Fahrbericht: BMW 3er Plug-in Hybrid als Prototyp mit 245 PS Fahrfreude mit Effizienz

27.11.2014

Neuer Hybrid-Antrieb für den Bestseller: Mit dem BMW 3er Plug-in-Hybrid Prototyp geben die Münchner einen konkreten Vorgeschmack auf eine zusätzliche Antriebstechnologie

Erster Fahrbericht: Der BMW 3er Plug-in-Hybrid kommt voraussichtlich im kommenden Jahr auf Basis des BMW 3er Facelift. Wir hatten schon jetzt die Möglichkeit, mit einem Prototyp erste Proberunden zu erleben.

 

Fahrbericht: BMW 3er Plug-in Hybrid als Prototyp mit 245 PS

Als Verbrennungsmotor dient hier der TwinPower Turbo mit 180 PS. Ihm wird eine Elektrotechnik, bestehend aus Elektromotor und Leistungselektronik, zur Seite gestellt, die aus der Serientechnik der BMW i3 und i8-Modelle abgeleitet wurde. Zusammen stellen sie eine Leistung von 245 PS bereit. Als Energiespeicher dient eine Lithium-Ionen-Batterie mit 5,5 kWh. Das Antriebsmoment von immerhin 400 Newtonmetern wird über ein 8-Gang-Steptronic Getriebe auf die Hinterräder übertragen. So fühlt sich der 3er Plug-in Hybrid Prototyp wie ein echter BMW an, also durchzugsstark und fahraktiv.

Besonderheit: Neben dem „Fahrerlebnis-Schalter“ auf der Mittelkonsole gibt es einen eDrive-Schalter, dadurch lässt sich neben Fahrwerks-Abstimmung und Getriebe-Charakteristik auch die Betriebsstrategie des Hybridantriebs beeinflussen. Der Fahrer entscheidet auf Knopfdruck, ob er sparsam, komfortabel oder sportlich unterwegs sein will. Das klappt schon beim Prototyp recht gut.

Auch der Fahrspaß kommt  – vor allem im Sportmodus – nicht zu kurz. Denn der zwischen Verbrennungsmotor und Automatik-Getriebe platzierte Elektro-Scheibenmotor stellt schon bei niedrigen Drehzahlen viel Drehmoment bereit. Die enorme Zusatzkraft gleicht spürbar mehr als nur das Zusatzgewicht (durch Li-Io-Batterie, Leistungselektronik und E-Motor) aus. So fühlt sich der BMW 3er Plug-in Hybrid Prototyp wie ein kompakter Sportler an. Zumal das Mehrgewicht die Schwerpunktlage günstig beeinflusst und so für eine satte Straßenlage sorgt.

Der 3er Plug-in-Hybrid kann aber auch anders: Über den eDrive-Taster lässt sich der Modus „MAX eDrive“ wählen – um rein elektrisch und lokal emissionsfrei zu fahren. Dann gleitet der 3er nur leise säuselnd durchs Stadtgewühl. Zusatzfunktion: Der gleiche Schalter ermöglicht den „SAVE Battery-Modus“. Damit wird ein cleveres Energie-Management aktiviert. Durch den simplen Tastendruck lässt sich der Batterie-Ladezustand konstant halten, beziehungsweise die Akku-Kapazität auf über 50 Prozent anheben. Das ist sinnvoll, um zum Beispiel die gespeicherte Energie für rein elektrisches Fahren für eine Stadtdurchfahrt oder für den Parksuchverkehr am Zielort "aufzusparen".

Und das geht noch pfiffiger: Bei zusätzlich aktivierter Fahrzeugnavigation übernimmt diese Aufgabe ein so genannter "Vorausschauassistent". Er kennt Streckenprofil, Tempobegrenzungen, die Kapazität der 288-Volt-Batterie und sogar die aktuelle Verkehrslage. Durch einen ausgeklügelten Algorithmus sorgt er dann dafür, dass die nur begrenzt vorhandene Elektroenergie möglichst effizient und situationsgerecht eingesetzt wird.

Als Energiespeicher setzt BMW auf eine Lithium-Ionenbatterie von Samsung, die in einem soliden Metall-Gehäuse untergebracht ist. Dieses ist im Kofferraum, geschützt unterm Ladeboden, platziert. Das Gepäckabteil wird dadurch nur ein wenig in der Höhe (minus drei Zentimeter) eingeschränkt. Nach den Aussagen der BMW-Techniker soll der Ort so gewählt worden sein, dass die Batterie auch einen Heck-Crash problemlos übersteht.

Die elektrischen Energiereserven des 3er Plug-in Hybrid reichen für ca. 35 Kilometer, die Gesamt-Reichweite (Elektro- und Benzinantrieb) wird mit praxisrelevanten 600 Kilometern angegeben. Damit lässt sich umweltschonend und effizient reisen – und das ohne Mobilitäts-Einschränkungen.

Holger Ippen

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