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40 Jahre BMW 3er: BMW 340i F30 LCI und BMW 318 E21 im Vergleich

Münchner Mittelfeld-Stars

40 Jahre BMW 3er: Zu diesem Anlass bitten wir die erste und die frisch überarbeitete, aktuelle Generation der ewig jungen Mittelklasse zum Vergleich ins Fotostudio

Der erste BMW 3er trat im Jahr 1975 ein ungemein schweres Erbe an. Schließlich folgte der Neuling auf die legendäre 02-Reihe, die sich auch dank zahlreicher Erfolge im Rennsport einen Ruf als nahezu perfekte Sportlimousine erarbeitet hatte. Doch der Erfolg ließ nicht lange auf sich  warten, immerhin konnte der neue BMW 3er alles besser als die wilden 02-Recken. Er war nicht nur komfortabler und geräumiger, auch das Motorenangebot wuchs im Vergleich zu dem des ausschließlich mit Vierzylindern erhältlichen Vorgängers deutlich.

40 Jahre BMW 3er: BMW F30 und E21 im Vergleich

Erstmals verpflanzte BMW einen seiner legendären Reihensechszylinder unter die Haube einer Mittelklasse-Baureihe (320/6, 323i), was bei der sportlich ambitionierten Kundschaft logischerweise für reichlich Begeisterung sorgte – ganz im Gegensatz zum anfangs extrem schlichten Heck. Erst auf Drängen der Kunden verpasste man dem 3er eine schwarze Kunststoffblende zwischen den Rückleuchten, die der Heckansicht mehr optische Präsenz bescherte. Den ersten ausgelieferten Modellen fehlte sie noch.

Zurück ins Hier und Jetzt: Über die Jahrzehnte hat sich der 3er zu einer wahrlich imposanten Erscheinung entwickelt. Der Längen- und Breitenzuwachs von 28 beziehungsweise 20 Zentimetern lässt den Ur-3er fast schon wie einen Kleinwagen dastehen. Seit 2012 ist die aktuelle Baureihe (Typ F30) nun schon auf dem Markt. Nach BMW-Rechnung war es jetzt an der Zeit für ein Facelift, das dem Bestseller unter anderem neue Scheinwerfer und Rückleuchten in LED-Technik bescherte.

Essenzieller sind die Neuerungen unter dem Blech. Um seinen Dynamikvorsprung gegenüber dem Wettbewerb mindestens zu wahren, erhielt der 3er das Feder-/Dämpfer-Set-up der 4er-Reihe. Die Projektverantwortlichen versprechen einen deutlichen Zugewinn an Fahrdynamik ohne Komforteinbußen. Ob dem tatsächlich so ist, muss ein späterer Test beweisen.

Fast schon einer Revolution gleicht das überarbeitete Motorenangebot. Erstmals in der langen Geschichte der Münchner Mittelklasse ist der 3er mit einem Dreizylinder-Turbobenziner erhältlich, der als 318i an den Start geht. Das Triebwerk leistet 136 PS und soll sich mit einem Durchschnittsverbrauch von 5,1 Litern zufrieden geben. Am anderen Ende der Skala rangiert das neue Topmodell, der 340i.

Sein 326 PS starker Turbo-Sechszylinder sorgt für sportwagenähnliche Fahrleistungen – bei einem Verbrauch, der zu Zeiten des Ur-3er sogar von Kleinwagen nur schwer erreicht wurde: Lediglich 7,4 Liter soll der 340i je 100 Kilometer konsumieren. Der hier gezeigte 318 aus den 70er-Jahren beweist mit seinem Durchschnittsverbrauch von 12,6 Litern jedenfalls eindrucksvoll, welchen Fortschritt die Entwickler in Sachen Effizienz in den vergangenen Jahrzehnten erzielen konnten.

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Marcel Kühler
Fazit

Früher war alles besser? Im Fall des BMW 3er lautet die Antwort eindeutig nein. Schließlich ist das aktuelle Modell in Summe seiner positiven Eigenschaften mit Abstand der beste 3er, den es je gab. Aber auch der Urtyp versprüht mit seinem ausgeprägten Charisma jede Menge Charme. Deshalb wünschen wir uns den einen für den Alltag und den anderen für einsame Stunden auf leeren Landstraßen – was für eine schöne Vorstellung!