in Las Vegas entworfen. Während die Schnitzer-Front die hauseigene Designlinieübernimmt, verstärkt Hartge die Serien-Optik. Über einen zusätzlichen Spoiler an der Kofferraumklappe verfügt nur der mutig gestylte AC Schnitzer Falcon. Alle Anbauteile der zwei Giganten bestehen aus hochwertigem PU-Rim-Kunststoff und verfügen über hohe Passgenauigkeiten.

Der BMW X6 polarisiert schon serienmäßig. AC Schnitzer und Hartge legen auch in diesem Punkt nach. Der Aachener bietet das technisch etwas überzeugendere Angebot – die neuen 23-Zoll-Räder sind allerdings nur für den Boulevard geeignet. Holger Eckhardt

Fazit

Technische Daten
Motor 
Zylinder6-Zylinder, 4-Ventiler, Biturbodiesel
Hubraum2993
Leistung
kW/PS
1/Min

241/328
4400 U/min
Max. Drehmom. (Nm)
bei 1/Min
675
2000 U/min
Kraftübertragung 
Getriebe6-Stufen-Automatik
AntriebAllradantrieb, permanent
Fahrwerk 
Bremsenv: innenbelüftete Scheiben
h: innenbelüftete Scheiben
Bereifungv: 295/30 ZR 22
h: 335/25 ZR 22
Messwerte
Gewichte (kg) 
Leergewicht (Werk)2310
Beschleunigung/Zwischenspurt 
0-100 km/h (s)6.8
Höchstgeschwindigkeit (km/h)246
Verbrauch 
Testverbrauch10.5l/100km (Diesel)
EU-Verbrauchk.A.
Reichweitek.A.
Abgas-Emissionen 
Kohlendioxid CO2 (g/km)k.A.

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