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SUV-Vergleich 2012: Mitsubishi Outlander vs. Mazda CX-5 und Volvo XC60

Voll im Trend

SUV verkaufen sich nach wie vor blendend – auch mit Frontantrieb. Der neue Mitsubishi Outlander trifft auf den Mazda CX-5 sowie den Volvo XC 60, alle drei mit dem Basis-Diesel unter der Haube. SUV-Vergleichstest

Dass nur die allerwenigsten SUV jemals in ihrem Autoleben durchs Gelände pflügen, ist kein Geheimnis. Ganz im Gegenteil: Immer mehr der hochbeinigen Asphaltkraxler werden sogar ohne den traktionsfördernden Allradantrieb geordert, denn auch der ist für den Einsatz auf der Straße meist verzichtbar. Schließlich führen die Fahrer als Kaufgrund in erster Linie die erhöhte Sitzposition sowie die damit verbundene bessere Übersichtlichkeit und den bequemeren Einstieg in den Innenraum an – gerade bei älteren Kunden oftmals das entscheidende Argument für ein SUV. Klar, dass sich die Hersteller inzwischen darauf eingerichtet haben. So auch Mitsubishi.

Die Japaner bringen dieser Tage die dritte Generation des Mitsubishi Outlander auf den deutschen Markt. Besonders bei der Kraftstoffeffizienz sowie den Assistenzsystemen soll die Neuauflage zugelegt haben, während in puncto Gewicht Abspecken angesagt war: Rund 100 Kilogramm hat der Outlander im Vergleich zum Vorgänger verloren. Auch Mazda hat sich das Thema Leichtbau auf die Fahnen geschrieben, der CX-5 ist zudem der erste Vertreter einer vollkommen neuen Motoren-/Getriebegeneration. Der Volvo XC60, bereits seit Ende 2008 auf dem Markt, erhielt kürzlich einen neu entwickelten Einstiegsdiesel mit 136 PS – wie es sich für einen Volvo gehört mit fünf in Reihe angeordneten Zylindern. Während es die beiden Asiaten jeweils auf 150 Pferdestärken bringen, herrscht beim Frontantrieb unter den drei SUV Einigkeit.

Karosserie

Mit 4,66 Metern streckt sich der Mitsubishi am längsten, und dieser Größenvorteil ist auch im Innenraum spür- sowie messbar. Sowohl in der ersten als auch in der zweiten Reihe genießen die Passagieren im Mitsubishi das großzügigste Raumangebot. Vor allem im Fond wartet er mit einer außerordentlich üppig bemessenen Beinfreiheit auf, die so manche Luxuslimousine nicht bietet. Der Mazda CX-5 ist insgesamt enger geschnitten, dem Volvo XC60 mangelt es im Vergleich etwas an Kopffreiheit – eine Folge des optionalen Panorama-Schiebedachs.

Zudem ist der Mitsubishi als einziger auch mit sieben Sitzen zu haben, allerdings muss der Kunde dafür ganz schön tief in die Tasche greifen, denn die zwei zusätzlichen Sitzgelegenheiten in Reihe drei gibt es erst ab der Ausstattung Intense, die nur in Verbindung mit Allradantrieb zu haben ist. Der Aufpreis dafür beträgt 5500 Euro. Auch optionale Sicherheitsfeatures wie Bixenon-Scheinwerfer oder die adaptive Geschwindigkeitsregelung samt Notbrems- und Spurhalteassistenten sind an die teureren Versionen gebunden – eine unverständliche Aufpreispolitik, die in abgeschwächter Form auch von Mazda betrieben wird. Für den Volvo lassen sich dagegen fast alle gängigen Assistenzsysteme gegen Aufpreis ordern, zudem bietet nur er serienmäßig einen Notbremsassistenten (CX-5: 400 Euro) an. Im Gegenzug schützt der neue Outlander den Fahrer zusätzlich mit einem Knie-Airbag.

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Wer sein SUV des Öfteren als Transportfahrzeug einsetzt, legt gesteigerten Wert auf einen großen Kofferraum. Hier hat der Outlander mit 550 bis maximal 1681 Liter die Nase vorn, am Ende rangiert der XC 60 mit 495 bis 1455 Litern. Allerdings kann man nur seine Rückbank bereits ab Werk dreigeteilt umklappen (CX-5 ab Ausstattung Center-Line für 2400 Euro), und mit bis zu 649 Kilogramm verkraftet er obendrein die mit Abstand höchste Zuladung. Und wenn es darum geht, besonders lange Gegenstände zu transportieren, hat man mit dem Schweden ebenfalls die besten Karten, denn die Lehne des Beifahrersitzes lässt sich bereits in der Basisausstattung umklappen. Einbußen müssen Volvo-Fahrer im Gegenzug bei der Anhängelast hinnehmen. Mit maximal 1600 Kilogramm darf er 400 kg weniger an den Haken nehmen als die zwei SUV aus Fernost.

Was die Verarbeitungsqualität angeht, macht dem Schweden in diesem Vergleich keiner etwas vor. Die verwendeten Materialien sowie deren Verarbeitung liegen auf Augenhöhe mit der deutschen Premiumkonkurrenz, wohingegen in den beiden Japanern deutlich mehr Hartplastik im Innenraum zum Einsatz kommt. Im direkten Vergleich hinterlässt der Mazda den hochwertigeren Eindruck als der Mitsubishi, dessen Karosserie auf schlechten Pisten weniger solide wirkt.

KarosserieMax. PunkteMazda CX-5 2.2 Skyactiv-D FWDVolvo XC60 D3Mitsubishi Outlander 2.2 DI-D ClearTec 2WD
Raumangebot vorn100757880
Raumangebot hinten100656470
Übersichtlichkeit70494950
Bedienung/ Funktion100858580
Kofferraumvolumen100524958
Variabilität100455540
Zuladung/ Anhängelast80404743
Sicherheit1509110174
Qualität/ Verarbeitung200174185170
Kapitelbewertung1000676713665
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

Mazda CX-5 2.2 Skyactiv-D FWD

PS/KW 150/110

0-100 km/h in 8.90s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 202 km/h

Preis 25.990,00 €

Volvo XC60 D3

PS/KW 136/100

0-100 km/h in 11.10s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 190 km/h

Preis 33.470,00 €

Mitsubishi Outlander 2.2 DI-D ClearTec 2WD

PS/KW 150/110

0-100 km/h in 9.20s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 200 km/h

Preis 30.690,00 €