Autos aus dem Ostblock Tatra, Lada & Co.

20.07.2010

Wer an den Ostblock denkt, verbindet damit oft zweckmäßige, schlecht verarbeitete und unzuverlässige Wagen – und nicht unbedingt rassige Sportwagen und elegante Cabrios. Dass es genau die aber sehr wohl gab, zeigt Autor Bernard Vermeylen in seinem neuen Buch „Autos aus dem Ostblock“

Der knapp 300 Seiten starke Band dürfte wohl so einige Vorurteile der Leser zerstreuen. Zwar trifft das Pauschalurteil, Autos aus dem Neue VW Polo Limousien in Moskau vorgestellt seien unsportlich und unbequem, manchmal bestimmt zu. Trotzdem brachten die Ingenieure aus Ländern wie Ungarn, Polen, Rumänien und Tschechoslowakei einige automobile Schätze hervor.

In „Autos aus dem Ostblock“ zeigt der Autor anhand vieler Fotos und Beschreibungen luxuriöse Limousinen wie die ZIL aus der UdSSR und schicke Cabrios wie den IFA F9 (DDR). Auch an putzigen Kleinwägen wie den tschechischen Velorex fehlt es nicht, ebenso wenig wie an Fahrzeugen, die nie in Serienreife gingen, wie die ungarische Surányi – ein Kleinstwagen, der von einem Motorradmotor angetrieben wurde und eher wie ein Spielzeugauto aussah.

Wer noch nie etwas über die Automobilgeschichte des Ostblocks gelesen oder gehört hat, sollte in diesen Band reinschauen – und Fans von Tatra, Lada und Jawa sowieso. Schade nur, dass einige Kapitel sehr knapp ausfallen – das über Bulgarien etwa fasst gerade einmal eine halbe Seite, Fotos vermisst man hier auch.

Ansonsten ist der Band aber sehr schön bebildert, die Qualität der Fotos ist hervorragend, was ja nicht selbstverständlich ist, wenn man die Qualität der Kameras aus dem Ostblock denkt – aber damit wären wir schon wieder beim nächsten Vorurteil.
Kasanobu Serdarov

„Autos aus dem Ostblock. Alle Modelle seit 1945“ von Bernard Vermeylen erscheint im Delius Klasing Verlag. Das Buch umfasst 288 Seiten und kostet 34,90 Euro. Kaufen kann man es im Buchhandel oder beim Verlag: (0521) 599 955.

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