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SUV-Vergleich 2012: Volvo XC60 D4 gegen Volvo XC90 D4

Generationswechsel

SUV-Vergleichstest 2012: Auch bei Volvo stellt sich die Frage - klein oder groß? XC60 und XC90 trennen 18 Zentimeter Länge und fünf Jahre

Die schwedische Premium-Marke Volvo sortiert gerade ihre Nomenklatur neu: Das Kürzel XC soll künftig echten SUV vorbehalten bleiben. Die hochgelegten Kombis hören wiederauf den früheren Namen Cross-Country. Außerdem wurden die Motorvarianten aller Modelle einheitlich von D2 (115-PS-Diesel) bis T6 (304-PS-Benziner) durchdekliniert und das Angebot gestrafft.

Das gilt auch für die SUV. So ist der Urvater der Kletterkünstler aus Schweden, der seit 2003 angebotene XC90, nur noch als D4 mit 163- und als D5 mit 200-Diesel-PS zu haben. Der Allradantrieb bleibt der stärkeren Variante vorbehalten. Der fünf Jahre jüngere XC60 wird weiter mit Diesel- und Benzinmotoren von 136 bis 304 PS verkauft, der Allradantrieb ist auch hier für die stärkeren Modelle reserviert (hier geht's zur SUV-Umfrage).

Volvo XC90: Platz für bis zu sieben Personen

Bei beiden SUV gehören D4-Diesel mit 163 PS und 2,0 (XC60) beziehungsweise 2,4 Liter Hubraum (XC90) zu den beliebtesten Versionen, obwohl nur der kompakte XC60 gegen 2180 Euro Aufpreis auch mit Allradantrieb geliefert wird. Mit 41.350 Euro ist selbst der frontgetriebene XC90 knapp 4000 Euro teurer – lohnt sich das? Das ist wie fast immer eine Frage der Bedürfnisse.

Der Volvo XC90 ist nicht nur 18 Zentimeter länger, sondern auch variabler und viel geräumiger als sein kleinerer Verwandter: Serienmäßig verfügt er über eine dritte, ausklappbare Sitzreihe und bietet damit bis zu sieben Insassen Platz. Dabei muss die dritte Reihe keineswegs Kindern vorbehalten bleiben. Die Sitze in der zweiten Reihe sind zudem in Längsrichtung verschiebbar und lassen sich einzeln umlegen, sodass bei Bedarf bis zu 1837 Liter Laderaum zur Verfügung stehen.

Hier kann der XC60 naturgemäß nicht ganz mithalten, was nicht nur an seinen geringeren Abmessungen liegt, sondern auch an der Karosserieform: Unter der modischschrägen Heckklappe finden nur bis zu 1455 Liter Gepäck Platz. Hier ist der XC 90, der mit den klaren Kanten des alten Volvo-Designs vorfährt, deutlich im Vorteil.

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Doch sein Alter merkt man dem großen Schweden auch sonst an: Das Interieur, die weicheren Sitze und die Bedienung sind trotz des Facelifts 2011 in die Jahre gekommen.

Dagegen wirkt der XC60 deutlich sportlicher und agiler. Das gilt auch für seinen Fünfzylinder-Diesel, der trotz weniger Hubraum mehr Drehmoment und Temperament bei deutlich reduziertem Normverbrauch bietet. Eine Rolle spielt hier aber auch das geringere Gewicht. Dafür ist der XC90 in puncto Anhängelast mit 1800 Kilogramm um 200 Kilo im Vorteil.

Die beim Volvo XC60 optionale Sechsstufen-Automatik (2100 Euro) reagiert schneller als das serienmäßige Gegenstück im XC90. Dazu sind die XC60-Sitze straff und komfortabel zugleich, die Lenkung ist direkter, die Bedienung einfacher und selbsterklärend. Bei den Sicherheitsausstattung ist der XC60 klar besser: Serienmäßig oder optional bietet er fast alle modernen Assistenzsysteme, der betagte XC90 fast nichts.

Fazit

Dem XC90 merkt man sein Alter an. Besonders bei den elektronischen Helfern wie dem Abstandsradar oder dem Notbremssystem mit Fußgängererkennung hat er gegenüber dem kleineren XC60 das Nachsehen. Auch der Verbrauch ist im Vergleich zu hoch. Dafür hat das große Schiff aus Schweden Platz für sieben Insassen und ist generell deutlich geräumiger. Das muss einem aber rund 4000 Euro Aufpreis wert sein.
Klaus Uckrow

>>Alle technischen Daten finden Sie auf der nächsten Seite