BMW 7er Hybrid Neuer 7er-BMW 2009 auch mit Hybridantrieb

07.10.2008


Paris Motor Show 2008: Man spricht bayrisch. BMW Concept 7 Serie ActiveHybrid lautet der umständliche Name für eine Hybrid-Studie des neuen 7er. Lassen wir die Technik Klartext sprechen: Unter der Haube kooperieren ein 407 PS starker V8 und ein 20 PS starker Elektromotor. BMW verspricht 15 Prozent mehr Effizienz

Nicht wenigstens einen Hybrid im Programm – das traut sich heute kein renommierter Hersteller mehr. Explodierende Spritpreise, Klimadebatte und die diffuse Angst vor der Ölverknappung zwingen geradezu zu effizienteren Antriebstechniken.

BMW macht da keine Ausnahme und stellt dem Wasserstoff-7er nun eine 7er-Hybrid-Studie zur Seite. Riesenvorteil dieses Systems: Der Fahrer kann an jeder Tankstelle wie gewohnt Super tanken. Der Wasserstoff-Pilot kann das nicht, das Tankstellennetz ist so dünn, dass sich eine Erwähnung kaum lohnt.

Hybrid ist ein der griechischen Sprache entlehnter Begriff und heißt nichts anderes als „Mischung“. Gemeint ist in der Autowelt die Mischung unterschiedlicher Antriebssysteme zu einem Sprit sparenden Ganzen, konkret: die intelligente Kombination eines Verbrennungs- und eines Elektromotors. Der prinzipiell drehmomentstarke E-Motor unterstützt wirkungsvoll beim Beschleunigen, beim Bremsen wirkt der E-Motor wie ein Generator, es fließt Energie zurück in den Lithium-Ionen-Akku (Fachbegriff: „Rekuperation“). Und das ist der Clou: Bisher ging wertvolle Bremsenergie als nicht nutzbare Wärme verloren, nun sieht die Energiebilanz schon viel besser aus.

Das Ganze funktioniert sehr zuverlässig, ein nennenswerter Verbrauchsvorteil stellt sich allerdings bei betont städtischem Fahrprofil mit hohem Stop-and-Go-Anteil ein, da nur dann der Akku wirkungsvoll geladen wird und dem E-Motor Kraft spenden kann. Flankierende Systeme wie die Start-Stop-Automatik helfen zusätzlich an Ampeln oder Schranken, den wertvollen Sprit etwas länger im Tank zu halten. Bei schneller Autobahnhatz (wohl das Haupt-Aktionsfeld des 7ers) bringt das Hybrid-Prinzip allerdings  nicht mehr viel, da dann ausschließlich der Verbrennungsmotor arbeitet. Das Zusatzgewicht fordert weiteren Tribut.

Wohl auch ein Grund, dass sich BMW für einen „Mild Hybrid“ entschieden hat. Mild steht hierbei für einen eher schwächeren Elektromotor (beim 7er-Hybrid: 20 PS), der anders als ein stärkerer „Full Hybrid“ (50 PS und mehr) eine rein elektrische Fahrt – wie z.B. ein Lexus RX 400h – nicht zulässt. Der Akku selbst sitzt gut versteckt im Kofferraumboden der Oberklasse-Limousine, die Ladekapazität leidet deshalb so gut wie nicht.

Die Maschine im BMW stammt aus dem 750i, der ab November 2008 zur Verfügung steht. Der bullige V8 mit 4,4 Liter Hubraum und Doppel-Turbolader produziert eine Leistung von 407 PS und ein Drehmoment von 600 Nm. Bei vollem Leistungsabruf sattelt der E-Motor seine 20 PS obendrauf und schraubt das Drehmoment auf beeindruckende 810 Nm. Da geht dann die bayrische Post ab.

BMW verspricht bis zu fünfzehn Prozent Effizienzvorteil (auf deutsch: 15% weniger Verbrauch). Geht man von den Werksangaben für den Durchschnittsverbrauch des 750i aus, sänke der Verbrauch also von 11,4 auf 9,7 Liter pro hundert Kilometer. Theoretisch stimmt das, die Praxis wird zeigen, in welchem Maße das Hybrid-Plus die Reichweite erhöht.

BMW gibt sich ganz selbstbewusst: „Souveräner, dynamischer und effizienter als alle bislang mit vergleichbarer Technologie ausgestatteten Fahrzeuge“ sei der 7er-Hybrid, so die offizielle Pressenote. 2009 wissen wir mehr. Denn dann soll der 750ih (nennen wir ihn mal so) in Serie gehen. Dirk Vincken

AUTO ZEITUNG

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