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Multimedia-Systeme: Neun Mittelklasse-Modelle im Praxistest

Total Bedient

Wir haben die Multimedia-Systeme in neun Mittelklassewagen einem Praxistest unterzogen. Selbst die Sieger konnten nicht ganz überzeugen

Wenn das Auto zum komplexen Multimedia-Center wird, hat eines oberste Priorität: eine gute Bedienung. Denn egal, was der Fahrer vorhat – seine SMS kontrollieren, eine Ausweichroute planen oder einfach nur Musik hören –, seine Aufmerksamkeit sollte immer der Straße gehören.

Wir wollten daher wissen, wie gut Mittelklasse-Autos die ständig zahlreicher werdenden Funktionen in den Bereichen Navigation, Telefon und Medien integrieren. Der Blick in die Preislisten lässt unsere Erwartungen steigen: Bei Kosten von 1090 bis 2300 Euro erwartet der Käufer Multimedia-Systeme auf Premium-Niveau. Denn für solche Summen bekommt man bis zu zehn mobile Navigationsgeräte der Spitzenklasse oder zwei Hightech-Nachrüstanlagen.

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Daher sollten die Systeme der Autohersteller mehr bieten – etwa eine Zusatzanzeige im Kombiinstrument. Doch nur Ford, Opel, Skoda und VW nutzen diese Option. Bis auf den Peugeot zeigen alle Fahrzeuge die aktuelle Geschwindigkeitsbegrenzung an. Dabei stützen sich nur der Opel Insignia und der VW Passat auf Kamera-Informationen – alle anderen verwenden Kartendaten. Solche Tempowarner bieten aber auch günstigere mobile Navis an.

Bei der Bedienung setzen die meisten Mittelklässler im Test auf Touchscreen-Displays, wenige Drehregler und Tasten. Daher fällt die Menüführung bei vielen Modellen sehr komplex aus, oft fehlt ein zentrales Hauptmenü. Die Premiummarken Audi und BMW zeigen, dass es mit einem Dreh-Drücksteller besser geht. Lediglich Peugeot und Renault bieten einen Joystick zur Steuerung an. Beide Systeme sind jedoch gewöhnungsbedürftig und funktionieren nicht optimal. Auch die Sprachsteuerung lässt zu wünschen übrig: Bei Ford, Hyundai, Skoda und VW versteht das Auto den Fahrer zwar am besten. Doch selbst in diesen Modellen verliert man schnell die Lust, da zu viele Schritte nötig sind und das System immer wieder bestätigend nachfragt.