Trump droht BMW: Strafzölle für deutsche Autobauer? BMW kontert Trump

24.01.2017
Autoimport in die USA
Autoimport in die USA © AUTO ZEITUNG

Der designierte US-Präsident Donald Trump kündigte harte Zeiten für deutsche Autobauer an. In einem aktuellen Statement stichelt er BMW. Nach seinen Vorstellungen sollen Hersteller, die im Ausland produzieren, auf jedes in die USA eingeführte Auto 35 Prozent Steuer bezahlen. BMW begegnet Trumps Aussagen mit Zahlen.

Deutschen Autobauern könnten unter einer Präsidentschaft Donald Trumps in den USA harte Zeiten bevorstehen. Der designierte US-Präsident sagte in New York in einem Interview der Bild-Zeitung und der Londoner Times: "Sie können Autos für die USA bauen, aber sie werden für jedes Auto, das in die USA kommt, 35 Prozent Steuern zahlen." Dem Hersteller BMW, der 2019 eine Fabrik in Mexiko eröffnen will, legte Trump nahe, die Fabrik in den USA zu bauen. "Es wird für sie viel besser sein und für unsere Bemühungen." Wenn BMW von Mexiko aus in andere Länder verkaufen wolle, sei das in Ordnung. "Aber wenn sie in Mexiko eine Fabrik bauen und Autos in die USA verkaufen wollen ohne eine 35-Prozent-Steuer, dann können sie das vergessen." Deutschland sei ein großartiges Land, sagte Trump in dem Interview, ein Herstellerland. Er fügte aber hinzu: "Tatsache ist, dass Ihr den USA gegenüber sehr unfair wart. Es besteht keine Gegenseitigkeit." Trump sagte, in der 5th Avenue in New York habe jeder einen Mercedes vor der Tür stehen. Aber: "Wie viele Chevrolets sehen Sie in Deutschland? Nicht allzu viele, vielleicht gar keine, man sieht dort drüben gar nichts, es ist eine Einbahnstraße." Trump sagte, er wolle, dass es fair zugehe und Gegenseitigkeit bestehe. BMW indes reagiert mit Zahlen auf Trumps Aussagen: Der Autohersteller baue mehr BMW in den USA, als er dort verkaufen würde. Außerdem sei deren Werk im US-amerikanischen Spartanburg das größte von BMW. Zudem sei BMW der größte Autoexporteur der USA.

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Donald Trump droht BMW: Strafzölle für deutsche Autobauer

Nicht ganz so gelassen ist der Verband der Automobilindustrie (VDA), der die neue Androhung hoher Straf- und Importzölle für die Branche vom designierten US-Präsidenten Donald Trump ernst nimmt. "Allerdings muss sich erst noch zeigen, ob und wie diese Ankündigungen künftig von der US-Administration umgesetzt werden", sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann am Montag. "Im US-Kongress dürfte es gegen Importsteuer-Pläne erheblichen Widerstand geben." Denn Investitionsentscheidungen würden langfristig geplant und nicht von heute auf morgen über Bord geworfen. "Mit dem Aufbau von Zöllen oder anderen Handelsbarrieren würden sich die USA langfristig ins eigene Fleisch schneiden", sagte Wissmann weiter. Auch Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) äußerte sich zu Trumos Interview: "Ich kann nur raten, aufgrund solcher Positionen nicht hektisch zu werden, sondern abzuwarten, was passiert." Weiter warnt Gabriel davor, auf die Strafzoll-Ankündigungen Trumps mit gleicher Münze zu reagieren. "Würden wir uns derart abschotten wie es der neue US-Präsident vorhat, würden wir Hunderttausende von Arbeitsplätzen verlieren", sagte der SPD-Chef dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Für die deutschen Autobauer sind die USA der zweitgrößte Exportmarkt nach China und inzwischen auch ein wichtiger Produktionsstandort. Zuletzt stellten die Deutschen dort 850.000 Autos und Vans jährlich her. Mehr als die Hälfte der Fahrzeuge, die die deutschen Autokonzerne in den USA selbst fertigen, werden exportiert.

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