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VW Passat Variant: Vergleichstest vs. BMW Mercedes und Co.

Führungsanspruch


Opel Insignia Sports Tourer
2.0 CDTI ecoFlex:

Auch wenn er mit den vorderen Platzierungen in der Gesamtwertung nichts zu tun hat, kann der Opel Insignia Sports Tourer 2.0 CDTI ecoFlex mit seiner Leistung in diesem Vergleichstest durchaus beeindrucken. Als einziger Kandidat rollt er gänzlich ohne Optionen in den Bereichen Antrieb, Reifen und Sitze auf den Redaktionsparkplatz – und bleibt somit als Einziger unter 30.000 Euro. Zusammen mit der günstigsten Wertverlust-Prognose legt der Rüsselsheimer damit schon einmal den Grundstein für den Sieg im Kostenkapitel.

Insignia Sports Tourer: Sitzkomfort im Fond wie im VW Passat

Zur preislichen Attraktivität des Opel trägt natürlich auch sein effizienter, 140 PS starker 2,0-Liter-Turbodiesel bei. Nur 5,5 Liter Diesel strömen auf 100 Kilometern durch das Einspritzsystem des Insignia Sports Tourer. Eine Füllung des 70-Liter-Tanks reicht somit für 1273 Kilometer – ein weiterer Bestwert. Die Zurückhaltung an der Zapfsäule muss dabei keineswegs mit enttäuschenden Fahrleistungen erkauft werden.

Mit einer Zeit von 10,1 Sekunden für den Sprint aus dem Stand auf 100 km/h ist der Opel in dieser Disziplin zwar der Zweitlangsamste nach dem Hyundai, die Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h bietet aber keinen Grund zur Klage. Der Motor könnte allerdings kultivierter zu Werke gehen. Vor allem in höheren Drehzahlbereichen wirkt der Vierzylinder angestrengt. Somit leistet der CDTI-Motor einen spürbaren Anteil am hohen Geräuschniveau im Innenraum, das mit steigendem Tempo aber von den immer stärker werdenden Windgeräuschen dominiert wird.

Die Seriensitze für Fahrer und Beifahrer sind ausreichend groß dimensioniert und bieten guten Komfort. Steigern ließe sich dieser noch durch die sehr empfehlenswerten Premium-Sitze mit dem AGR-Gütesiegel (Aktion Gesunder Rücken), die mit 390 Euro (Fahrer) bzw. 395 Euro (Beifahrer) in der Preisliste stehen.

Auch die Fondpassagiere fühlten sich im Insignia Sports Tourer bestens untergebracht. Mit ihrer straffen Polsterung und der fein konturierten Sitzlehne sowie -fläche steht die Rückbank in puncto Komfort der des VW Passat in nichts nach. Von dem üppigen Raumangebot des Wolfsburgers ist der Opel allerdings vorn wie hinten deutlich entfernt. Dies ist ebenso auf die geradezu coupéhafte Linienführung des Sports Tourer zurückzuführen wie die schlechte Übersichtlichkeit.

Bei der Neuwagenkonfiguration sollten Kunden die Häkchen bei der Einparkhilfe vorn und hinten (555 € im Paket) deshalb nicht vergessen. Die Rückfahrkamera für 490 € (ab Ausstattung Edition) ist ebenfalls eine Überlegung wert. In der Fahrdynamik bietet der Opel nur Durchschnitt. Auf dem Handlingkurs, im Slalom und beim Bremsen fällt der Rüsselsheimer weder positiv noch negativ auf.

Den Opel gibt es auch als Business Edition. Im Grundpreis fünf Euro günstiger als das Basismodell Selection, bietet er serienmäßig unter anderem attraktive Details wie Navisystem oder die Einparkhilfe vorn und hinten Allerdings rollt die Business Edition nur auf 16-Zoll-Rädern, 17-Zöller wie beim Testwagen kosten 420 Euro. Das wiederum hätte zu einer schlechteren Bewertung im Kostenkapitel geführt – am sechsten Platz des Opel allerdings nichts geändert.

Alexander Lidl, Carsten van Zanten