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Nissan GT-R Black Edition vs. Porsche 911 Turbo S: Vergleich

Unter Hochdruck

Fahrkomfort

Dass der Nissan seinen Insassen jede Information weiterreicht, begeistert zwar auf der Rennstrecke, aber nicht unbedingt im Alltag. Auf Kanten und brüchigen Asphaltdecken reagiert der Japaner zum einen mit teilweise stößigem Ansprechverhalten und zum anderen mit lauten Fahrwerksgeräuschen. Der anwählbare Komfort-Modus der Dämpfer lindert zwar die Schläge, dämpft aber in keinster Weise die Geräuschkulisse. Keine Spur von Grand-Tourismo, der GT-R ist kompromisslos für die Rennstrecke gemacht. Der Porsche schafft auch diesen Spagat: Er bietet schlicht mehr Federungskomfort. Lediglich die mit 305er-Walzen mächtig bereifte Hinterachse agiert auf hervorstehende Kanten teilweise recht trocken. Viel wichtiger ist aber, dass der Geräuschpegel insbesondere bei hohem Tempo deutlich niedriger ausfällt. Zudem schmiegen sich die Sportsitze des Turbo S gegenüber den engen Recoaro-Sitzen des Japaners deutlich besser an die Konturen der Insassen an.

FahrkomfortMax. PunktePorsche 911 Turbo SNissan GT-R Black Edition
Sitzkomfort vorn150135132
Sitzkomfort hinten100510
Ergonomie150130126
Innengeräusche50158
Geräuscheindruck1005041
Klimatisierung503737
Federung leer200110100
Federung beladen200110100
Kapitelbewertung1000592554
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Motor & Getriebe

Porsche hält was Nissan verspricht: Während der GT-R beim Sprint von null auf Tempo 100 die Werks-Vorgabe von 2,7 Sekunden um 0,5 Sekunden deutlich verfehlt, unterbietet der Porsche 911 Turbo S die angegebene Drei-Sekunden-Marke. Kein anderer Sportwagen springt so aus dem Stand nach vorn wie der neue Turbo S: null auf 100 km/h in 2,9 Sekunden – Test-Rekord! Gerade einmal 6,7 Sekunden später liegen 200 km/h an. Und der Sechszylinder-Boxer-Biturbo im Heck macht unaufhörlich Druck. Erst bei 318 km/h setzt der Winddruck dem Vortrieb ein sanftes Ende.

Der Nissan ist bereits bei 200 km/h mit 1,3 Sekunden Rückstand abgeschlagen. Keine Frage: Für sich betrachtet begeistert der Nissan GT-R mit jedem Tritt aufs Gaspedal. Der von zwei Turboladern aufgeladene V6 spricht extrem feinnervig auf jeden Gasimpuls an. Aber genau wie das Fahrwerk verlangt auch der Motor die schnelle Gangart. Während Getriebe und Motor bei langsamen Fahrten ungehobelt rasseln, wird der Antriebsstrang erst bei hohen Drehzahlen zur harmonischen Einheit. Schaltbefehle am Drehzahlbegrenzer setzt der Japaner ohne spürbare Zugkraftunterbrechung um. Wie gesagt, für sich betrachtet ein Meisterstück hochkarätiger Antriebstechnik.

Allerdings kann der Porsche alles toppen. Außer besseren Fahrleistungen begeistert er dank neuer kleinerer Lader mit variabler Turbinengeometrie mit einem noch gefühlvolleren Ansprechverhalten. Zudem schaltet sein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe im Automatikmodus butterweich, und es reagiert im Gegensatz zu dem des Nissan auch bei niedrigem Tempo frei von jeder Hektik. Im Sport-Plus-Modus unterstützt es den Fahrer sogar auf der Rennstrecke mit unglaublich gut arrangierten Gangwechseln. Manuelle Eingriffe werden überflüssig. Hinzu kommt, dass das Doppelkupplungsgetriebe des Turbo über einen lang ausgelegten siebten Gang verfügt. Das niedrigere Drehzahlniveau, die zusätzliche Segelfunktion, die den Porsche bei Gaswegnahme ohne Motorbremse dahingleiten lässt, und das effektive Start-Stopp-System ermöglichen den im Vergleich zum Nissan (16,2 l/100 km) günstigen Verbrauch von 14,1 Litern auf 100 Kilometern.

Motor und getriebeMax. PunktePorsche 911 Turbo SNissan GT-R Black Edition
Beschleunigung150150149
Elastizität100--
Höchstgeschwindigkeit150141139
Getriebeabstufung1009491
Kraftentfaltung505050
Laufkultur1008885
Verbrauch32511373
Reichweite2576
Kapitelbewertung1000643593
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

Porsche 911 Turbo S

PS/KW 560/412

0-100 km/h in 2.90s

Allradantrieb, permanent, 7-Gang Doppelkupplung, automatisiert

Spitze 318 km/h

Preis 195.256,00 €

Nissan GT-R Black Edition

PS/KW 549/404

0-100 km/h in 3.20s

Allradantrieb, permanent, 6-Gang, automatik, DSG

Spitze 315 km/h

Preis 96.000,00 €