BMW 2er Gran Tourer: Kaufberatung zum siebensitzigen Van Freund der Familie

24.06.2015

Der 2er Gran Tourer ist dank seiner ausgeprägten Variabilität und des üppigen Platzangebots der familienfreundlichste aller BMW. Wir weisen in der Kaufberatung den Weg zum Wunschmodell

Mit dem im September letzten Jahres eingeführten 2er Active Tourer wagte sich BMW auf völlig neues Terrain. Einen frontgetriebenen Van hatten die Münchner in ihrer langen Markenhistorie bis dato nicht im Portfolio. Trotz einiger Vorbehalte  ewiggestriger Traditionalisten feierte der praktische wie dynamische Kompaktvan einen Einstand nach Maß. Bislang entschieden sich über 39.000 Käufer für den neuartigen BMW. Nun schiebt der Premiumhersteller den nochmals geräumigeren Gran Tourer nach, der dank seines riesigen Kofferraums der wohl praktischste BMW aller Zeiten ist und auf Wunsch – noch ein Novum für die Bajuwaren – mit sieben Sitzen daherkommt.

 

Kaufberatung BMW 2er Gran Tourer: Gutes Raumangebot

Der im Vergleich zum Active Tourer um elf Zentimeter gewachsene Radstand macht sich im Innenraum positiv bemerkbar. Vor allem in Reihe zwei freuen sich die Fahrgäste im größeren der beiden bayerischen Vans über ein Raumangebot, das manchem Oberklassefahrzeug gut zu Gesicht stehen würde. Zugelegt hat ferner die Breite der Rückbank, sodass dort drei vollwertige Kindersitze montiert werden dürfen.

Wer häufig mehr als fünf Fahrgäste unterbringen muss/möchte, ordert die optionale dritte Sitzreihe für 790 Euro, die sich mit einem Handgriff zusammenlegen lässt. Dadurch verliert der riesige Kofferraum (normal 645 bis 1905 Liter) allerdings 85 Liter an Volumen. Aber auch sonst lässt der neue Gran Tourer in Sachen Variabilität kaum Wünsche offen. Eine dreiteilige, verschiebbare Rückbank mit in der Neigung einstellbaren Lehnen ist genauso serienmäßig wie die Lehnenfernentriegelung via Tastendruck vom Kofferraum aus. Ein klappbarer Beifahrersitz (150 Euro) erleichtert das Durchladen von bis zu 2,60 Meter langen Gegenständen. Dieser ist allerdings nicht in Kombination mit Sportsitzen erhältlich.

Das Motorenangebot zum Marktstart des BMW 2er Gran Tourer ist noch eher übersichtlich. So stehen derzeit zwei aufgeladene Benziner mit 136 und 192 PS sowie drei Turbodiesel mit einer Leistungsspanne von 116 bis 190 PS bereit. Zum Sommer wird BMW zwei weitere Einstiegsmotorisierungen nachreichen: den 216i (102 PS) und den 214d (95 PS). Der Alleskönner unter den derzeitigen Aggregaten und gleichzeitig unser Kauftipp ist der 150 PS starke 218d, der ab 32.350 Euro in der Preisliste zu finden ist. Sein kultiviert laufender Vierzylinder-Turbodiesel ist nicht nur antrittsstark und kräftig im Durchzug (null – 100 km/h in 9,3 s), sondern mit einem EU-Verbrauch von nur 4,3 Litern obendrein sehr sparsam.

Dazu empfehlen wir die hervorragende Achtstufen-Automatik – auch wenn sie mit einem Aufpreis von 2100 Euro (2250 Euro mit Schaltpaddles) nicht gerade zu den günstigsten Optionen zählt. Gerade Vielfahrer oder Großstädter werden den Schaltkomfort des Getriebes schnell zu schätzen lernen. Wer oftmals in schneereichen Gegenden unterwegs ist, sollte den 220d xDrive probefahren, dessen Allradantrieb auch bei extremen Wetterverhältnissen für ein sicheres Fortkommen bürgt.

Ein weiterer Pluspunkt, der vielleicht dabei hilft, den Grundpreis von immerhin 40.200 leichter zu verdauen: Das Automatik-Getriebe ist bei diesem Modell serienmäßig. Den BMW 2er Gran Tourer gibt es in verschiedenen Modellvarianten, die das Auto entweder in Richtung Sportlichkeit (Sport-Line, M Sport) oder Komfort (Advantage, Luxury Line) trimmen.

 

2er Gran Tourer: Ausstattungen mit Raum für Individualität

Dabei beinhaltet schon die Basisausführung einige Features, die das Autofahrerleben angenehmer gestalten. Dazu gehören ein Radio mit 6,5-Zoll-Bildschirm, Bluetooth-Schnittstelle zum Freisprechen oder Musikstreamen, die Auffahrwarnung mit City-Anbremsfunktion oder der Regensensor inklusive Fahrlichtautomatik. Selbst Leichtmetallräder sind beim Gran Tourer generell Standard.

Dennoch empfehlen wir die Ausstattungslinie Advantage. 1350 Euro Aufpreis sind in ihrem Fall sinnvoll angelegtes Geld, da sie unter anderem ein Multifunktionslenkrad, eine Einparkhilfe hinten, Nebelscheinwerfer, Tempomat oder auch eine Zweizonen-Klimaautomatik beinhaltet. Über die Modellvarianten hinausgehend bietet die umfangreiche Preisliste viele weitere Versuchungen zum Geldausgeben. Sparen sollte man – gerade bei einem Familienvan – indes nicht an der Sicherheit.

Deshalb ist es ratsam, den Driving Assistant für 650 Euro mitzubestellen. Das kamerabasierte Assistenzsystem beinhaltet eine Spurhaltehilfe, eine Verkehrszeichenanzeige und eine Fernlichtautomatik. Darüber hinaus erkennt das System über die Sensorik des serienmäßigen Abstandwarners auch Personen vor dem Fahrzeug. Für unverzichtbar halten wir ferner LED-Scheinwerfer, die für 990 ein erhebliches Plus an Sicherheit mitbringen.

Wer nun noch etwas Budget übrig hat, kann das Fahrzeug mit weiteren Komfortmerkmalen aufrüsten. Eine Kaufempfehlung sind die 490 Euro teuren Sportsitze,  die einen tollen Seitenhalt bereitstellen und auch auf langen Strecken sehr bequem sind. Ideal für Shopaholics, die oft mit Einkaufstaschen beladen zum Fahrzeug zurückkehren, ist das 750 Euro teure Convenience-Paket. Darin enthalten ist neben dem Komfortzugang eine automatische Heckklappenbetätigung mit Fußgestensteuerung: Es reicht ein angedeuteter Tritt unter die Heckschürze, und schon schwingt die Kofferraumklappe selbsttätig nach oben.

Interessant ist auch das Angebot an maßgeschneidertem Zubehör. Hervorheben sollte man an dieser Stelle den Fahrradhalter (599 Euro), der für begeisterte Radler unverzichtbar sein dürfte. Er wird wahlweise auf einer herkömmlichen Anhängerkupplung (770 Euro) oder einer speziellen Haltevorrichtung (210 Euro) montiert. Bei Nichtgebrauch verschwindet der Fahrradträger sicher in einer Lagerschale (150 Euro), die genau in das Fach unter dem Ladeboden des Kofferraums passt – vorausgesetzt, das Fahrzeug verfügt nicht über die dritte Sitzreihe, die diesen Bauraum für sich beansprucht.

Es gibt momentan sicherlich nur wenige Hersteller, die ein derart umfangreiches Aufgebot an Infotainment- und Online-Funktionen vorweisen können wie BMW. Davon profitiert auch der 2er Gran Tourer. Multimedia-Fans kommen mit dem mobilen Internetzugang (350 Euro) oder einemklangstarken Harman/Kardon-Soundsystem (790 Euro) voll auf ihre Kosten. Technikmuffeln raten wir zumindest zu einem Navigationssystem (ab 950 Euro), das nicht nur ein hilfreicher Begleiter im Alltag ist. Auch der Wiederverkauf sollte mit einem Lotsen an Bord deutlich leichter und mit besseren Konditionen klappen.

Unser Fazit

Der 2er Gran Tourer ist derzeit die erste Wahl im Angebot des Münchner Premiumherstellers für Familien. Er ist sehr variabel einsetzbar, bietet viel Platz für bis zu sieben Personen und verfügt über den größten Kofferraum aller aktuellen BMW-Modelle. Allerdings – dessen müssen sich Interessenten bewusst sein – ist der praktische Familienfreund kein billiges Vergnügen. Addieren wir die zuvor genannten Empfehlungen, kommen wir zu folgendem Ergebnis: Unser idealer Gran Tourer ist ein 218d mit Achtstufen-Automatikgetriebe in der Ausstattungslinie Advantage mit einem Grundpreis von 35.800 Euro. Dazu machen wir unter anderem für diese Optionen ein Kreuzchen in der Konfiguration: LED-Scheinwerfer, Navigationssystem, Driving Assistant, Sportsitze sowie für die automatische Heckklappe mit Fußgestensteuerung (Convenience-Paket). Somit kostet unser Wunschmodell unterm Strich rund 40.000 Euro. Sicherlich viel Geld, aber dafür erhält der Kunde einen Premium-Van, der jede Situation des Alltages problemlos meistert. Außerdem entschädigt der für das Segment sehr hohe Fahrspaß zumindest ein wenig für die recht saftigen Preise.

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