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Neuer Ford Kuga im Kompakt-SUV-Test

Starker Wettkampf

Mit dem neuen Kuga will Ford bei den Kompakt-SUV verlorenen Boden zurückerobern. Erster Vergleichstest gegen Honda CR-V, Mazda CX-5, Nissan Qasqhai und den Klassenprimus VW Tiguan

Seit einigen Jahren erfreuen sich SUV stetig wachsender Beliebtheit. Sie überzeugen vor allem mit gutem Platzangebot und erhöhter Sitzposition. Meist sind sie dank optionalem Allradantrieb auch für Ausflüge in leichtes Gelände geeignet. Seit 2008 mischt Ford im Kompakt-SUV-Segment mit und schickt nun die zweite Generation des Kuga auf den Markt. Im ersten Vergleich muss sich der Kölner mit Allradantrieb 4x4 und 140 PS starkem 2,0-Liter-TDCi dem Platzhirsch VW Tiguan 2.0 TDI 4Motion mit ebenfalls 140 PS stellen. Zusätzliche Würze bringen in diesen Vergleichstest drei japanische Allrad-SUV: Honda CR-V 2.2 i-DETC (150 PS), Mazda CX-5 2.2 SKYACTIV-D (150 PS) und der Nissan Qashqai 1.6 dCi (130 PS). Kann der Tiguan seine Vormachtstellung in dieser Klasse behaupten, oder kann ihn der Kuga vom Thron stoßen?

Karosserie

In puncto Raumangebot kann dem VW Tiguan keiner seiner Kontrahenten das Wasser reichen. Vorn bietet das offen gestaltete Cockpit des Wolfsburgers am meisten Bewegungsfreiraum. Auch der neue Ford Kuga punktet mit ausreichend Platz in jede Richtung, aber sein wuchtiges Armaturenbrett und die breite Mittelkonsole engen die Insassen etwas mehr ein. Im Honda schränkt die sportlich tiefe Sitzposition die Arm- und Beinfreiheit nicht maßgeblich ein. Im CX-5 sitzt man etwas höher, dennoch ist genügend Kopffreiheit vorhanden. Lediglich der tiefe Dacheinzug stört – wie auch im Qashqai. Im Nissan ragt das massive Armaturenbrett zudem weit in den Beifahrerfußraum hinein.

Im Fond sitzen drei Passagiere auch im VW am bequemsten und freuen sich über den größten Türeinstieg. Im Ford mindert lediglich das Panorama-Schiebedach (1100 Euro) die Kopffreiheit. Der CR-V bietet vor allem für die Beine viel Freiraum, und der CX-5 lässt nach oben hin am meisten Luft. Deutlich beengter reist man auf der Rücksitzbank des Nissan.

Auch beim Kofferraumvergleich muss sich der Qashqai mit einem Fassungsvermögen von 410 bis 1513 Litern hinten anstellen. In den VW passen bei aufgerichteten Sitzen 60 Liter mehr hinein, bei umgeklappter Rückbank allerdings geringfügig weniger. Mit 481 bis 1653 Litern hat der Ford deutlich mehr zu bieten. Zudem lässt sich die Fondlehne in der Neigung einstellen, wodurch sich der Laderaum besser nutzen lässt. Jedoch rangiert der Mazda dank seines standardmäßigen rund 20 Liter größeren Kofferraums noch vor dem Kuga. Nichtsdestotrotz offeriert der Honda mit üppigen 589 bis 1669 Litern am meisten Platz für das Gepäck.

Auch die Zuladung des CR-V von 511 Kilogramm und eine maximale Anhängelast von zwei Tonnen sind ordentlich, doch der Tiguan bietet hier noch mehr. Der VW darf 556 kg einladen und 2200 Kilogramm anhängen – das sind 800 kg mehr als das Schlusslicht Qashqai (Zuladung 489 kg). Mit rund 500 kg Zuladung sowie einer Anhängelast von jeweils 2100 kg bilden der Ford und der Mazda das Mittelfeld.

Der CX-5 ist dagegen absoluter Spitzenreiter, was die Sicherheitsausstattung betrifft. Er rollt serienmäßig mit Abstandswarner, Spurhalteassistent sowie Regenund Lichtsensoren vom Hof des Mazda-Händlers. Außerdem spendieren die Japaner ihrem SUV ab Werk einen Notbremsassistenten, der in diesem Quintett optional nur noch für den Kuga (350 Euro) erhältlich ist. Des Weiteren bietet das Fahrerassistenz-Paket von Ford (1500 Euro) sinnvolle elektronische Helfer wie beispielsweise Müdigkeitswarner, Spurhaltesowie Spurwechselassistent und eine Verkehrsschilderkennung. Letztere gibt es darüber hinaus nur noch im VW Tiguan samt Tempomat für 320 Euro zusätzlich.

Im Basispreis der drei Japaner ist eine Klimaautomatik bereits inbegriffen. Ford berechnet dafür 405, VW 365 Euro. Wer darüber hinaus auf Leichtmetallfelgen nicht verzichten will, muss beim Kuga 950 Euro draufzahlen. Der Nissan punktet als einziger mit einem serienmäßig integrierten Navigationssystem.

Was die Verarbeitung angeht, muss man im von Hartplastik dominierten und nicht vollkommen sauber verarbeiteten Qashqai-Innenraum allerdings Abstriche machen. Auch im Ford fehlt es im Detail an Genauigkeit. Etwas hochwertiger wirken die SUV von Honda und Mazda, die Qualität des VW-Interieurs ist jedoch noch besser.

KarosserieMax. PunkteVW Tiguan 2.0 TDI 4MOTION BMTFord Kuga 2.0 TDCi 4x4Honda CR-V 2.2 i-DTEC 4WDMazda CX-5 2.2 Skyactiv-D AWDNissan Qashqai 4x4 1.6 dCi
Raumangebot vorn1007876767567
Raumangebot hinten1006765656562
Übersichtlichkeit705353504944
Bedienung/ Funktion1008884838583
Kofferraumvolumen1004750635240
Variabilität1003637323428
Zuladung/ Anhängelast804741414034
Sicherheit1507776668671
Qualität/ Verarbeitung200179172174174172
Kapitelbewertung1000672654650660601
Bewertung aller Fahrzeuge ansehen

Inhaltsübersicht

Autos im Test

VW Tiguan 2.0 TDI 4MOTION BMT

PS/KW 140/103

0-100 km/h in 10.50s

Allradantrieb, permanent, 6 Gang manuell

Spitze 190 km/h

Preis 32.130,00 €

Ford Kuga 2.0 TDCi 4x4

PS/KW 140/103

0-100 km/h in 11.50s

Allradantrieb, permanent, 6 Gang manuell

Spitze 188 km/h

Preis 29.950,00 €

Honda CR-V 2.2 i-DTEC 4WD

PS/KW 150/110

0-100 km/h in 9.50s

Allradantrieb, permanent, 6 Gang manuell

Spitze 190 km/h

Preis 29.951,00 €

Mazda CX-5 2.2 Skyactiv-D AWD

PS/KW 150/110

0-100 km/h in 9.10s

Allradantrieb, permanent, 6 Gang manuell

Spitze 197 km/h

Preis 30.390,00 €

Nissan Qashqai 4x4 1.6 dCi

PS/KW 131/96

0-100 km/h in 10.40s

Allrad, zuschaltbar, 6 Gang manuell

Spitze 190 km/h

Preis 30.190,00 €