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BMW M3 ALMS

Zurück auf die Rennpiste

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Auf der Chicago Auto Show präsentierte BMW eine flammneue Rennversion des M3, die ab 2009 in der American Le Mans Series auf Titeljagd gehen wird. Betreut werden die Einsätze vom US-Team Rahal Letterman Racing

Der Anspruch könnte nicht höher sein: BMW will mit dem neuen M3 in der American Le Mans Series vom ersten Rennen an um die vordersten Plätze kämpfen.

Dabei treten die Bayern mit einem Fahrzeug an, das aufgrund seiner sportlichen Gene für den Renneinsatz prädestiniert zu sein scheint. Auf Basis des aktuellen M3 entwickelte die BMW Motorsportabteilung in München jenes 485 PS starke Geschoss, das die Konkurrenz bereits beim ersten Lauf - den 12 Stunden von Sebring - das Fürchten lehren soll.

Die Entwicklung des Rennfahrzeugs begann bereits Mitte 2007. Das in Landshut gefertigte Serientriebwerk des aktuellen M3 leistet im Renntrimm 485 statt der serienmäßigen 420 PS. Der Schlüssel zum Erfolg eines Rennwagens liegt jedoch nicht allein in Leistung und Haltbarkeit des Motors. Auch das Chassis machte BMW Motorsport fit für den harten Renneinsatz. So kommt der Renn-M3 deutlich breiter und vor allem leichter daher als sein Serienpendant.

Rennfertig bringt es der M3 auf gerade einmal 1150 Kilogramm. Zum Vergleich: Der mit allen Extras ausstaffierte Serien-M3 wiegt 430 Kilo mehr. Mit verantwortlich für die Gewichtsreduktion ist der verstärkte Einsatz von kohlefaserverstärktem Kunststoff (CFK). Zudem konnten die Ingenieure auf das Know-How aus der Formel 1 zurückgreifen. So wurde der M3 dank computergestützter Strömungssimulationen und ausgiebiger Tests im Windkanal auf eine optimale Aerodynamik getrimmt. Auch die Elektronik des Rennwagens basiert auf den in der Formel 1 gewonnenen Erkenntnissen.

Vor dem ersten Renneinsatz durchläuft der M3 ein hartes Testprogramm. Die BMW-Werkspiloten Jörg Müller, Augusto Farfus und Tourenwagen-Weltmeister Andy Priaulx greifen ins Lenkrad des neuen Renners, um die Entwicklung bis zum Saisonstart 2009 voranzutreiben. Normalerweise sind Priaulx, Müller und Farfus allesamt in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft für die Bayern am Start.

In der Saison 2009 wird das US-Team Rahal Letterman Racing die Renneinsätze des M3 in der ALMS betreuen. Die Truppe um Miteigentümer und US-Rennsportlegende Bobby Rahal debütierte 2007 in der ALMS und war in der GT2-Klasse auf Anhieb für Podestplätze gut.

Rennsportfans müssen sich jedoch noch bis Frühjahr 2009 gedulden. Erst dann wird der neue M3 beim ersten Lauf der ALMS beweisen können, ob er die hohen Ansprüche auf Anhieb erfüllen kann. md