Babyschale: Optimale Sicherheit für das Kind

Babyschale
Der Kauf einer Babyschale will wohl überlegt sein. Nicht jeder Kindersitz passt in jedes Auto – oder bietet optimalen Schutz. © iStock
Inhalt
  1. Maxi-Cosi-Babyschale: Schutz für anderthalb Jahre
  2. Babyschale-Test gibt Aufschluss über reale Sicherheit
  3. Vorteile von Babyschale-Isofix
  4. Maxi-Cosi-Babyschale und andere Verkaufshits
  5. Baby-Autositz: Augen auf beim Kauf

Kinder sind beim Autofahren ganz besonderen Gefahren ausgesetzt. Ein für Erwachsene vermutlich harmloser Aufprall bei 30 Stundenkilometern kann für die kleinen Beifahrer bereits tödlich ausgehen. Eine Babyschale ist deshalb nicht nur bei verantwortungsbewussten Eltern Pflicht. Für Kinder bis zwölf Jahre ist ein spezieller Autokindersitz mit eigener Anschnallsicherung gesetzlich vorgeschrieben. Allerdings kommt so mancher Babyschale-Test zu dem erschreckenden Ergebnis, dass einige Modelle gravierende Sicherheitsmängel aufweisen. Beim Kauf und dem Einbau kann ebenfalls viel schiefgehen. Mit diesen Tipps wird der Nachwuchs so gut wie möglich geschützt.

 

Maxi-Cosi-Babyschale: Schutz für anderthalb Jahre

Am besten beginnt die Suche nach der perfekten Babyschale bereits einige Zeit vor der Geburt. Auf diese Weise muss Sorgfalt nicht unter Zeitdruck leiden und es steht alles bereit, um das Baby aus dem Krankenhaus nach Hause zu holen. Mit dem Begriff „Babyschale“ ist übrigens ein Autositz für Kinder bis etwa 18 Monate gemeint. Diese Modelle fallen in zwei Gruppen. Babyschalen der Gruppe 0 sind für Säuglinge bis zu einem Gewicht von zehn Kilogramm (bis circa ein Jahr) geeignet.

Babyschalen der Gruppe 0+ sind empfehlenswerter. Denn diese Sitze können für Babys bis etwa anderthalb Jahre und einem Gewicht von 13 Kilogramm genutzt werden. Babyschalen bieten übrigens im Vergleich zu späteren Kindersitzen einen sehr hohen Schutz. Sie sollten daher erst dann gegen das nächstgrößere Modell ausgetauscht werden, wenn der Kopf des Kindes nicht mehr komplett in die Schale passt. Außerdem wichtig: Babyschalen werden immer rückwärts eingebaut. Dadurch sind Kinder vor allem bei Frontalzusammenstößen besser geschützt, da ihr Hals weniger belastet wird.

 

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Babyschale-Test gibt Aufschluss über reale Sicherheit

Hierzulande verkaufte Kindersitze müssen selbstverständlich den vorgeschriebenen Mindestanforderungen entsprechen. Oft geben die aber wenig Aufschluss darüber, wie ausreichend ein Baby unter realen Unfallbedingungen tatsächlich geschützt wird oder wie alltagstauglich ein Modell ist. Stiftung Warentest, ADAC und Autofachmagazine veröffentlichen daher Jahr für Jahr Babyschale-Tests, bei denen die Kinderautositze im Crash-Test auf Herz und Nieren geprüft werden.

Grundsätzlich sollte ein neuer Kindersitz nach der neuen Prüfnorm ECE R 44/04 zugelassen sein. Sie ist zu erkennen am Prüfsiegel. Unter dem „E“ steht eine Prüfnummer, die mit „04“ beginnt. Beim Kauf einer gebrauchten Babyschale unbedingt beachten: Kindersitze mit den alten Prüfnormen ECE R 44/02 oder 44/01 dürfen in Deutschland nicht mehr verwendet werden! Seit 2014 gibt es zudem die alternative Kindersitz-Norm ECE-R129 (i-Size). Sie betrifft Kindersitze, die mit Isofix im Auto installiert werden – womit wir schon beim nächsten Thema wären.

 

Vorteile von Babyschale-Isofix

Bei der Wahl der Babyschale stehen die werdenden Eltern vor einer grundlegenden Entscheidung: Isofix oder kein Isofix? „Herkömmliche“ Babyschalen werden mit den Sicherheitsgurten des Sitzes befestigt, was insbesondere bei schmalen Parklücken in eine ziemliche Fummelei ausarten kann. Isofix-Modelle hingegen werden einfach auf einer festen Vorrichtung auf dem Sitz eingeklinkt. Diese Isofix-Basis wird an den am Autositz verbauten Haltebügeln befestigt. Per LED-Anzeige und Tonsignal zeigt die Basisstation an, ob die Babyschale korrekt eingerastet ist.

Isofix bietet sich für Eltern an, die viel mit dem Nachwuchs im Wagen unterwegs sind und sich das Hantieren mit dem Sicherheitsgurt ersparen wollen. Bei älteren Automodellen können auch die Länge und Platzierung des Haltegurtes den Einbau einer Babyschale erschweren. Im besten Falle eignet sich die Isofix-Basis auch für größere Kindersitze und kann so länger genutzt werden. Allerdings schlägt diese Halterung schnell mit dem Preis eines ganzen Kindersitzes zu Buche.

 

Maxi-Cosi-Babyschale und andere Verkaufshits

Unter den Babyschalen der Gruppe 0+ für Kinder bis zu einem Gewicht von 13 Kilogramm sind die folgenden Modelle besonders empfehlenswert. Alle lassen sich übrigens mit Untergestellen zu Buggys beziehungsweise Kinderwagen kombinieren.

Maxi-Cosi Citi Babyschale


• Geringes Gewicht von rund drei Kilo
• Ergonomisch geformter Tragegriff
• Zugelassen für Einsatz im Flugzeug
• Schutz bei seitlichem Aufprall
• Günstiger Preis: rund 89 Euro
• Nachteile: keine Isofix-Installation möglich, kein Zubehör

 

Cybex Gold Aton 5


• Testsieger 2017 bei der Stiftung Warentest
• Amazon Bestseller
• Höhenverstellbare Kopfstütze
• Verstellbare Gurtführung, passt sich wachsendem Kind an
• Hervorragender Seitenaufprallschutz
• Möglichst flache Liegeposition soll plötzliche Atemnot verhindern
• Isofix-geeignet
• Nachteile: hoher Preis, hohes Gewicht (4,8 Kilogramm)

 

Maxi-Cosi Pebble


• Baby lässt sich binnen weniger Sekunden anschnallen
• Integriertes Sonnenverdeck
• Inklusive Sitzverkleinerer für kleine Babys
• Isofix-geeignet
• Optimaler Schutz bei Seitenaufprall
• Leichter als andere vergleichbare Modelle (4,1 Kilogramm)
• Nachteil: hoher Preis

 

Maxi-Cosi FamilyFix Isofix Base


• Bestseller Nr.1 bei Amazon.de in der Kategorie „Baby/Adapter für Autositze“
• Geeignet für mehrere Modelle, die Basis lässt sich daher für Kinder bis etwa 3,5 Jahre nutzen
• Installation der Babyschale mit nur einem Klick
• Visuelles und akustisches Signal zeigt an, ob die Installation korrekt war
• Fünf Sitz- und Ruhepositionen einstellbar
 

 
 

Baby-Autositz: Augen auf beim Kauf

Vor dem Kauf einer Babyschale steht im Idealfall die Einbauprobe im eigenen Wagen an. Dabei lässt sich unter anderem klären, wie gut der Kindersitz tatsächlich ins Auto passt und ob zum Beispiel die Gurtlänge ausreicht, um die Babyschale zu befestigen. Sind Mutter und Vater mit zwei Wagen unterwegs? Dann sollte die Einbauprobe auch in beiden Autos erfolgen.

Diese Punkte sind beim Kauf besonders wichtig:

  • Kann der Sitz selbst ein- und ausgebaut werden?
  • Steht die Babyschale stabil?
  • Kann die Babyschale auch längere Zeit bequem getragen werden?
  • Ist die Bedienungsanleitung verständlich und logisch?
  • Ist das Auto für Isofix-Befestigung freigegeben? (die Kindersitzhersteller führen hierzu Listen)
  • Bei Babyschale nach i-Size-Norm: Ist das Fahrzeug für diese Norm freigegeben?

 

Abschließend noch ein Hinweis zum Einbau: Soll die Babyschale auf dem Beifahrersitz stehen, muss unbedingt der Frontairbag deaktiviert sein. Manche Autohersteller raten aber wegen möglicher Gefahren beim Auslösen des Airbags davon ab, Kindersitze auf dem Beifahrersitz zu befestigen. Auch der ADAC empfiehlt grundsätzlich, die hinteren Plätze zu verwenden. 

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