Fünf mobile Navigationsgeräte im Test

Premium-Lotsen

Was die aktuellen Top-Navigationsgeräte von Navigon, TomTom und Co. wirklich können, zeigt unser aktueller Test

Fünf mobile Navigationsgeräte im Test

Der Boom der mobilen Navigationssysteme lässt nach: Während 2009 noch 3,8 Millionen Geräte verkauft wurden, waren es 2010 nur noch 3,4 Millionen. Für das Jahr 2011 rechnet die Branche mit einem um zehn Prozent weiter sinkenden Absatz. TomTom & Co. reagieren mit Preissenkungen und aufgepeppten Ausstattungen. Dabei gehen die einzelnen Hersteller recht unterschiedliche Wege. Wir wollen wissen, was die aktuellen Lotsen wirklich können und lassen die Premium-Produkte der fünf beliebtesten Navigationsgeräte-Hersteller gegeneinander antreten.

In einem praxisorientierten Vergleichstest sollen sie ihre Qualitäten beweisen und zeigen, ob sie eine gute Routenführung bieten und auch als nützliche Helfer taugen. Die Gemeinsamkeiten: Die mobilen Navis sind mit Europakarten bestückt, und alle – außer dem TomTom – lassen sich per Micro-SD um Zusatz-Regionen erweitern. Überraschenderweise werden alle Testkandidaten zu einem Listenpreis von knapp unter 300 Euro angeboten – trotz recht unterschiedlichen Ausstattungen.

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CLEVERE BEDIENHILFE

Das Becker Professional 43 Control punktet mit einer separaten funkgesteuerten Fernbedienung. Mit ihr kann man die wichtigsten Funktionen über einen Dreh-Drücksteller à la BMWs iDrive bedienen. Das funktioniert hervorragend. Das Falk Vision 700 bietet als Zusatzansicht fotorealistische Satellitenaufnahmen. Beim Garmin nüvi 3790T überzeugen das ultraflache Design mit Glas-Display sowie die Bedienung im iPhone-Stil. Das Navigon 70 Premium Live und das TomTom Go 1000 Live bieten dagegen einen kostenlosen Online-Zugang, der zum Beispiel für aktuelle Verkehrsinformationen nützlich ist.

Bei der Hauptaufgabe, dem Navigieren, überzeugen alle fünf getesteten Premiumgeräte. Lediglich das Schlusslicht des Tests, das Falk Vision 700, fand nicht immer auf Anhieb die optimale Route – Punktabzug. Bei der Stauerkennung gefallen die Online-Dienste vom Zweitplatzierten TomTom Go 100 Live und vom Testsieger Navigon 70 Premium Live. Letzterer bietet mit dem größten Display im Vergleich besonders gute Übersichtlichkeit, eine vorbildliche Kartendarstellung mit praktischen Orientierungspunkten und tempoabhängiges Zoomen. Nachteil des großen Displays: Der Batterie geht schnell der Saft aus (nach 109 Minuten). Die beste Ausdauer zeigt hier der Akku von Falk mit 202 Minuten. Bei den getesten Premium-Navigationsgeräten punkten auch die Saugnapfhalterungen mit Ausdauer, Vibrationsfreiheit und leichter Befestigung.
Holger Ippen

FAZIT

Der Testsieger Navigon 70 Premium Live überzeugt mit einfacher und klarer Bedienung sowie optimaler Kartendarstellung mit nützlichen Orientierungshilfen. Das zweitplatzierte TomTom Go 1000 Live punktet mit guter Qualität bei der Stauerkennung, der Stauanzeige per Entfernungsbalken sowie guter Stauumfahrung. Das funktioniert teilweise auch schon auf Nebenstraßen. Das drittplatzierte Garmin nüvi 3790T ist ein elegantes Gerät, das durch sein flaches Gehäuse auch für Fußgänger praktisch ist.

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