BMW M5 als Gebrauchtwagen: Erfahrungen und Ratgeber Der Porsche-Schreck

05.12.2014

Mit dem ersten M5 hat BMW vor 30 Jahren ordentlich Staub aufgewirbelt. Der hat sich bis heute nicht gelegt. Wie schlägt sich die Sportlimousine als Gebrauchtwagen? Erfahrungen

Es ging nicht um Ruhm und Ehre, auch nicht um eine große Strategie. Streng genommen ging es nur ums Geld. Denn um sich weiterhin den Bau von Rennwagen leisten zu können, begann die BMW Motorsport GmbH Anfang der Achtziger, die ersten Serienmodelle zu veredeln, der Verkauf sollte die nötigen Mittel einbringen. So entstand erst der M535i, und als der auf der Straße war, hatten Kunden und Konstrukteure längst Blut geleckt. Deshalb kündigten die Bayern vor 30 Jahren ein Auto an, das die Hierarchie auf der linken Spur gehörig durcheinanderbringen sollte: den BMW M5.

 

BMW M5: Erster Bodybuilder in der Businessklasse


Angetrieben von einem für den Straßenrennwagen M1 entwickelten Vierventil-Reihensechszylinder mit 3,5 Litern Hubraum stach die Limousine selbst Vollgas-Legenden wie den Porsche 911 aus. Der Motor war mit 286 PS nicht nur stärker als der Boxer aus Zuffenhausen, sondern auch atemberaubend schnell: von 0 auf 100 km/h in 6,5 Sekunden und den damaligen Messungen der Fachpresse zufolge 251 km/h Spitze. Was heute in jedem besseren 3er gelingt, war für BMW-Fahrer zu dieser Zeit noch ein unerfüllter Traum: "Einen Sportwagen mit vier Türen hat damals keiner für möglich gehalten", erinnert sich Adolf Prommelsberger, der als Chef der M GmbH nur ein knappes Jahr nach dem Beginn der Entwicklung im Frühjahr 1985 auf dem Autosalon in Amsterdam das Tuch vom ersten M5 zog.

Nebenbei begründete BMW mit der Sportlimousine einen Trend, von dem auch die Kollegen bei der Mercedes-Tochter AMG und beim Audi-Ableger Quattro profitieren: Ohne den M5 würde es womöglich auch keine anderen Bodybuilder für die Business-Klasse wie den E 63 oder den RS6 geben. Zwar wurden von der ersten Generation auf Basis der 5er-Baureihe E28 nur 2200 Exemplare gebaut. Doch es war der Beginn einer Erfolgsgeschichte. Aktuell läuft der M5 mit 560 PS in der fünften Auflage. Und vieles spricht laut Pressesprecher Benjamin Titz dafür, dass auch dieses Modell allen Klimasorgen und CO2-Diskussionen zum Trotz die Stückzahlen seiner Vorgänger übertreffen wird. Am Ende seiner Laufzeit könnte er auf mehr als 20.000 Einheiten kommen.

Seine Rolle als Leistungsträger und Porsche-Killer im BMW-Programm gab der M5 nie auf. Im Gegenteil: Die Generationenfolge ist gespickt von Bestmarken. Oder das aktuelle Editionsmodell zum 30. Geburtstag: Mit einem auf 600 PS getunten V8-Motor ist es das stärkste Serienmodell in der BMW-Geschichte. Der Preis von 127.500 Euro liegt etwa dreimal über den 80.750 D-Mark von 1985 - und schon das war teuer. Ein Porsche 911 kam 12.000 Mark billiger.

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