Autofolien: Kleben gegen Kratzer und Parkrempler Schutzschild

28.06.2011

Autofolien schützen nicht nur vor der Sonne. Sie können sogar Parkschäden verhindern. Was Aufkleber heute für Sie leisten

Die Franzosen werden uns wohl nie verstehen: Lackkratzer ärgern 95 Prozent der deutschen Autofahrer. Dabei ist eine Schramme schnell passiert: Beim Einparken passt der Vordermann kurz nicht auf, beim Einladen schleift der Koffer über die Ladekante, oder beim Einsteigen schlägt der Schlüsselbund gegen die Tür.

Doch so sehr wir uns über die Kratzer ärgern – nur wenige Autobesitzer lassen sie ausbessern. Scheitert das Auspolieren in der heimischen Garage, wird es aber teuer: Für die Neulackierung des verkratzten Teils berechnet die Werkstatt rund 500 bis 1500 Euro, für die günstigere Smart-Repair immerhin noch bis zu 250 Euro. So bleiben viele Schrammen unausgebessert und verunzieren den Lack. Doch spätestens beim Weiterverkauf des Autos oder der Rückgabe des Leasingwagens macht sich der Kratzer auch im Geldbeutel negativ bemerkbar.

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Moderne Autofolien sind daher eine günstige Alternative. Dabei müssen Sie nicht das ganze Auto mit Klebestreifen einkleiden, es reichen kleine, besonders gefährdete Bereiche. Die Folien (ab zehn Euro) schützen den Lack vor Steinschlägen, Korrosion, Schrammen und leichten Parkschäden. Und doch müssen die Zehntelmillimeter dünnen Hightech-Schichten gegen zahlreiche Vorurteile ankämpfen: Sie würden mit der Zeit vergilben und verdrecken, beim Aufkleben Falten werfen und sich spätestens nach einigen Wäschen wieder ablösen.

 

AUTOFOLIEN: FORSCHUNG GEGEN FALTEN

"Diese Probleme haben moderne Markenfolien nicht mehr“, weiß Arne Ruthenbeck, Produktmanager von Tesa. „Sie sind UV- und temperaturbeständig und ziehen sich mit der Zeit nicht zusammen.“ An den Rändern kann sich daher auf den ansonsten freiliegenden Kleberesten kein Staub sammeln. „Auch vor Hochdruckreinigern und Chemikalien brauchen sich unsere Folien nicht zu verstecken“, so Ruthenbeck. Die neueste Generation der Tesa-Schutzfolien ist zudem verformbar und passt sich der Karosserie an. „Dadurch bilden sich keine Falten beim Aufkleben.“ Ein Problem haben die Hersteller im wahrsten Sinne des Wortes allerdings noch nicht gelöst: Zieht man die Folien nach Jahren wieder ab, können Klebereste zurückbleiben. „Diese lassen sich jedoch leicht mit Waschbenzin entfernen“, sagt der Experte.

Auch die Seitenscheiben kann man durch Autofolien schützen: „Unsere Sicherheitsfolien sind durch bis zu drei verklebte Polyesterschichten extrem reiß- und schlagfest“, so Michael Scherzer, Vertriebsleiter von Foliatec. Die Scheibe mit der Folie verhält sich bei einem Unfall wie Verbundglas und schützt vor Splittern. Solche Aufkleber kaufen auch die Franzosen.
Markus Bach

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