BMW i8 Honda NSX 2013 Vergleich Hybrid Sportler Neuer Ansatz

07.09.2013

BMW i8 und Honda NSX läuten die kommende Ära einer neuartigen Sportwagen-Generation ein. Der Fokus der Hybrid-Sportler verschiebt sich vom PS-Größenwahn in Richtung Nachhaltigkeit

Die Zeiten, in denen sich Sportwagen im Autoquartett nur über Motorleistung, Zylinderzahlen oder die Angaben für Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit gegenseitig ausgestochen haben, scheinen endgültig passé. Künftig zählen dagegen ein möglichst geringes Gewicht, niedrige Verbrauchswerte und eine große elektrische Reichweite als die wichtigsten Trümpfe.

Der neue Erstes Teaser-Video vom BMW i8 soll den Zielkonflikt zwischen Leistung und Verbrauch auflösen. Nach dem Elektro-Stadtauto i3 startet der Plug-in-Hybrid i8 als zweites Auto der Submarke BMW i Anfang 2014 zu einem Preis von ca. 125.000 Euro. Laut BMW soll er die Fahrleistungen eines Sportlers und zugleich die Verbrauchswerte eines Kleinwagens bieten.

Den technischen Aufwand, den die Bayern dafür betreiben, ist enorm. Die i8-Karosse besteht aus einer Karbon-Fahrgastzelle, die auf einem Aluminium-Chassis aufbaut. Das Gewicht beträgt weniger als 1490 kg, der Schwerpunkt ist auch wegen des weit unten im Mitteltunnel angeordneten Akkupakets der niedrigste aller BMW-Fahrzeuge. Auf die Aerodynamik legte man ebenfalls größten Wert. Das Ergebnis ist ein cW-Wert von nur 0,26 – neuer Bestwert im Sportwagen-Segment. Neue Töne auch beim Antrieb: Im Heck sitzt ein 1,5-Liter-Turbobenziner, der später unter anderem auch 1er und 3er antreiben soll. Im i8 leistet der Dreizylinder imposante 231 PS und leitet bis zu 320 Nm in die Sechsstufen-Automatik, die die Kraft an die Hinterachse schickt. Über der Vorderachse befindet sich ein 131 PS starker E-Motor, der seine 250 Nm aus dem Stand entwickelt und über ein Zweigang-Getriebe an die Vorderräder schickt. In Summe leistet der Antrieb 362 PS und bringt es auf 570 Nm. Das reicht für einen Sprintwert von null auf 100 in 4,5 s, der Topspeed wird auf 250 km/h begrenzt. Gleichzeitig soll der i8 im EU-Zyklus weniger als 2,5 l/100 km verbrauchen und mehr als 500 km weit kommen.

Bei der ersten Ausfahrt konnte die Antriebskombination sehr wohl überzeugen. Vor allem wer wegen des Dreizylinders eine kümmerliche Soundkulisse befürchtet hatte, kann beruhigt sein: Der Motor klingt unter Last kernig und erstaunlich voluminös, durch die Unterstützung des E-Motors drückt uns der i8 kräftig in die Sitze. Im Elektro-Modus soll der i8 in 4,5 s auf 60 km/h sprinten, 120 km/h rennen und dank Fünf-kWh-Batterie bis zu 35 km weit kommen. Auch bei der Kurvenfahrt macht sich der i8 den Vorteil der zwei Antriebe zunutze. Im Kurveneingang übernimmt die Hinterachse zugunsten eines spontanen Einlenkverhaltens den Antrieb, während beim Herausbeschleunigen beide Motoren alle vier Räder antreiben. Das Ergebnis ist ein agiles und gut ausbalanciertes Fahrverhalten, die Kurvengeschwindigkeit wird aber durch die schmalen 215er-Vorderreifen (Serie: 195/50 R 20) limitiert. Zu kaufen gibt es den i8 Anfang kommenden Jahres zu einem Preis von rund 125.000 Euro.

 

EINE LEGENDE KEHRT ZURÜCK

Ein Jahr später erscheint der Honda NSX-Nachfolger. Der Voll-Hybrid setzt auf einen V6-Mittelmotor, eine E-Maschine sitzt hinten im Gehäuse des Doppelkupplungsgetriebes, zwei weitere E-Motoren treiben die Vorderräder an. Damit kann der NSX die Momente nicht nur zwischen Vorder- und Hinterachse aktiv verteilen, sondern auch zwischen den beiden Vorderrädern. Wir freuen uns auf ein spannungsgeladenes Duell.

Alexander Lidl

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