Automobilclubs im Vergleich: Preise und Leistungen von ADAC & Co. Willkommen im Club

22.11.2012
Inhalt
  1. Automobilclubs 2012: Acht Unternehmen im Vergleich
  2. ADAC unterstützt eigene Flotte von Rettungsfliegern
  3. Fazit

Preise und Leistungen: Wir sagen Ihnen in unserem großen Vergleich exklusiv, was die wichtigsten Automobilclubs bieten und kosten

Bei Taschentüchern denken wir an Tempo, bei Klebestreifen an Tesa und bei Automobilclubs an den ADAC. Kein Wunder, hat der größte deutsche Verein doch sechsmal mehr Mitglieder als alle anderen Automobilclubs zusammen. Doch es gibt zahlreiche Alternativen zum Marktführer. Jeder dieser Clubs hat seine ganz eigene Geschichte und besondere Leistungen zu bieten.

So ist etwa der BAVC aus der Pfarrer-Kraftfahrer-Vereinigung von 1926 entstanden, und der ACV sollte ab 1962 die autofahrenden Mitarbeiter der Bundesbahn betreuen. Solche Berufsschranken gehören jedoch der Vergangenheit an: "Heute kann jeder bei uns Mitglied werden“, erklärt Horst Metzler, Generalsekretär des ACV.

 

Automobilclubs 2012: Acht Unternehmen im Vergleich

Doch welche Vorteile kann ein Autofahrer in den Clubs genießen, und was muss er für eine Mitgliedschaft zahlen? Wir haben Preise und Leistungen der acht wichtigsten Automobilclubs miteinander verglichen. Erfreuliches Ergebnis: Keine der Organisationen verlangt von neuen Mitgliedern eine Aufnahmegebühr – das sah vor wenigen Jahren noch anders aus.

Allerdings hat sich bei den jährlichen Beiträgen vieler Automobilclubs eine Zweiklassengesellschaft herausgebildet: Neben einer günstigen einfachen Mitgliedschaft mit teilweise stark reduzierten Leistungen gibt es bei vielen Clubs eine All-Inclusive-Mitgliedschaft. Diese ist zwar wesentlich teurer, enthält aber das komplette Leistungsspektrum des Automobilclubs. So kostet etwa beim Marktführer ADAC die einfache Mitgliedschaft 44,50 Euro im Jahr, während für die umfassende PlusMitgliedschaft 79,50 Euro fällig werden.

Nur wenige Anbieter wie beispielsweise der ACE oder der ACV verzichten auf verschiedene Klassen. In unserer Tabelle haben wir immer die jeweils leistungsstärkste Mitgliedschaft aufgeführt. Der ACV ist mit 48,00 Euro momentan der günstigste Automobilclub, der ADAC verlangt die höchste Gebühr.

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Was die Leistungen betrifft, bildet die Pannen- und Unfallhilfe immer noch den Markenkern der Automobilclubs. Bei allen Anbietern gilt sie europaweit, was auch die Mittelmeer-Anreinerstaaten miteinschließt. Der AvD hilft seinen Mitgliedern sogar weltweit bei Pannen und Unfällen.

Alle Clubs sind über eine 24-Stunden-Notrufnummer zu erreichen. Der AvD setzt darüber hinaus auf eine kostenlose Notfallortung. Nach einem Unfall kann der Autofahrer per Tastendruck Hilfe rufen. Das Rettungsteam ortet das Fahrzeug im Idealfall dann per GPS-Sender bis auf wenige Meter genau.

Während der ADAC 1790 eigene Pannenfahrzeuge besitzt, arbeiten die anderen Clubs mit Servicepartnern zusammen. Die mobilen Kfz-Mechaniker sind in der Regel schnell erfolgreich: "Über 84 Prozent aller Pannen können an Ort und Stelle behoben werden“, weiß Jürgen Grieving aus der Externen Unternehmenskommunikation des ADAC. Die übrigen Schutzbriefleistungen sind vor allem für Mitglieder interessant, die oft mit ihrem Auto ins Ausland fahren.

Vorsicht: Einige Automobilclubs beschränken die Leistungen kostenmäßig. So bieten nur ACV, AvD und VCD einen unbegrenzten Schlüsselservice an. Auch bei der medizinischen Hilfe im Ausland gibt es Unterschiede: Bei einigen Clubs gelten die Leistungen nur in Europa, andere schützen auch Reisende in Übersee.

 

ADAC unterstützt eigene Flotte von Rettungsfliegern

Generell gilt: Hier kann sich die Mitgliedschaft in einem Automobilclub schnell auszahlen. So kostet beispielsweise ein Krankenrücktransport mit dem Flugzeug einen fünfstelligen Eurobetrag. Während die anderen Clubs in diesem Fall auf Servicepartner zurückgreifen, unterhält der ADAC eine eigene Flotte von Rettungsfliegern.

Doch auch Zuhause können die Mitglieder sparen: Fast alle Automobilclubs bieten günstige Versicherungen an. Während der ADAC auf eine eigene Police setzt, gewähren die anderen Clubs Vorteile bei namhaften Versicherern. So erhalten etwa alle ACV-Mitglieder bei der DEVK den günstigen Tarif für den öffentlichen Dienst.

In unserem Beispiel kostet die Kfz- Haftpflichtversicherung dann nur 172 Euro pro Jahr. Zusätzlicher Clou: Auch für alle anderen Policenwie Hausrat oder Privathaftpflicht gibt es die Spartarife. Darüber hinaus offerieren alle Automobilclubs außer der KS und der VCD kostenlose Fahrzeugchecks. Auch die weiteren Vergünstigungen und Rabatte können sich für Mitglieder auszahlen. Bei ACE, ADAC und AvD gibt es zum Beispiel Tankrabatte.

Doch nicht nur die Mitglieder profitieren von den Clubs: Die meisten Vereine sind zudem stark sozial engagiert. So unterstützt etwa der ACV unter anderem SOS-Kinderdörfer und die Arche. "Außerdem liegt uns besonders die Sportförderung von Kindern und Jugendlichen am Herzen“, sagt Horst Metzler.

 

Fazit

In Deutschland gibt es eine bunte Vielfalt an Automobilclubs. Zwar hat der Platzhirsch ADAC ein attraktives Angebot geschnürt, doch gerade kleinere Clubs bieten ganz spezielle Leistungen an. In puncto Preise sind sie mehr als wettbewerbsfähig - so bietet sich der ACV mit bis zu 39 Prozent Ersparnis als günstige Alternative zum ADAC an.

Doch Vorsicht: Finger weg von abgespeckten Mitgliedschaften! Diese locken mit halben Preisen, aber die geringen Leistungen sind oft ernüchternd. Verzichten Sie nicht auf den Schutzbrief und die wichtige medizinische Hilfe im Ausland. Falls Sie schon Mitglied in einem Automobilclub sind, besuchen Sie öfter mal die Homepage Ihres Clubs: Zu den vielen Vergünstigungen kommen immer wieder neue Rabatte hinzu.
Markus Bach

AUTO ZEITUNG

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