AUTO ZEITUNG Ratgeber - Autokauf Sichere Geldanlage

06.10.2009

In Zeiten des Neuwagenbooms sollten Sie schon beim Erwerb Ihres Autos an den Wiederverkauf denken. Wir zeigen Ihnen die Autos mit den höchsten Restwerten und dazu alle Tipps, wie Sie mehr Geld beim Verkauf ihres Autos bekommen

Neuwagenkäufer haben das Privileg, ihr Auto ganz nach ihren Wünschen zusammenstellen zu können. So wird der Händler auch den grellgrünen Kompaktwagen mit eingebautem Navigationsgerät und tiefergelegtem Sportfahrwerk besorgen. Doch wie schlägt sich das Wunschauto nach drei, vier Jahren beim Wiederverkauf?

Generell gilt: Je mehr Angebot vorhanden ist, desto geringere Preise werden erzielt. Durch die Abwrackprämie wimmelt es derzeit auf dem Markt von kleinen Autos, die in einigen Jahren als Gebrauchte ihre Käufer finden müssen.

Doch Neuwagenbesitzer sind dem Wertverlust nicht hilflos ausgeliefert: Wer vor und nach dem Kauf einige Tipps beachtet, bekommt später mehr für sein Auto. Wir verraten Ihnen die Ausstattungen, die mit an Bord sein sollten und warnen vor Extras, die den Wert Ihres Wagens sogar senken können.

Zudem nennen wir Ihnen exklusiv die wertstabilsten Autos in acht Klassen. Damit Ihr Neuwagen nur seinen Kraftstoff und nicht Ihr Geld verbrennt. Markus Bach

NACH DEM KAUF

Wartungsintervalle einhalten
Ein scheckheftgepflegtes Auto, dessen Verschleißteile erneut wurden, beruhigt den Käufer.

Regelmäßig waschen
Wo sich Schmutz ansammelt, kann Rost entstehen. Daher nach dem Waschen Hohlräume säubern.

Keine Reparaturen aussitzen
Für Privatverkäufer besteht keine Gewährleistungspflicht, doch Defekte mindern den Wert.

Unfallfolgen beseitigen
Kleine Dellen oder Kratzer gelten nicht als Unfallschäden, verschlechtern aber den Gesamteindruck.

Motoröl kontrollieren
Die fehlende Schmierung schadet dem Motor. Leuchtet die Warnlampe, ist es fast zu spät.

Reifen überprüfen
Abgefahrene Pneus senken den Gebrauchtwagenwert. Auch aus Sicherheitsgründen vorher wechseln

Lack konservieren
Eine regelmäßige Politur mit Wachs schützt vor Sonne, Insekten, Vogelkot und bewahrt die Farbe.

Kunststoffe pflegen
Ausgeblichene Oberflächen lassen das Auto viel älter aussehen. Gummipflegemittel schaffen Abhilfe.

VOR DEM KAUF

Motor und Antrieb
Verzichten Sie auf Extreme unter der Haube: Weder der schwache Basismotor noch das schluckfreudige Top-Aggregat sind bei künftigen Käufern beliebt. Moderne Triebwerke lassen sich immer besser verkaufen. Bei Dieselfahrzeugen sollte unbedingt ein Partikelfilter mit an Bord sein. Vorsicht Geldvernichter: Außer bei SUV lohnt sich ein Allradantrieb nicht.

Getriebe
War eine Automatik früher nur in den Autos der Ober- und Luxusklasse zu Hause, erobert sie heute Golf und Co. In den Modellen der Kompakt-und Mittelklasse kann daher frei gewählt werden, bei Kleinwagen sollten Sie den Schalter vorziehen. Bei großen Limousinen wird ein Automatikgetriebe vorausgesetzt.

Sicherheit
ABS, ESP, Servolenkung sowie Doppel- und Seitenairbags sollten heute in jedem Auto dabei sein. Kopfairbags, Kurvenlicht, Spur- und Bremsassistenten erhöhen ab der Mittelklasse den Restwert.

Klimaanlage
Die Investition in einen kühlen Kopf lohnt sich immer – selbst bei Kleinwagen. Eine Klimaautomatik ist erst ab der Mittelklasse Pflicht.

Multimedia
Während ein CD-Radio meist serienmäßig ist, wird ein Multifunktionslenkrad ab der Kompaktklasse erwartet. Serienmäßige Navigationssysteme rechnen sich in den kleineren Klassen nicht – die Geräte veralten schnell, und mobile Navis sind günstiger. Ab der Mittelklasse sollten Autos eine Freisprecheinrichtung bieten.

Sitze
Für eine ordentliche Bestuhlung greifen Käufer gern etwas tiefer in die Tasche: Eine Höheneinstellung sollte an Bord sein, ab Golf und Co. auch eine Sitzheizung. Bei Schräghecks macht sich eine umlegbare Rücksitzlehne bezahlt.

Scheinwerfer
Adaptives Kurvenlicht gehört bereits bei einigen Kleinwagen zur Ausstattung. Wichtiger sind jedoch Nebelscheinwerfer – obwohl sie selten benutzt werden. (Bi-)Xenonlicht wird aber nur in den oberen Klassen erwartet.

Räder
Das schönste Auto wirkt mit billigen Radkappen nur zweitklassig. Daher sind Leichtmetallräder eine lohnende Investition. Sie sollten jedoch aus dem Programm des Herstellers oder von einem namhaften Zulieferer stammen. Breite Reifen erhöhen den Eindruck zusätzlich – außer bei Kleinwagen oder Spritsparmodellen.

SO WICHTIG IST DIE FARBE

Die falsche Lackierung kann den Wert eines Autos um Tausende Euro senken. Daher Finger weg von Modetönen: Obwohl Weiß gerade eine Renaissance erlebt, kann der Trend schnell wieder verschwinden. Günstiger sind Klassiker wie Schwarz oder Dunkelblau. Bunte Farben wie Rot passen besser zu kleineren Autos.



1 Jahresfahrleistung 12 000 km; 2 Jahresfahrleistung 20 000 km; 3 Jahresfahrleistung 30 000 km

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