Fahrbericht BMW 4er Coupé: Bilder und technische Daten zum 435i So machen Kurven Spaß

05.08.2013

Fahrbericht: Mit der neuen 4er-Baureihe dürfte BMW bei den sportlich orientierten Fans der Marke wieder Punkte sammeln. Die Top-Motorisierung zum Auftakt im Oktober ist das BMW 435i Coupé mit Sechszylinder-Benziner

Wie macht man ein sportliches Coupé wie das der 3er-Reihe noch dynamischer? Die Entwickler von BMW beantworten diese Frage so: Verkürze die Karosserie-Überhänge, senke die Dachlinie ab, verbreitere die Spur, verlängere den Radstand und lege abschließend den Schwerpunkt tiefer. Fertig ist das Auto. Und damit es sich auch vom Namen her abhebt, gib ihm eine neue Bezeichnung. So etwa lässt sich die Entstehungsgeschichte des 4er Coupés zusammenfassen, das ab 5. Oktober bei den Händlern steht.

 

Fahrbericht BMW 4er Coupé: 306 PS im 435i

Das Ergebnis ist in der Tat sehr ansprechend. Der neue BMW 4er tritt breit und massig auf und wirkt schon im Stand wie ein zum Start geduckter Sprinter. Besonders gelungen ist die Führung der flach abfallenden Dachlinie in Kombination mit den athletisch herausgewölbten hinteren Radhäusern. Auch innen hebt sich die 4er-Baureihe vom 3er bewusst ab. Da es hinten keine Türen gibt, konnten die Designer sämtliche Linien hinter den Vordersitzen fortführen. Dadurch wirkt der Innenraum wie aus einem Guss. Für eine sportliche Note im Fond sorgen konturierte Sitze mit einmodellierten Kopfstützen. Wenn es sein muss, lassen sie sich sogar getrennt umlegen, wodurch ein recht ordentliches Transportabteil entsteht.

Doch wer ein BMW-Coupé kauft, hat anderes im Sinn als logistische Herausforderungen zu meistern. Das gilt erst recht, wenn man es mit dem 435i und seinem Dreiliter-Sechszylinder zu tun hat: Die Kombination aus sportlichem Design und Turbo-Direkteinspritzer macht einfach Lust auf eine schnelle Runde. Die markentypischen Tugenden Hinterradantrieb und ausgewogene Achslastverteilung verstärken diesen Impuls noch.

Also nimmt man Platz auf dem bequem geformten Fahrersessel, drückt den Startknopf – und ist vielleicht erst einmal überrascht. Denn nach den Erwartungen, die das dynamische Äußere geweckt hat, hält sich der Motor zumindest akustisch eher zurück. Das ändert sich auch nicht, wenn die Drehzahlnadel zügig nach rechts wandert. Selbst jenseits von 5000 Umdrehungen wahrt die Maschine Contenance und klingt angenehm seidig und niemals krawallig. Was dazu führen kann, dass der Fahrer leicht unterschätzt, wie schnell er unterwegs ist. Denn 306 PS genügen, um den 4er in wenig mehr als fünf Sekunden auf Tempo 100 zu treiben. Ist zudem die optionale Achtstufen-Automatik an Bord, vergehen die Gangwechsel so schnell, dass man meint, auf einem ununterbrochenen Kraftfluss zu surfen.

Richtig Laune macht das Fahrverhalten. Mit der breiteren Spur, dem niedrigeren Schwerpunkt und dem längeren Radstand liegt der Wagen satt auf dem Asphalt. Kurven lassen sich bereits mit der serienmäßigen elektro-mechanischen Lenkung kinderleicht anpeilen. Auf Wunsch ist sogar eine variable Sportlenkung erhältlich (300 Euro). Das äußerst agile Handling ist darüber hinaus auf einige konstruktive Kniffe zurückzuführen, etwa auf eine besonders steife und laut BMW dennoch leichte Vorderachse mit einer zusätzlichen Strebe zwischen Vorderachsträger und Schweller. Erfreulicherweise bleibt der Komfort trotz so viel Direktheit nicht auf der Strecke. Wer mag, kann im 4er Coupé ganz lässig über Land gleiten – auch auf schlechten Straßen. Bleibt eigentlich nur noch die Frage, ob man die Variante Sport, Luxury oder Modern Line ordert. Und ob der Stand des eigenen Bankkontos dafür reicht.

Unser Fazit

Sehr gute, sportliche Fahreigenschaften, seidig-kraftvoller Motor – eine gelungene Weiterentwicklung des 3er Coupés.

Gerrit Reichel

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