BMW GINA Light Visionsmodell Heiße Hülle

10.06.2008

Mit der Studie GINA geht BMW ganz neue Wege und zeigt ein Alu-Spaceframe-Rahmen mit Stoffbespannung und interessanten Ideen

Schön geformte Körper müssen nicht immer aus Fleisch und Blut sein. Doch auch gestaltetes Blech kann eine Menge Erotik versprühen, dachte sich eine Gemeinschaft von Designer bei BMW, als sie einen Namen für ihre neueste Studie suchten. Und auch fanden.

GINA steht bei den Bayern allerdings für Geometrie und Funktion in N-facher Ausprägung. Damit möchten die Designer neue Wege aufzeigen und ihre maximale Kreativität ausschöpfen.

GINA ist jedenfalls ein echtes Modell: schlank und elegant. Denn das Rückgrat des Konzept-Roadsters bildet ein Alu-Spaceframe-Rahmen. Darüber findet sich jedoch nicht wie bei herkömmlichen Roadstern schnödes Blech, sondern ein metallisch matt schimmernder Stoff, der fugenlos verspannt ist. Die Haut besteht aus stabilisierenden Traggeflechten und einem wasserabweisendem Hybridgewebe, das ebenso kälte- wie hitzeresistent ist.

Der Clou: Das Korsett ist voll beweglich und lässt viel Bewegungsspielraum zu, bleibt aber in entspannten Zustand schön jugendlich straff. Einzelne Elemente sind beweglich und können elektrisch und elektrohydraulisch bewegt werden. Front- und Seitenpartie inklusive der Türen bilden eine fließende Form - ganz ohne Fugen und Sicken. Durch den Verzicht einzelner Bauteile wie Motorhaube, Stoßfänger oder Türen entstehen lediglich vier Elemente: Fahrzeugfront, rechte und linke Seitenpartie und Heckelement.

In Bewegung bleiben beim Fahren nicht nur die Räder, sondern auch der Rahmen und die Haut. So verändert sich bei höheren Geschwindigkeiten die Kontur der Seitenschweller und optimiert dadurch die Luftströmung. Das zahlt sich positiv bei Beschleunigung, Geschwindigkeit und Verbrauch aus.

Einzelne Funktionen werden erst freigegeben, wenn sie wirklich benötigt werden. Werden die Scheinwerfer aktiviert, bewegen Stellmotoren die Haut und geben durch Schlitze die Lichtquellen frei. Wird mehr Anpressdruck verlangt, beult sich die Haut am Heck aus und ein Spoiler kommt zum Vorschein, die Mechanik bleibt allerdings unsichtbar. Ebenso wie Rückleuchten und Blinker, die dicht unter der Haut verborgen bleiben. Im Innenraum werden die verstellbaren Bereiche wie Lenkrad, Sitz und Instrumente nur bei Bedarf verschoben und bleiben sonst in einer Ruhe-Funktion. Der Carbondiffusor und die 20-Zoll-Räder behalten jedoch immer ihre Form.

Im Gegensatz zur Kühlung: Wenn GINA mehr Luft benötigt, schiebt sich der Stoff an der Motorhaube ein Stück zur Seite und die Nüstern werden vergrößert. Das soll aber nicht passieren, denn das Mädchen der Designer wird im neu eröffneten BMW Museum stehen - und nicht über den Catwalk flanieren.
hob

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