Autoschlüssel: Der Bart ist ab

07.04.2011
Moderne Autoschlüssel mit und ohne Bart, rechts ein Volvo-Öffner von 1989

Der Bart ist ab. Den modernen Autoschlüssel steckt man in die Hosentasche und dort bleibt er dann. Die Türen öffnen, sobald die Hand am Türgriff vorbeistreicht, der Motor startet per Knopf.

Wetten, dass sich dieses berührungslose Öffnen durchsetzt? Denn es ist der maximale Komfort: kein Schlüssel ins Schloss, umdrehen, aufschließen. Kein auf den Knopf drücken, Zündschlüssel reinstecken, rumdrehen. Stattdessen: Ich gehe auf das Auto zu, der Sender in der Tasche funkt die richtigen Signale, die Türen entriegeln. Ich drücke auf den Knopf und der Motor startet, sobald er fertig vorgeglüht hat (wenn es ein Diesel ist). Kein leicht vorgebeugtes Warten mit dem Schlüssel in der Hand, halb gedreht, bis die orangefarbene Leuchte ausgeht. Das Hantieren mit Schloss und Schlüssel kann dennoch reizvoll sein.

Wenn das gefräste Blechstück zu einem elektronikfreien Oldtimer gehört. Ein Schlüssel, der flach und filigran ist wie jener für einen Briefkasten. Der einen Motor aus dem vorigen Jahrtausend weckt. Der Motor braucht beim Starten ein wenig Gas, fällt dann in seinen Leerlauf. Herrlich! Doch die Zeiten sind vorbei.

In Studien von Audi, BMW und Rinspeed ist sogar der Schlüssel abgeschafft. Ein Smartphone überwacht den Ladezustand des Elektroautos, weist den Fahrer als den richtigen aus. Oder der Schlüssel dient auch zum Bezahlen am U-Bahn-Automaten und im Supermarkt. Ein Autoschlüssel im herkömmlichen Sinn ist das dann nicht mehr.

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