BMW 2er Active Tourer: Exklusive Mitfahrt Saus und Braus

07.07.2014

Unterwegs im neuen BMW 2er Active Tourer: Echter Fahrdynamiker oder feiner Familien-Praktiker? Beides! Der viel diskutierte Frontantriebs-Van ist eine echte Überraschung, stellen wir schon nach wenigen Kilometern fest

Für Klaus Huber ist die Angelegenheit völlig klar. „Natürlich fährt sich der 2er Active Tourer in jeder Situation wie ein richtiger BMW. Steigen Sie ein!“ Der 45-jährige Leiter der Fahrdynamik-Abstimmung bei den Münchnern drückt auf den Startknopf. „Klingt gut, oder?“ Wenige Sekunden später sind wir auf einer kurvenreichen bayrischen Landstraße.

 

BMW 2er Active Tourer: Viel Ladefläche und satte Power

Tatsächlich hat dieser neue Hochdach-Allrounder einen bemerkenswert vollen Sound. Der kommt vom brandneuen Vollaluminium-Vierzylinderturbo, der zum Topmodell der neuen Baureihe gehört. Und weil Huber gleich heftig beschleunigt, fällt sofort auf, dass die angesagten 231 PS geschmeidig aus dem Drehzahlkeller kommen, und dass die dazugehörige Achtstufen-Automatik die Kraft lässig und zackig auseinanderportioniert.

Inzwischen freut sich unser Mann am Lenkrad über erste enge Biegungen auf der etwas rumpeligen Piste. „Für uns eine wunderbare Teststrecke“, freut sich Huber, der in den letzten Jahren die komplette Fahrdynamik-Abstimmung des Active Tourer leitete. „Ideale Bedingungen.“ Wir sagen dazu erst mal nichts: Van mit Frontantrieb, wie soll das hier gut gehen, bitte?

Huber sticht lächelnd im Sportwagenstil in die Kurven, fliegt durch einen Kreisverkehr, provoziert hintereinander fiese Lastwechsel und wirbelt dann unangekündigt heftig durch eine Spitzkehre. „Sorry, da müssen Sie jetzt durch.“ Okay, wir halten uns irgendwie fest und gewinnen dabei die nächsten Erkenntnisse.

Erstens reagiert die Karosserie dieses 2er viel ruhiger als wir: wenig Wankbewegungen des Aufbaus, der rundum steif wirkt, ideal für ein stabiles  Kurvenverhalten. Zweitens hat der Frontantrieb offenbar keinen störenden Einfluss auf die elektro-mechanische Servolenkung. Kein Zerren beim Beschleunigen, keine Wackler, dafür viel Präzision. Huber: „Wir haben das sensibel entkoppelt, trotzdem gibt es ein gutes Feedback von der Straße – typisch BMW.“

Und drittens gefällt das saubere, entspannte Einlenken dieses 2er. Fronttriebler-typisches Untersteuern? Nichts zu spüren. „Das war uns extrem wichtig“, verrät der Fahrer. „Wir haben das Auto sehr neutral abgestimmt.“ Die feinen Kurvenkünste unterstützt übrigens ein spezielles Detail: Das Antriebsmoment wird radselektiv je nach Traktion geregelt – wo kein Grip ist, wird es kurz zurückgenommen. „Die Vorderräder setzen exakt das um, was maximal geht“, erklärt der BMW-Mann. Sogar auf der Nürburgring-Nordschleife. Seine beeindruckende Bestzeit mit dem Van: 8:45 Minuten.

Und dann jagt er den BMW 2er Active Tourer kurz vor Freising mit Tempo 100 über eine Buckelpiste: „Aufpassen, der darf hier jetzt weder abheben noch durchschlagen“. Gut, tut er auch nicht, die Räder bleiben satt auf dem Boden, und auch unfeine Poltergeräusche des Fahrwerks sind nicht zu hören. Dabei fährt der 2er mit dem normalen Serienfahrwerk und nicht mit den adaptiven Dämpfern, die 500 Euro extra kosten.

Kurze Pause, kurzes Palaver mit dem Fotografen und Zeit, sich im ersten Van der Marke fix umzusehen. Auffällig ist das üppige Platzangebot in der zweiten Sitzreihe: Das passt – typisch Fronttriebler – selbst für Zwei-Meter-Leute. Überall gibt’s viele große Fächer und Ablagen, und die Variabilität ist sehr alltagsfreundlich.

Gegen 190 Extra-Euro lässt sich auch der Beifahrersitz umlegen, was die Ladelänge auf surfbretttaugliche 2,40 Meter streckt. Dazu kommen dank großer Fenster eine gute Rundumsicht und optional sogar ein Head up-Display.

Huber will noch auf die Autobahn. Wir kommen mit Vollgas aus der Auffahrt. Ja, der Active Tourer sprintet fast wie ein VW Golf GTI und läuft auf der Autobahn stoisch geradeaus. Kaum störende Windgeräusche. Nebenbei erfahren wir, dass sich BMW intensiv mit dem Heckspoiler beschäftigt hat. „Wir haben am Ende einen super Abtrieb erreicht“, sagt Huber später.

Danke fürs Mitnehmen. Und wir legen uns mal fest: Der Frontantrieb überzeugt nicht nur im Mini – das hier ist tatsächlich der BMW unter den Kompaktvans. Das trifft aber auch auf die Preise zu, die bereits auf der BMW-Website stehen.

Übrigens: Zum Händlerstart am 27. September kommen noch zwei Motoren – der Dreizylinder 218i (136 PS wie im Mini) und der neue Zweiliter-Vierzylinderdiesel 218d (150 PS). Ende 2014 folgen 220i (192 PS), 216d (116 PS), 220d (190 PS) – 225i und 220d dann auch mit Allradantrieb. Und 2015 startet die längere Siebensitzer-Version des Vans.

Wolfgang Eschment

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