Neuer BMW 7er: Erste Fahrt Erste Fahrt im neuen Siebener

01.03.2017

Auf der ersten Fahrt kämpfen wir uns mit dem neuen BMW 7er direkt durch den Stadtverkehr in New York. Jedoch Überraschung: Von Stress keine Spur. Der neue 7er beweist, dass er das Zeug zum echten Luxusliner hat.

Es ist morgens halb acht und am Times Square ist mal wieder die Hölle los. Im Schritttempo schieben sich die Autos durch New York und mittendrin der neue BMW 7er (G11/G12) auf seiner ersten Fahrt. Hier in den Straßen von Manhattan und vor allem bei den Brokern unten an der Wallstreet genießt die bayerische Luxuslimousine einen besonders guten Ruf. Nicht umsonst verkaufen sie ein Fünftel der Produktion in die USA und überdurchschnittlich viele davon auf der Insel zwischen Hudson und East River. Das macht die Metropole zur perfekten Bühne für die Jungfernfahrt des neuen BMW 7er, selbst wenn an Fahrspaß hier und heute erst einmal nicht zu denken ist. Zwar dreht sich nach der Luxuslimousine niemand um. Denn erstens muss man in New York schon andere Kaliber auffahren, wenn man die Aufmerksamkeit der Passanten erregen will. Und zweitens haben die Designer den neuen BMW 7er außen – nun ja – allenfalls evolutionär weiterentwickelt, ihn noch ein bisschen stolzer und präsenter gemacht und das Ornat aus Chrom und Aluminium noch etwas heller aufpoliert.


Neuer BMW 7er im Video:

 

 

Erste Fahrt im neuen BMW 7er

Doch innen im neuen BMW 7er ist es wie in einer neuen Welt: "The Future of Modern Luxury" war für Designer und Entwickler das Leitmotiv und entsprechend modern geht es in der Kabine zu. Nicht mehr schwülstig, sondern chic mit viel Eleganz und noch mehr Elektronik will der Luxusliner die alten Kunden halten und die neuen, jungen Aufsteiger einfangen. Kein Wunder, dass die Bayern Connectivity noch größer schreiben als bisher, dass sie für das Navi endlich einen Touchscreen einbauen, dass sie stolz als erste mit Gestensteuerung arbeiten und dass sogar der Zündschlüssel aussieht wie ein geschrumpftes Smartphone. Wer nicht das Basismodell des neuen BMW 7er für 81.900 Euro bestellt, sondern sich aus der 88 Seiten langen Preisliste reichlich gönnt, der hat mit der Welt da draußen nicht mehr viel zu tun. Das neue Komfortfahrwerk schaut mit einer Stereokamera nach vorn und programmiert die Luftfederung so, dass man wie auf Watte gebettet Richtung Wallstreet rumpelt. Außerdem knetet der Massagesitz auf Wunsch so heftig, dass man von der Fahrbahn ohnehin nicht viel mitbekommt. Stattdessen lässt man sich von Duftwolken umnebeln, genießt den Blick durchs Panoramadach oder spielt mit der Ambientebeleuchtung, die einem sogar 14.000 Lichtpunkte in den Morgenhimmel zaubert. "Wenn der letzte BMW 7er eine Schwäche hat, dann war es das Ambiente im Innenraum", räumt Paul Simon ein, der den Verkauf von BMW of Manhattan leitet und in dieser Disziplin respektvoll den Hut vor der S-Klasse zieht. "Aber damit ist es jetzt vorbei, wer erst mal im Auto sitzt, kommt aus dem Staunen kaum mehr heraus."

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Zwar macht der neue BMW 7er vor allem auf der Rückbank einen riesigen Sprung und erhebt die Freude am Fahrenlassen zu einem für BMW ungewöhnlich hohen Gut. Doch sind die Bayern für die ultimative Chauffeurslimousine buchstäblich ein bisschen zu kurz gesprungen: Auch im 5,24 Meter langen "Li" mit 14 Zentimetern mehr Radstand und Executive Lounge-Bestuhlung zwickt es noch ein bisschen. Nicht dass es wirklich eng wäre. Aber die Maybach-Version der S-Klasse bietet halt noch ein bisschen mehr Platz. Außerdem sitzen die Hinterbänkler auf den Lounge-Möbeln ein bisschen zu hoch. Und wenn selbst die Klimaregler und die Beleuchtung auf einen Fingerzeug reagieren und es im Fond sogar ein eigenes Tablet als Fernbedienung gibt, dann muss man nicht verstehen, weshalb ausgerechnet das Rearseat-Entertainment ohne Touchscreen auskommen soll. Aber was soll’s! Die Arbeit ist erledigt, alle Mails sind gecheckt und ein wenig entspannt hat man sich mittlerweile auch. Außerdem läuft der Verkehr vor den Toren der Stadt plötzlich flüssig und es wird so langsam Zeit für eine neue Sitzordnung. Also raus aus der Executive Lounge und rauf auf den Arbeitsplatz hinter dem Lenkrad.

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Voll animiertes Cockpit im neuen 7er

Natürlich ist auch im Cockpit des BMW 7er alles neu, man schaut auf voll animierte Instrumente, kann seinen Wagen der Umfeldkameras sei dank aus jeder erdenklichen Perspektive betrachten und kann sich von mehr Assistenten denn je die Arbeit abnehmen lassen. Doch hier hinter dem Lenkrad ist der neue 7er sich selbst und seinem Fahrer noch am nächsten: Denn all der ganze Firlefanz wird plötzlich vollkommen nebensächlich, wenn der 450 PS starke V8 des 750ers seine samtene Stimme erhebt und sich bis zu 650 Nm so heftig ins Zeug legen, dass selbst ein M5 nur mühsam hinterher kommt: Null auf 100 in 4,5 Sekunden und 250 km/h ohne mit der Wimper zu zucken – Luxus hat eben doch auch was mit Leistung zu tun. Alternativ zum V8-Benziner gibt es den Siebener noch als 740i mit einem 326 PS starken Reihensechser und mit zwei Dreiliter-Dieseln mit 265 PS für den 730d und 320 PS für den 740d. Für den Connaisseur folgt natürlich wieder ein V12 und für die Genießer mit gutem Gewissen gibt es erstmals einen Plug-In-Hybrid. Dank 40 Kilometern elektrischer Reichweite steht dieser 740e mit theoretischen 2,1 Litern in der Liste und wird zum sparsamsten Siebener aller Zeiten. Aber auch die normalen Modelle sind keine Säufer im Smoking mehr: BMW spart beim Generationswechsel bis zu 20 Prozent und kommt so auf Normwerte zwischen 4,5 und 8,3 Litern.

BMW Remote Control Parking im Video:

 

Ferngesteuertes Parken im neuen 7er

Mehr noch als mit seinem Antritt überzeugt der neue BMW 7er aber mit seiner Dynamik: Eben noch der hungrige Kilometerfresser auf den schnurgeraden Highways nach Upstate New York wird er auf den einsamen Landstraßen im hügeligen Hinterland  zum überraschend gierigen Kurvenräuber. Das Fahrwerk versteift sich automatisch, die Lenkung wird schärfer und selbst ein Koloss von mehr als fünf Metern fühlt sich plötzlich so handlich an wie ein Fünfer. Das macht BMW so schnell keiner nach. Genau wie beim Verbrauch zahlt es sich da aus, dass BMW als erster Hersteller nun auch in der Großserie einen nennenswerten Teil der Rohkarosse aus Karbon bäckt und so trotz deutlich erweiterter Ausstattung bis zu 130 Kilo spart. Dumm nur, dass BMW an diesem Thron selbst zu sägen beginnt. Zwar hat der 7er noch immer das Image der Luxuslimousine für Selbstfahrer und der oberste BMW-Verkäufer in Manhattan erzählt stolz, dass in seinen Autos deutlich weniger Chauffeure unterwegs sind als bei der Konkurrenz. Doch hat BMW das Heer der Assistenzsysteme gleichwohl so weit aufgerüstet, dass man dem autonomen Fahren schon verdammt nahe kommt. Spätestens wenn der Tempomat sich automatisch ans Tempolimit koppelt und der BMW 7er beim Spurwechsel gegenlenkt, wenn andere Autos im Weg sind, fühlt man sich wie beim betreuten Fahren. Und zumindest die letzten Meter in die Garage schafft das neue Top-Modell sogar unbemannt.

BMW-Modellpalette im Video:

 

Video BMW Individual 7er by Esther Mahlangu: Video
BMW Individual 7er by Esther Mahlangu: Video  

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