BMW 2015: Absatz und Gewinn im 2. Quartal China und Daimler bereiten Sorgen

31.07.2015

Bezüglich Rentabilität ist BMW hinter Dauerrivale Daimler zurückgefallen. Auch der chinesische Automarkt bereitet den Münchnern Sorgenfalten

Für den in den vergangenen Jahren vom Erfolg verwöhnten Autbauer BMW wird die Luft zunehmend dünner. Der wieder stark auftrumpfende Erzrivale Daimler und die jüngste Schwäche des chinesischen Automarkts bereiten den Münchnern große Probleme. Die von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragten Experten rechnen daher im zweiten Quartal mit einem Gewinnrückgang - der Umsatz dürfte außerdem nur noch wegen des schwachen Euro stark gewachsen sein. Der Dax-Konzern legt am Dienstag (4. August) die Zahlen für das zweite Quartal vor.

 

BMW 2015: Umsatz gestiegen, Gewinn schrumpft

Der seit Mai amtierende BWM-Chef Harald Krüger wird dabei für die Aktionäre wenig Erfreuliches präsentieren können. Beim Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) erwarten die Analysten einen Rückgang um rund zwei Prozent auf 2,56 Milliarden Euro. Unter dem Strich sollte der Gewinn sogar um rund zehn Prozent auf 1,58 Milliarden Euro gefallen sein - hier schlagen die schwächeren Ergebnisse der chinesischen Gemeinschaftsunternehmen voll durch.

Besser sieht es dagegen beim Umsatz aus. Dieser sollte um knapp 15 Prozent auf 22,8 Milliarden Euro steigen. Nach Einschätzung des Warburg-Experten Marc-Rene Tonn dürfte mehr als die Hälfte des Umsatzanstiegs dem schwachen Euro zu verdanken sein. Das 7,5-prozentige Absatzplus im zweiten Quartal dürfte dagegen wegen des Preisdrucks und des höheren Anteils von billigeren Fahrzeugen wie der Marke Mini nicht voll beim Umsatz durchschlagen.

Da zudem eine Reihe von Modellwechseln anstehen, geht Tonn in der Automobilsparte von einem prozentual zweistelligen Rückgang des operativen Gewinns im vergangenen Quartal aus. Die Marge - also das, was vom Umsatz als Ergebnis hängenbleibt - dürfte damit unter die Marke von 9 Prozent fallen. Tonn rechnet zudem damit, dass die Profitabilität der Autosparte wegen der Ausgaben für Forschung und Entwicklung sowie höheren Marketing- und Vertriebskosten unter Druck bleibt.

Absatz: BMW vorne, aber Daimler holt auf

BMW würde somit in diesem Punkt deutlich hinter Daimler mit den Marken Mercedes-Benz und Smart zurückfallen. Die Stuttgarter kamen im zweiten Quartal erstmals seit 2011 wieder auf eine zweistellige operative Marge - und Daimler-Chef Dieter Zetsche will diesen Wert auch mittelfristig halten. Beim Absatz der Marke BMW haben die Münchener allerdings weiter die Nase vorne - wobei Daimler mit Mercedes-Benz auch hier zuletzt mit schnellen Schritten aufgeholt hat.

Die Probleme bei BMW und die neue Stärke bei Daimler haben auch das Bild an der Börse gewandelt. Nachdem die Münchener über Jahre hinweg der Liebling von Analysten waren und der Aktienkurs seit Ende 2009 zeitweise mehr als 500 Prozent gestiegen war, ist die Luft seit dem Frühjahr raus. Seit dem Mitte März erreichten Rekordhoch von 123,75 Euro ging es um rund ein Viertel nach unten. Damit steht die BMW-Aktie wieder auf dem Niveau vom Anfang des Jahres - während das Daimler-Papier noch 17 Prozent im Plus ist.

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