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VW Sharan und Ford Galaxy im Vergleichstest

VW Sharan und Ford Galaxy

Mit dem neuen Sharan meldet sich VW zurück in der Klasse der komfortablen Raumwunder. Im ersten Vergleich trifft der VW auf den Ford Galaxy

Es ist schon erstaunlich, was Autos mit ihrem Fahrer anstellen. Da ist man drei Wochen in einem geräumigen Kombi unterwegs und meint, der sei das Maß der Dinge. Und dann sitzt man plötzlich am Steuer des neuen VW Sharan oder des aufgefrischten Ford Galaxy. Der übrige Verkehr spielt eine halbe Etage weiter unten, und der im Rücken liegende XXL-Innenraum ist ein stummes Versprechen: Komme was wolle, für jeden und alles ist gesorgt.

Gibt es vernünftigere Fahrzeuge, um mit Freunden oder Familie komfortabel und stressfrei von A nach B zu kommen? Man denkt kurz an die Erste-Klasse-Wagen des ICE, doch sofort ploppen Bilder von quäkenden Dauer-Telefonierern und überforderten Klimaanlagen hoch. Ach ne, dann doch lieber Van fahren, ist ja auch praktischer für den Einkauf. Nur welcher der getesteten 140-PS-Diesel soll es denn sein?

Karosserie

Gefällig kommen beide daher mit ihrem burschikosen Karosseriekörper und der steil ansteigenden Nase, die die Übersicht allerdings beeinträchtigt. Auch die Kofferraumvolumina ähneln sich. 830 (Galaxy) und 809 Liter (Sharan) lassen sich bis zur Oberkante der zweiten Sitzreihe stapeln, bei umgelegten Rücksitzen sind es hier wie da rund 2,3 Kubikmeter, die mit auf Reisen können.

Eine umklappbare Beifahrersitzlehne bietet zwar nur der Sharan (serienmäßig ab Comfortline). Dennoch zeigt sich der Ford Galaxy variabler, weil der 140-PS-Diesel schon in der Basisausstattung Trend als Siebensitzer aufläuft. VW lässt dem Sharan-Käufer die Wahl zwischen der Fünfsitzer-Basis oder – gegen 1535 Euro Aufpreis – sechs oder sieben Sitzen. So oder so. Platz gibt es in Hülle und Fülle, wobei der Ford dank wahrhaft fürstlicher Kopffreiheit und der größeren Innenbreite vorn einen Tick luftiger wirkt als der gewiss nicht schlechte VW. In Führung geht der Sharan erst beim Blick auf vermeintliche Details. So darf er 400 Kilogramm mehr an den Anhängehaken nehmen und rund 50 Kilogramm mehr zuladen. Hinzu kommen die eingängigere Menüführung von Navigation, Radio und Bordcomputer, die elegantere, auch von zierlichen Frauen bedienbare Umklapp-Mimik der hintersten Sitzreihe und nicht zuletzt der Vorteil der hinteren Schiebetüren. Wenn sich die Karosserie rund 1,90 Meter breit macht, lassen sich konventionelle Türen in vielen Parklücken kaum noch öffnen. Da wirkt die von VW gewählte Lösung der leicht und leise gleitenden Schiebetüren fast täglich besonders sympathisch.

Zum knappen Sieg des VW Sharan im Karosserie-Kapitel tragen auch die serienmäßigen Notlaufreifen samt Pannen-Warnung bei. Innovativer ist trotzdem der Galaxy, denn die Modellpflege brachte ihm eine Fülle von Assistenzsystemen zur Unfallvermeidung, die in Paketen geordert werden können: Es gibt nicht nur Fernlicht-, Müdigkeits- und Spurhalteassistent, sondern auch Toter-Winkel- und Frontalcrash- Warner sowie einen Abstandregeltempomaten. VW ist da erheblich schlechter aufgestellt, erwägt aber, im nächsten Jahr mit einem Spurhalteassistenten nachzulegen.

KarosserieMax. PunkteVW Sharan 2.0 TDI DSGFord Galaxy 2.0 TDCi Powershift
Raumangebot vorn1008688
Raumangebot hinten1009596
Übersichtlichkeit703637
Bedienung/ Funktion1009284
Kofferraumvolumen1009699
Variabilität1005865
Zuladung/ Anhängelast805547
Sicherheit15010598
Qualität/ Verarbeitung200174174
Kapitelbewertung1000797788
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

VW Sharan 2.0 TDI DSG

PS/KW 140/103

0-100 km/h in 11.10s

Vorderrad, 6-Gang-Doppelkupplung

Spitze 191 km/h

Preis 34.255,00 €

Ford Galaxy 2.0 TDCi Powershift

PS/KW 140/103

0-100 km/h in 11.80s

Vorderrad, 6-Gang-Doppelkupplung

Spitze 190 km/h

Preis 36.675,00 €