Möchten Sie auf die mobile Seite wechseln?

JA NEIN

SUV-Vergleich: Land Rover Discovery, Jeep Grand Cherokee & VW Touareg

Drei edle Waldarbeiter

Mit feinster Offroad-Technik sollen diese drei Schwergewichte abseits der Straßen weiter kommen als herkömmliche SUV. Doch wer hat noch das Zeug zum echten Geländewagen?

Land Rover und Jeep – zwei Synonyme für beste Offroadqualitäten und eine beeindruckend lange Geländewagen-Ahnenreihe, die derzeit mit Discovery und Grand Cherokee fortgeführt wird. Allerdings stehen ihnen heute moderne Tausendsassa wie der VW Touareg entgegen. Effiziente Antriebstechnik, reichlich Komfort und viel Power bieten alle. Schließlich arbeiten unter den Hauben kräftige Dreiliter-Turbodiesel mit rund 250 PS. Aber  wer  taugt  am  ehesten  für  eine Abenteuerreise rund um die Welt? Ein großer Vergleichstest mit zusätzlicher Offroad-Wertung liefert die Antwort.

Karosserie

Die Außenmaße und der optische Eindruck täuschen ein wenig. Zwar ist der Land Rover Discovery mit 4,84 Meter Länge und 1,88 Meter Höhe größer als die zwei Mitstreiter. Doch auf den fünf Sitzen haben die Insassen nicht ganz so viel Platz. Vor allem für Ellenbogen und Knie wird in den Fonds von VW und Jeep etwas mehr Bewegungsfreiheit geboten. Über den Köpfen bleibt im Landy aber ohne Frage der meiste Raum – trotz des luftigen, dreiteiligen Glasdachs. Und im Kofferraumboden versteckt der Engländer als einziger zwei ausklappbare, vollwertige Sitze (1570 Euro). Mit eigenem Glasfenster über dem Kopf, zwei großen Seitenscheiben und Extrafächern samt Getränkehaltern kann man es sich in der dritten Reihe sogar als Erwachsener gemütlich machen. Dasvollwertige Ersatzrad hängt dafür unter dem Unterboden. Anders als im Jeep lassen sich im Land Rover alle Fahrzeugecken genau abschätzen. Beim Amerikaner stören die flachere Frontscheibe und die dynamischere Form mit dem kleinen Heckfenster. Dafür ist das große Dieselmodell in der Basisversion Limited schon serienmäßig mit Einparkhilfe vorn und hinten sowie einer Rückfahrkamera ausgerüstet. Überhaupt beeindruckt die Ausstattung des Grand Cherokee nach dem Facelift. Im Gegensatz zum Land Rover sind hier jetzt Abstandswarner und -regler sowie Spurwechsel- und Fernlichtassistenten zu haben (Overland-Ausstattung: 9400 Euro). Bleibt abzuwarten, ob Land Rover mit der angekündigten Modellüberarbeitung zum Jahreswechsel gleichzieht. Touareg-Fahrer dürfen sich sämtliche modernen Assistenten aus dem Sortiment an Bord holen. Selbst eine Notbremsfunktion für den Stadtverkehr (ACC: 2195 Euro) und ein Spurhalteassistent (535 Euro) sind zu haben. Ist der VW mit allem Erhältlichen bestückt, wirkt der Innenraum trotzdem ordentlich und aufgeräumt. Die komplexen elektronischen Einstellungen werden über den großen Bildschirm mit Be-rührungsfunktion oder über Tasten am Lenkrad und den Bordcomputer gesteuert. Im Gegensatz zum ähnlich funktionierenden Prinzip beim Jeep bleiben im VW dabei keine Fragen offen. Die Menüführung im Grand Cherokee ist dagegen etwas unübersichtlich. Und nicht immer versteckt sich hinter einem Menüpunkt das gewünschte Untermenü. Dafür hinterlässt der Innenraum des Jeep einen sehr edlen Eindruck. Materialanmutung und Verarbeitung wirken hochwertig – von der Armaturenbespannung mit Leder samt Nähten bis hin zu den plüschig rustikalen Fußmatten. Ist da schon der italienische Einfluss der neuen Konzernmutter Fiat zu erkennen? Nicht zu verachten ist auch der großzügig bemessene Kofferraum des Grand Cherokee. Als Fünfsitzer nimmt er es mit 782 Litern (Dachkante) auf, umgeklappt sind es 1554 Liter. Weil die Kastenform im Discovery gut ausgenutzt wurde, liegt das maximale Ladevolumen hier sogar bei 2558 Litern. Bis unter die Abdeckung sind es immer noch überdurchschnittliche 601 Liter. Der Touareg markiert mit 580 bis 1642 Liter den Klassendurchschnitt. Dafür lassen sich seine Rücksitzlehnen per Knopfdruck vom Kofferraum aus umlegen (125 Euro). Und mit 640 Kilogramm verträgt er als Leichtester im Testfeld den schwersten Ballast. Der Jeep nimmt es mit bis zu 539 Kilogramm auf, der sehr schwere Discovery immerhin noch mit 612 Kilogramm. Voll beladen wird aus dem Engländer so ein  3240 Kilogramm schwerer Brocken.

KarosserieMax. PunkteVW TOUAREG V6 TDI BlueMotion Technology TERRAIN TECHJEEP Grand Cherokee 3.0 L V6 MULTIJETLAND ROVER DISCOVERY 4 3.0 SDV6
Raumangebot vorn100939188
Raumangebot hinten100888686
Übersichtlichkeit70525153
Bedienung/ Funktion100908587
Kofferraumvolumen100464558
Variabilität100323240
Zuladung/ Anhängelast80665864
Sicherheit150938775
Qualität/ Verarbeitung200179177174
Kapitelbewertung1000739712725
Bewertung aller Fahrzeuge ansehen

Inhaltsübersicht

Autos im Test

VW TOUAREG V6 TDI BlueMotion Technology TERRAIN TECH

PS/KW 245/180

0-100 km/h in 7.50s

Allradantrieb, permanent, 8-Stufen-Automatik

Spitze 218 km/h

Preis 55.650,00 €

JEEP Grand Cherokee 3.0 L V6 MULTIJET

PS/KW 250/184

0-100 km/h in 8.00s

Allradantrieb, permanent, 8-Stufen-Automatik

Spitze 202 km/h

Preis 52.900,00 €

LAND ROVER DISCOVERY 4 3.0 SDV6

PS/KW 256/188

0-100 km/h in 8.90s

Allradantrieb, permanent, 8-Stufen-Automatik

Spitze 180 km/h

Preis 54.800,00 €