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Neuer Ford Kuga im Kompakt-SUV-Test

Starker Wettkampf

Fahrkomfort

Als einziger im Vergleichstest tritt der VW Tiguan mit adaptiven Dämpfern (1100 Euro) an – und diese Investition lohnt sich. Nahezu jegliche Unebenheiten schirmt der Tiguan gekonnt von den Insassen ab. Auch bei voller Beladung arbeitet das Fahrwerk sauber, erst auf extrem welligen Pisten kommt der Wolfsburger an seine Grenzen. Etwas harmonischer arbeitet im beladenen Zustand das Kuga-Fahrwerk, das auch bei leerem Fahrzeug leise und sensibel federt. Vor allem Kanten schluckt es besser als das der japanischen Rivalen. Unter ihnen sticht der Nissan hervor, denn er weist auf unebener Piste wesentlich weniger Karosseriezittern auf als Honda und Mazda. Der Mazda CX-5 ist straffer abgestimmt als der Honda CR-V. Querfugen reichen aber die Hinterachsen beider recht trocken weiter.

Gleichwertig sind sie auch, was den Sitzkomfort betrifft. Ihre Sitze sind bequem, bieten aber wenig Seitenhalt, ebenso wie der mit harten Ledersitzen ausgestattete Nissan. In Ford und VW fühlt man sich auf den besser konturierten Stoffsitzen wohler, die auch bei schneller Kurvenfahrt ordentlich stützen. Im Tiguan gefallen vor allem auf der Rückbank die angenehme Sitzposition und die gute Beinauflage.

Auch bei der Ergonomie leistet sich der VW keine Schwäche. Das Cockpit ist am übersichtlichsten aufgeteilt und selbsterklärend. So ist beispielsweise die Bedienung der Bluetooth-Freisprecheinrichtung (295 Euro) per Multifunktionslenkrad (350 Euro) bei der Fahrt möglich. Wer die serienmäßige Telefoneinrichtung im Nissan bedient, muss zwangsläufig auf das Display in der Mittelkonsole achten, um Telefonkontakte auszuwählen.

Was die Innengeräusche angeht, hat ebenfalls der VW die Nase vorn. Allerdings weist auch der Mazda einen sehr gut gedämmten Innenraum und nur wenig Windgeräusche bei schneller Fahrt auf. Im Ford dringen Motorgeräusche bei hohen Drehzahlen deutlicher in den Innenraum vor, was aber auf langen Autobahnetappen nicht störend auffällt. Am lautesten ist es im Inneren von Honda und Nissan. Vor allem der Qashqai stört mit lauten Wind- und Fahrwerksgeräuschen.

Aufgrund ihrer Ausgewogenheit setzen sich der Ford und der VW in diesem Kapitel an die Spitze.

FahrkomfortMax. PunkteVW Tiguan 2.0 TDI 4MOTION BMTFord Kuga 2.0 TDCi 4x4Honda CR-V 2.2 i-DTEC 4WDMazda CX-5 2.2 Skyactiv-D AWDNissan Qashqai 4x4 1.6 dCi
Sitzkomfort vorn150120119114114105
Sitzkomfort hinten1007269686968
Ergonomie150135130127128126
Innengeräusche503229283128
Geräuscheindruck1007169677067
Klimatisierung503233343239
Federung leer200146141135133137
Federung beladen200139141131130129
Kapitelbewertung1000747731704707699
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Motor & Getriebe

Mit den neuen Dieselaggregaten hat Mazda einen brillanten Job gemacht.

Die neue, im Vergleich zur Konkurrenz niedrig verdichtete Selbstzünder-Generation liefert bereits ab knapp über Leerlaufdrehzahl druckvollen Vortrieb und arbeitet sich lustvoll wie ein Benziner in hohe Drehzahlregionen vor. Nur der bekanntermaßen gute Triebsatz des CR-V kommt ebenso gut in Schwung. Selbst der Nissan mit seinem kleinen Motor hängt die beiden deutschen Konkurrenten im Sprint noch ab, wobei der Diesel des Ford bei höheren Geschwindigkeiten munterer wirkt als der des Tiguan. Dessen lang übersetzter sechster Gang reduziert zwar erfolgreich die Drehzahl, hinterlässt aber bei spontanen Überholmanövern einen sehr lethargischen Eindruck.

Die lockere Kraftentfaltung von Honda und Mazda geht einher mit einer sanften Laufkultur – die beiden deutschen SUV sind deutlicher als Diesel zu erkennen.

Wie gut sich ein spritziger Antritt mit einem niedrigen Verbrauch kombinieren lässt, demonstriert der CX-5. Gerade einmal 6,3 Liter Diesel benötigt er für 100 km Strecke. Der gleich starke Honda gönnt sich für dieselbe Distanz 0,8 Liter mehr. Auch der schwächere Ford-Diesel verbrennt einen halben Liter mehr Kraftstoff. Selbst der Tiguan mit auf Sparsamkeit ausgerichteten sechstem Gang ist mit 6,4 Litern nicht genügsamer. Hier zeigt sich, wie gut die neuen Mazda-Aggregate sind. Noch sparsamer präsentiert sich jedoch der nur 1,6 Liter große Motor des Qasqhai. Kaum langsamer im Antritt, gönnt sich der mit 130 PS schwächste Motor im Quintett gerade einmal 5,9 Liter Diesel pro 100 Kilometer.

Nicht ganz so überzeugend ist dabei das teilweise hakelige Getriebe des Qasqhai. Insbesondere beim Herunterschalten verlangt es hier und da etwas Nachdruck. Wie es besser geht, zeigen die vier Gegner. Insbesondere Ford und VW gefallen mit ihren leichtgängigen und exakt geführten Schaltboxen.

Motor und getriebeMax. PunkteVW Tiguan 2.0 TDI 4MOTION BMTFord Kuga 2.0 TDCi 4x4Honda CR-V 2.2 i-DTEC 4WDMazda CX-5 2.2 Skyactiv-D AWDNissan Qashqai 4x4 1.6 dCi
Beschleunigung150948710110495
Elastizität1006368767463
Höchstgeschwindigkeit1504644465146
Getriebeabstufung1008283838378
Kraftentfaltung503435373633
Laufkultur1006868707065
Verbrauch325260253247262270
Reichweite252017151823
Kapitelbewertung1000667655675698673
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

VW Tiguan 2.0 TDI 4MOTION BMT

PS/KW 140/103

0-100 km/h in 10.50s

Allradantrieb, permanent, 6 Gang manuell

Spitze 190 km/h

Preis 32.130,00 €

Ford Kuga 2.0 TDCi 4x4

PS/KW 140/103

0-100 km/h in 11.50s

Allradantrieb, permanent, 6 Gang manuell

Spitze 188 km/h

Preis 29.950,00 €

Honda CR-V 2.2 i-DTEC 4WD

PS/KW 150/110

0-100 km/h in 9.50s

Allradantrieb, permanent, 6 Gang manuell

Spitze 190 km/h

Preis 29.951,00 €

Mazda CX-5 2.2 Skyactiv-D AWD

PS/KW 150/110

0-100 km/h in 9.10s

Allradantrieb, permanent, 6 Gang manuell

Spitze 197 km/h

Preis 30.390,00 €

Nissan Qashqai 4x4 1.6 dCi

PS/KW 131/96

0-100 km/h in 10.40s

Allrad, zuschaltbar, 6 Gang manuell

Spitze 190 km/h

Preis 30.190,00 €