BMW 3er - Kaufberatung: Ausstattungen, Motoren und Preise Optimale Mitte

23.01.2014

Mittelklasse made in Munich ist gefragt, mittlerweile nicht nur wegen der traditionell guten Dynamik. BMW 3er-Kaufberatung

Mittelklasse hin, Premium her, ein BMW tritt nun mal traditionell nicht gegen die gesamte Mittelklasse-Meute an, sondern in erster Linie gegen Mercedes und Audi – basta. Und unter den so genannten Premium-Herstellern spielt der BMW 3er in seiner Klasse derzeit mit Abstand die erste Geige – Zulassungszahlen lügen nicht. Nun kommt den Münchnern zugute, dass sie mit 3er Limousine und Touring zwei erst kürzlich gut eingeführte Produkte im Programm haben, vom ganz neuen 3er GT ganz zu schweigen. Mit der jüngsten Mittelklasse-Baureihe liegen die Bayern offensichtlich goldrichtig, denn man hat sich nicht nur auf die alten Stärken – also exzellente Fahrdynamik, feine Motoren, niedriger Verbrauch – konzentriert, sondern liegt jetzt auch in puncto Komfort und Raumangebot auf der Höhe der Mitbewerber.

 

DER 3er GEFÄLLT, EGAL OB MIT 116 ODER 313 PS

Das bedeutet nicht, dass der 3er neuerdings zur zweckoptimierten Familienkutsche mutiert ist, doch immerhin genießt man nun im Fond genügend Kniefreiheit, und insbesondere der Kombi namens Touring übernimmt mit einem Ladevolumen von 495 bis 1500 Litern sowie der dreiteilig klappbaren Fondsitzlehne und separat zu öffnender Heckscheibe auch komplexere Transportaufträge. Das Wesen eines besonders auf den Fahrer zugeschnittenen Autos wohnt dem 3er BMW aber immer noch inne. Man merkt es sofort an der perfekt einstellbaren, nicht zu hohen Sitzposition und der klaren Bedienstruktur. Hier hat der 3er vor allem durch das iDrive-Bediensystem mittlerweile einen Reifegrad erreicht, der BMW gegenüber der Konkurrenz einen Vorsprung in der Handhabung verschafft.

Aufmerksamkeit verdient auch der kleine Schalter auf der Mittelkonsole, mit dem der Pilot zwischen verschiedenen Fahrprogrammen (vom Spar- über den Komfort- bis zum Sportmodus) wechseln kann. So richtig sinnvoll wird diese Funktion allerdings erst mit den adaptiven Dämpfern (1100 Euro), die das Fahrverhalten des 3er aktiv beeinfl ussen. Mehr Pep versprechen auch das Sportfahrwerk sowie die variable Sportlenkung, für den Durchschnittsfahrer dürften die dynamischen Fähigkeiten eines Standard-Dreier allerdings völlig ausreichen.

Denn ganz gleich für welche der mannigfaltig angebotenen Motorisierungen von 116 PS im 316d (33.000 Euro) bis zu 313 PS im 335d xDrive (51.800 Euro) man sich entscheidet, auf das agile, sichere und ausgewogene Fahrverhalten eines 3er BMW kann man sich stets verlassen.

Besonders gefragt ist der BMW als 320d (ab 37.650 Euro), also als 184 PS starker Vierzylinder-Turbodiesel, am liebsten in der Kombination mit der famosen, weil schnell und komfortabel schaltenden Achtstufen-Automatik (1750 Euro) und als fl exibel nutzbarer Touring (Aufpreis 2150 Euro). Schnell stellt man mit dem kultivierten Turbodiesel an Bord fest, dass man damit zu den Schnellen im Land gehört, obwohl hier nur vier Zylinder am Werk sind. Im Test rennt der Bayer in 7,4 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht mühelos seine Spitze von 226 km/h, begnügt sich auf unserer Verbrauchsrunde aber mit gerade mal 6,1 Litern pro 100 Kilometer.

Dass der 3er in dem einen oder anderen Detail nicht ganz die von BMW gewohnte Verarbeitungsqualität erreicht, schmerzt angesichts der selbstbewussten Preisgestaltung ein wenig. Denn nüchtern betrachtet gehört das Fahren eines BMW zwar zu den angenehmsten, aber auch teuersten Fortbewegungsarten in der Mittelklasse.

 

KAUFTIPP

Im Touring mit dem 184-PS-Diesel unter der Haube ist man gut unterwegs, ohne preislich in den abgehobenen Sphären zu landen. Der BMW 320d Touring ist flott und sparsam, aber auch mit allen erdenklichen Luxus- sowie Hightech-Extras aufrüstbar.

Ausgewogenes, sicheres und agiles Fahrverhalten, guter Komfort, genügend Platz, moderne Assistenzsysteme (Aufpreis), sparsam
Hohe Preise, eher magere Ausstattung, viele Extras nur in Kombination mit weiteren Ausstattungen, Verarbeitung im Detail nicht immer top

Jürgen Voigt

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