Bentley Continental GT (Preis): IAA 2017 (Update!) So frisch kommt der Continental GT

von Thomas Geiger 13.09.2017

Der Bentley Continental GT vereint auf der IAA 2017 (14. Bis 24. September) die Dynamik eines Supersportwagens mit der Eleganz eines zeitlosen Coupés. Mit Preisen jenseits der 200.000 Euro bleibt der Continental GT ein rares Luxusgut!

Die Briten ziehen zur IAA 2017 (14. Bis 24. September) das Tuch von der Neuauflage des Bentley Continental GT – nach fast sechs Jahren! Regelmäßige Facelifts, ein halbes Dutzend Nischen- und Sondermodelle sowie der ungebrochene Zuspruch von Stars und Sternchen aus Sport- und Showbusiness können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die zweite Generation nun reichlich Staub angesetzt hat. Wer zum Markstart ab Ende 2017 zu Preisen ab zunächst wohl deutlich über 200.000 Euro in die neue Generation wechselt, der erlebt Fracksausen für Fortgeschrittene. Das versprechen jedenfalls die Briten und stellen beim Bentley Continental GT (2017) eine völlig neue Dimension an Fahrdynamik in Aussicht. Möglich wird das nicht zuletzt durch den Wechsel der Architektur. War der Continental bislang das letzte Modell im VW-Konzern, das noch auf der Plattform des seligen Phaeton basierte, nutzt Bentley jetzt den neuen, von Porsche verantworteten Luxusbaukasten und macht seinen 2+2-Sitzer so zum Panamera im Pelzmantel. Dabei speckt der Luxusliner nicht nur zwei Zentner ab und bekommt elf Zentimeter mehr Radstand, die den Proportionen schmeicheln und spürbar die Platzverhältnisse verbessern. Mehr zum Thema: Alle Neuheiten auf der IAA 2017

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Bentley Continental GT auf der IAA 2017

Der Bentley Continental GT (2017) bekommt zudem eine komplett neue Lenkung, ein neues Adaptiv-Fahrwerk mit rasend schnellen 48-Volt-Stellern und einer Dreikammer-Luftfederung. Ein reaktionsfreudigerer Allradantrieb und eine schnelle Doppelkupplung anstelle der eher behäbigen Achtgang-Automatik komplettieren die Neuauflage. Treibende Kraft bleibt zunächst ein W12-Motor, den Bentley ganz ohne Schützenhilfe aus Stuttgart auf der Höhe hält. Das Kraftwerk von stolzen sechs Litern Hubraum bekommt eine völlig neue Einspritzanlage und mit der Zylinderabschaltung sowie der beiden Twinscroll-Lader eine derart aufwändige Programmierung, dass der Motor erstmals sogar zwei Steuergeräte benötigt. Doch der in mehreren zehntausend Zeilen Softwarecode dokumentierte Aufwand zahlt sich aus: Die Leistung des Bentley Continental GT (2017) steigt auf 635 PS, das Drehmoment gipfelt nun bei 900 Newtonmeter und die Fahrleistungen liegen mit einem Sprintwert von 3,7 Sekunden und einem Spitzentempo von 333 km/h auf dem Niveau von Supersportwagen. Gemessen daran ist der Verbrauch von 11,7 Litern fast schon vernünftig, immerhin liegt er 16 Prozent unter dem des Vorgängers. Zwar will der neue Continental GT sportlicher sein als je zuvor, doch weil zu Bentley auch immer der Luxus gehört, bleiben Glanz und Gloria nicht auf der Strecke.

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Preis: Bentley Continental GT ab über 200.000 Euro

Im Gegenteil! Die Briten haben auch noch einmal am Komfort gearbeitet sowie Ausstattung und Ambiente weiter verfeinert – nicht umsonst verarbeiten die Briten pro Auto zehn Quadratmeter Furnier, drücken das Metalldekor wie Lünetten von Luxusuhren in die passende Form und machen allein für die Ziernähte in den Lederpolstern 310.675 Stiche. Während die VW-Tochter mit solchen Details das Hohelied der Handwerkskunst singt, brechen im Cockpit des Bentley Continental GT (2017) neue Zeiten an. Zum ersten Mal blicken die Insassen auf ein komplett animiertes Display, auf dem die Rundinstrumente nur noch simuliert werden. Damit es nicht zum technischen Overkill kommt, kann der große Retina-Touchscreen nebendran auf Knopfdruck wieder im Cockpit verschwinden. Wie eine überdimensionale Toblerone lassen zwei E-Motoren das gesamte Modul rotieren und zeigen alternativ eine elegante Holzkonsole, drei mechanische Uhren oder den besagten Touchscreen. Zu den Hightech-Instrumenten bekommt der Continental GT nahezu alle Finessen, die das Technikregal des VW-Konzerns hergeben – von den LED-Scheinwerfern über die 360 Grad-Kamera bis hin zu den nötigen Assistenten für das teilautonome Fahren. Die wird der gemeine Bentley Boy allerdings nur selten benutzen, glaubt Entwicklungschef Rolf Frech. Wenn die Briten aber nicht zu viel versprechen, dann wird sich im Bentley Continental GT (2017) wohl kaum ein Kunde das Ruder aus der Hand nehmen lassen.

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