Bilder: Skoda Superb 2.0 TDI 2012 im Mittelklasse Vergleich Skoda Superb 2.0 TDI

10.07.2012

Raumriese – so ließe sich der Skoda Superb charakterisieren. Nicht nur gegenüber seinem technischen Verwandten, dem VW Passat, offeriert der Tscheche auf allen Plätzen ein beinahe schon verschwenderisches Platzangebot

Die Beinfreiheit im Fond gleicht der einer Mercedes S-Klasse – mit langem Radstand. Und unter der zweistufig öffnenden Heckklappe (Twin-Door) wartet ein konkurrenzlos großer Kofferraum aufs Gepäck: 565 bis 1670 Liter passen in den Skoda Superb. Wer Reifendichtmittel statt Reserverad ordert, kann weitere 30 Liter Volumen nutzen. Da müssen selbst die ebenfalls geräumigen Schräghecklimousinen von Ford (540 bis 1460 l) und Mazda (510 bis 1702 l) passen. Zudem ist die Superb-Limousine variabel, kinderleicht zu bedienen und übersichtlich. Mehr Punkte im Karosserie-Kapitel holt keiner.


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Zu den weiteren Vorzügen des großen Tschechen zählt neben dem guten Sitz- und Federungskomfort der niedrige Verbrauch. Mit durchschnittlich 5,7 Litern auf 100 km markiert der Skoda Superb den Bestwert im Test. Dabei besitzt der Testwagen nicht einmal eine Start-Stopp-Automatik, die dem GreenLine-Modell vorbehalten bleibt. Jedoch waren auf dem Superb-Testwagen rollwiderstandsoptimierte Reifen (Pirelli Cinturato P7) montiert, und er trat mit dem niedrigsten Leergewicht an (87 Kilo leichter als der Ford Mondeo). Das passend gestufte, leicht zu schaltende Getriebe und die ordentlichen Fahrleistungen sichern dem Skoda schließlich den zweiten Kapitelsieg.

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Jedoch vergibt der Skoda Superb seine Siegchancen in der Dynamikwertung: Der Bremsweg steigt mit warm gefahrenen Stoppern von 36,9 auf 38,5 Meter an. Im Vergleich zum Testbesten, dem Opel Insignia (35,2/35,3 m), verspielt der Skoda 48 Punkte. Außerdem bremst ihn sein etwas behäbiges Fahrverhalten mit einer ausgeprägten Tendenz zum Untersteuern ein. Zwar bleibt der Wagen stets leicht kontrollierbar, doch hektisches Treiben auf kurvigen Straßen liegt ihm nicht. Zügige Autobahn-Etappen sind eher sein Metier, zumal er dort mit seinem stabilen Geradeauslauf auftrumpfen kann.

Auch die Reichweite von rund 1050 km prädestiniert den TDI für lange Reisen. Jedoch zeigen fast alle Mitstreiter ein ähnliches Durchhaltevermögen. Der Opel schafft sogar beinahe 1200 Kilometer ohne Tankstopp. Nur Ford (ca. 970 km), Mazda (ca. 940 km) und VW (ca. 970 km) müssen eher pausieren.

Weitere Pluspunkte sammelt der Skoda mit seinem fair kalkulierten Basispreis und dem geringsten Wertverlust. Auch die Unterhaltskosten sind günstig, womit sich der Superb schließlich Platz zwei holt.
Martin Urbanke

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