Billigautos: Die günstigsten Neuwagen Neuwagen unter 10.000 Euro

18.01.2017
Inhalt
  1. Billigautos: Neuwagen unter 10.000 Euro
  2. Peugeot 108, Citroen C1 und Seat Mii sehr günstig
  3. Billigauto Skoda Citigo und Asiaten unter der Lupe
  4. Kia Picanto mit vielen Ausstattungsoptionen

Billigautos: Unter den günstigsten Autos in Deutschland ist der Lada Granta der Billigste. Beim Neuwagen-Schnäppchen zum Gebrauchtpreis sollte man jedoch genau hingucken.

Die Renault-Tochter Dacia machte ab 2005 auch in Deutschland Billigautos salonfähig und gilt als Vorreiter dieser Spezies. Während der erste Dacia Logan noch optisch eine Verzichtserklärung abgab, ist der aktuelle Sandero ein gefälliger, moderner Kleinwagen mit gutem Raumangebot. Die Basis für das sogenannte Billigauto liefert der Vorgänger des alten Renault Clio, die für den Sandero angebotenen Motoren mit bis zu 90 PS für Benzin, Diesel und Flüssiggas sind aber auch in aktuellen Renault zu haben. Der 1,2 Liter große Benziner im Basis-Dacia für 6890 Euro ist ein rauer, durchzugsschwacher Geselle, der nur die Euro-5-Abgasnorm erfüllt. Für die Basis-Ausstattung Essential sind Extras wie Servolenkung, Klimaanlage oder elektrische Fensterheber gar nicht im Angebot. Die Sicherheitsausstattung mit vier Airbags, dem Schleuderschutz ESP, ABS mit Bremsassistent geht aber für diese Preisklasse in Ordnung. Ein weiteres sogenanntes Billigauto ist der Markenbruder Dacia Logan MCV. Der erinnert zwar noch an den ladefreudigeren Vorgänger, in Wirklichkeit ist der Wagen aber ein Sandero Kombi. Komfort und Verarbeitung der Basisversion gehen angesichts des Preises in Ordnung – es schadet aber nichts, wenn man grauen Kunststoff mag. Der Basismotor mit 1,2 Liter Hubraum ist der gleiche wie der im Billigmodell Sandero. Auch hier fehlt das Temperament. Die Ausstattung der Basisversion ist mager, optional verfügbare Extras fehlen völlig. Immerhin gibt es hier eine Servolenkung. Sogar mit einer serienmäßigen Dachreling haben die Rumänen ihren Billigkombi ausgestattet. Die Stärken des Logan MCV sind aber das Platzangebot und das Ladevolumen. Auch die gebremste Anhängelast von 1150 Kilogramm und drei Jahre Garantie können sich sehen lassen.

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Billigautos: Neuwagen unter 10.000 Euro

Russische Lada hatten bis in die 90er-Jahre auch im Westen Deutschlands den Ruf, günstig und robust zu sein. Der Importeur ließ alle eingeführten Autos komplett überarbeiten, der Lada Samara Baltic lief sogar bei Valmet in Finnland neben Porsche Boxster vom Band. Das ist vorbei. Aktuelle Modelle wie der Lada Granta sind besonders bei der Sicherheitstechnik (z. B. nur zwei Airbags) veraltet, die Qualität ist zweifelhaft. Deshalb wurden bis November bei uns nur 1000 Lada neu zugelassen, davon 172 Granta. Wer sich nicht schrecken lässt, bekommt ab 6750 Euro ein Auto mit Platz für fünf Insassen, plüschigen, weichen Sitzen und schwammiger Lenkung. Trotz hinterer Trommelbremsen kam der Granta im Test aus Tempo 100 nach 35,7 Metern zum Stehen – ein guter Wert. Der 87-PS-Motor ist allerdings durchzugsschwach, das Fahrwerk poltert. Der Kalina ist die Fließheckvariante des Granta, seit 2013 gibt es die Faceliftversion. Der Kalina II teilt sich die Technik mit dem Granta, bietet mit großer Heckklappe und geteilt umklappbarer Rücksitzlehne aber etwas mehr Variabilität. Auch hier gilt: Die Technik ist veraltet, die magere Qualität kann die eine oder andere böse Überraschung mit sich bringen. Mit der Werksgarantie von lediglich zwei Jahren ist man nur begrenzt vor teuren Reparaturen geschützt. Das Platzangebot im grau wirkenden Innenraum geht aber in Ordnung. Die weichen Sitze bieten keinen Langstreckenkomfort, genügen jedoch für kurze Touren. Die manuelle Fünfgang-Schaltung ist hakelig. Für 7750 Euro bekommt man die 4,08 Meter lange Kombiversion des Kalina II 2194, die bis zu 670 Liter Gepäck schluckt.

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Peugeot 108, Citroen C1 und Seat Mii sehr günstig

Der Peugeot 108 liegt mit dem eng verwandten Konzern-Zwilling Citroën C1 und dem Seat Mii preisgleich auf dem fünften Platz des Rankings der billigsten Autos. Anders als bei den Modellen von Lada handelt es sich hier um durchweg moderne Autos, allerdings um sehr kleine. Mit gut 3,48 Meter Länge ist der im Jahr 2014 gestartete Peugeot 108 ein City-Car im besten Sinne. Auch mit dem nur 69 PS starken Dreizylinder der Basisversion wuselt er agil durch den Stadtverkehr, kaum eine Parklücke ist zu klein. Zum günstigen Einstiegspreis gibt es allerdings nur den Dreitürer, was die Nutzbarkeit des Fonds einschränkt. Erwachsene können dort ohnehin nur auf kurzen Strecken kauern. Mit sechs Airbags, und ESP ist die Sicherheitsausstattung ordentlich. Klimaanlage oder elektrische Fensterheber sind aber auch optional nicht erhältlich. Wie der Konzernbruder von Peugeot wird der Citroën C1 gemeinsam mit dem Toyota Aygo in Tschechien gefertigt. Durch peppige Accessoires gibt der Citroën gern das Lifestyle-Auto für die Stadt. In der Version Start mit drei Türen und 69 PS starkem Dreizylinder herrscht aber auch hier eher schlichte Eleganz. Immerhin bietet der C1 wie der Peugeot 108 eine gute Sicherheitsausstattung mit sechs Airbags. Mehr ist aber für die Basisversion nicht zu bekommen. Der praktischere Fünftürer kostet mindestens 10.250 Euro, der Wunsch nach attraktiven Extras zwingt zum Wechsel auf eine teurere Ausstattungslinie. Mit seinem agilen Auftreten verbreitet der Citroën trotzdem Fahrspaß, sein Dreizylinder will aber hoch gedreht werden.

 

Billigauto Skoda Citigo und Asiaten unter der Lupe

Der Citigo ist Skodas kleinstes und günstigstes Auto. Den Tschechen, der baugleich mit seinen Konzerngeschwistern Seat Mii und VW Up ist, gibt es für unter 9000 Euro. Für einen Kleinstwagen fällt die serienmäßige Sicherheitsausstattung mit ESP, lückenlosem Airbagsystem und Tagfahrlicht erfreulich umfangreich aus. Auf Komfort müssen Citigo-Fahrer dennoch verzichten, denn außer einem Berganfahrassistenten offeriert der Skoda keinerlei Annehmlichkeiten. Klima, Radio oder elektrische Fensterheber gibt es hier nicht. Die einzig verfügbare Sonderausstattung ist die Abschaltmöglichkeit für den Beifahrerairbag (50 Euro). Dafür federt der Skoda angenehm, erfreut mit einem ausreichend flotten Motor und gutem Raumangebot. Quirliger Spanier: Der Seat Mii bringt Fahrspaß in das Kleinstwagen-Segment. Eng verwandt ist er mit dem VW Up und dem Skoda Citigo, mit denen er sich Plattform und Technik teilt. Die Serienausstattung des Basis-Dreitürers fällt sehr kleinlich aus und lässt sich auch optional kaum aufwerten: Ein Radio gibt es nur im Zubehörhandel, und eine Klimaanlage ist ebenfalls nicht bestellbar. Dafür zählt die leuchtend gelbe Lackfarbe zum Standard. Wie bei seinen Konzernbrüdern arbeitet unter der kurzen Haube des Mii ein vergleichsweise spritziger Dreizylinder-Benziner mit 60 PS. Damit ist man in der Stadt flott unterwegs, und auch kurze Autobahnetappen werden nicht zum Geduldsspiel. Mit dem serienmäßigen ESP fährt der Mii stets auf der sicheren Seite, und dank der gelungenen Fahrwerksauslegung kommt auf kurvigem Geläuf durchaus Fahrspaß auf.

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Kia Picanto mit vielen Ausstattungsoptionen

Der Kia Picanto ist ein moderner Kleinstwagen und zählt zu den besten Autos in seinem Segment. Das liegt vor allem an dem recht erwachsenen Fahrverhalten und der gelungenen Karosserie- sowie Innenraumgestaltung. Neben dem günstigen Preis ist vor allem die siebenjährige Neuwagengarantie ein starkes Kaufargument. Serienmäßig fährt Kias Kleinster mit Berganfahrhilfe, Zentralverriegelung und Radiovorbereitung vor. Ein vollwertiges Radio kostet 219 Euro Aufpreis, für einen Metalliclack werden 460 Euro fällig, und eine Klimaanlage gibt es nur für die höheren Ausstattungslinien. Der kleine Einliter-Motor reicht in der Stadt vollkommen aus. Der deutlich praktischere Fünftürer ist 450 Euro teurer. Ausreichend Platz zum kleinen Preis offeriert der Space Star, das Einstiegsmodell von Mitsubishi. Der nur 3,71 Meter kurze Stadtfloh hat fünf Türen, bringt vier Passagiere einigermaßen bequem unter und schluckt zwischen 235 und 912 Liter Gepäck. Für Vortrieb sorgt ein 71 PS starker Dreizylinder-Benziner. Immer mit an Bord sind eine zweiteilig klappbare Rücksitzbank, ein Bordcomputer sowie Tagfahrlicht. Für Sicherheit sorgt das serienmäßige ESP. Die beiden Serien-Lautsprecher lassen sich mit einem Radio aus dem Zubehörhandel aufwerten. Elektrische Fensterheber vorn und der praktische Parktickethalter gewährleisten ein Mindestmaß an Komfort. Ausstattungen wie eine Klimaanlage gibt es für das Basismodell nicht.

ModelleTechnische Daten und Preise
Dacia Sandero 1.2 16V 754-Zylinder, 4-Ventiler, 73 PS, EU-Verbrauch: 5,8 l S /100 km, ab 6890 Euro
Dacia Logan MCV 1.2 16V 754-Zylinder, 4-Ventiler, 73 PS, EU-Verbrauch: 5,8 l S /100 km, ab 7990 Euro
Lada Granta 21904-Zylinder, 2-Ventiler, 87 PS, EU-Verbrauch: 6,6 l S /100 km, ab 6750 Euro
Lada Kalina II 21924-Zylinder, 2-Ventiler, 87 PS, EU-Verbrauch: 6,6 l S /100 km, ab 6950 Euro
Peugeot 108 VTI 683-Zylinder, 4-Ventiler, 69 PS, EU-Verbrauch: 4,1 l S /100 km, ab 8890 Euro
Citroën C1 VTi 683-Zylinder, 4-Ventiler, 69 PS, EU-Verbrauch: 4,1 l S /100 km, ab 8890 Euro
Skoda Citigo 1.0 MPI3-Zylinder, 4-Ventiler, 60 PS, EU-Verbrauch: 4,5 l S /100 km, ab 8970 Euro
Seat Mii 1.03-Zylinder, 4-Ventiler, 60 PS, EU-Verbrauch: 4,5 l S /100 km, ab 8890 Euro
Kia Picanto 1.03-Zylinder, 4-Ventiler, 66 PS, EU-Verbrauch: 4,5 l S /100 km, ab 8990 Euro
Mitsubishi Space Star 1.03-Zylinder, 4-Ventiler, 71 PS, EU-Verbrauch: 4,2 l S /100 km, ab 8990 Euro

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