BMW i8 auf der IAA 2013: Plug-In-Hybrid-Sportler mit 362 PS Zeit zum Umdenken

10.09.2013

Das Warten hat ein Ende: Auf der IAA 2013 zeigt BMW den Hybrid-Sportwagen i8 mit satten 362 PS und Carbon-Karosserie im Serien-Trimm

Wer sich mit neuen Autos beschäftigt, die dieser Tage in den heiligen Hallen der IAA 2013 in Frankfurt vorgestellt werden, der stolpert ganz automatisch über ein einzigartiges Duo. Zwei Fahrzeuge, wie sie die Auto-Welt bislang noch nicht zu sehen bekam: BMW i8 und i3, die ersten fahrbaren Früchte der 2010 gegründeten Submarke BMW i, verantwortlich für alternative Antriebe und Leichtbau.

 

BMW i8 auf der IAA 2013: Serienversion des Öko-Sportlers

Nachdem der BMW i3 als eher praktisch orientiertes Elektroauto mit optionalem Reichweiten-Verlängerer bereits Ende Juli der Weltöffentlichkeit vorgestellt wurde, folgt nun die sportliche Kür, der BMW i8 2014. Ausgelegt als Plug-In-Hybrid verbindet der Sportwagen Dreizylinder-Benziner und Synchron-Elektromotor. Systemleistung: 362 PS und 570 Nm maximales Drehmoment - Wer umweltfreundliche Autos bislang immer mit Korksandalen-Trägern assoziiert hat, für den ist nun Zeit zum Umdenken.

Die Vorderräder werden vom Elektromotor angetrieben. Rund 35 Kilometer weit und bis zu 120 km/h schnell kann der i8 beim Druck auf die e-Drive-Taste nur mit Strom gefahren gefahren werden. Im Hybridmodus schaltet sich dann bei Bedarf der komplett neu entwickelte 1,5-Liter-Motor hinzu, der seine 231 PS per Sechsgang-Automatik auf die Hinterräder abgibt. Bei vollem Tank steigt so die Reichweite auf über 500 Kilometer an.

Wer mit dem "Fahrerlebnis-Schalter" auf der Mittelkonsole nun den Sport-Modus aktiviert, bekommt die Volle Leistung: Nach 4,4 Sekunden ist Tempo 100 erreicht, bis 250 km/h geht es weiter - der EU-Verbrauch von rechnerisch 2,5 Litern ist dann allerdings passé.

Neben dem ambitionierten Antriebs-Konzept fasziniert auch die besonders leichte Karosserie des Öko-Sportlers: Carbonfaserverstärkter Kunststoff bildet mit dem "Life-Modul" die Fahrgastzelle. Das Material ist nicht nur extrem stabil, sondern auch 50 Prozent leichter, als eine herkömmliche Stahl-Karosserie. Eine Magnesium-Struktur trägt das Armaturenbrett, die Trennscheibe zum Kofferraum ist aus Dünnglas, das Chassis aus Aluminium. So bleibt das Gesamtgewicht trotz der relativ schweren Antriebstechnik niedrig: 1490 Kilogramm wiegt ein BMW i8 leer.

All das verpacken die BMW-Designer in eine ebenso ungewöhnliche Hülle: Niere und Scheinwerfer machen den i8 sofort als BMW erkennbar, scheinbar übereinander liegende Flächen, die optisch frei schwebende Dachlinie und hochschwingende Flügeltüren betonen dagegen die Zukunftsgewandheit des Öko-Sportlers. Insgesamt übernimmt das Design viele Elemente der 2009 präsentierten Studie BMW Vision Efficient Dynamics.

Bereits ab Werk ist der Serien-i8 mit großem Navigationssystem und Voll-LED-Scheinwerfern gut ausgestattet, wer Technik-Spielereien mag, wird aber wohl dennoch länger über der Aufpreis-Liste brüten. So bietet BMW optional erstmals Scheinwerfer mit Laser-Technologie und besonders leichte Felgen aus Carbon an. Wer gerne beim Verbrauch spart, der sollte allerdings auch finanziell nicht allzu verschwenderisch sein: Zum Preis von mindestens 126.000 Euro wechselt der i8 seinen Besitzer und bewegt sich somit auf einem Niveau mit den BMW M6-Modellen...

Jonas Eling

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