Möchten Sie auf die mobile Seite wechseln?

JA NEIN

Porsche 911 GT3 vs. 911 Turbo S im Vergleich: Bilder und Daten

911 in absoluter Bestform

Fahrkomfort

Obwohl das Fahrwerk des GT3 konsequent für die Rennstrecke abgestimmt ist, bietet es einen akzeptablen Langstreckenkomfort. Selbst die optionalen Schalensitze (3320 Euro) schmiegen sich perfekt an die Körper von Fahrer und Beifahrer. Von übertriebener Härte ist beim GT3 daher nichts zu spüren.

Der Turbo S bleibt allerdings in allen Belangen eine Spur gelassener. Zudem bieten die ebenfalls optionalen adaptiven Sportsitze (1012 Euro) insbesondere auf langen Etappen dank der umfangreicheren Einstellmöglichkeiten zusätzlichen Komfort. Aber es sind vor allem die im Vergleich zum Turbo S lauten Fahrwerks- und Antriebsgeräusche des GT3, die den Umgang im Alltag etwas stressiger gestalten.

FahrkomfortMax. PunktePorsche 911 Turbo SPorsche 911 GT3
Sitzkomfort vorn150135131
Sitzkomfort hinten10050
Ergonomie150130130
Innengeräusche50150
Geräuscheindruck1005043
Klimatisierung503735
Federung leer200110106
Federung beladen200110106
Kapitelbewertung1000592551
Bewertung aller Fahrzeuge ansehen

Motor & Getriebe

Ja, im Heck dieser 911 arbeiten flach liegende Sechszylinder-Boxermotoren mit 3,8 Liter Hubraum. Aber damit wären die Gemeinsamkeiten bereits abgehandelt. Hier treffen Philosophien aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten, aber dennoch ein gemeinsames Ziel haben: absolute Performance.

Der Porsche 911 GT3 giert nach Drehzahlen. Er bringt erst bei 8250 Umdrehungen seine 475 PS und bei 6250 Umdrehungen sein maximales Drehmoment von 440 Newtonmeter zusammen. Auch wenn der GT3 selbst bei niedrigen Drehzahlen ausreichend druckvoll beschleunigt, entfaltet der Saugmotor seine Faszination erst oberhalb von 5000 Touren. Hier wechselt der heiser kehlige Ton in das infernalische Kreischen eines reinrassigen Rennmotors. Das Drehzahllimit liegt bei 9000 Touren. Das Doppelkupplungsgetriebe ist auf die hohen Drehzahlen perfekt abgestimmt: Porsche verzichtet beim GT3 auf einen langen siebten Gang oder gar die Segelfunktion, die das DSG des Turbo S bereithält. Sparsamer als der GT3 ist der Turbo S allerdings nicht. Zumindest auf unserer Verbrauchsrunde mit Volllastanteil konsumieren beide bis auf 0,1 Liter nahezu identisch viel Kraftstoff. Zwar bestätigt der Turbo S damit im Test die Werksvorgaben von 9,4 Litern auf 100 Kilometern nicht, aber das bleibt auch der einzige Kritikpunkt am Turbo-Triebsatz.

Der aufgeladene Boxer benötigt keine Drehzahlen, um Druck zu machen. Bei ihm sorgen zwei Turbolader mit variabler Turbinengeometrie für den ultimativen Punch. Bis zu 750 Newtonmeter katapultieren den Turbo S bereits ab 2100 Umdrehungen Richtung Horizont. Lediglich 2,9 Sekunden vergehen, und der Turbo S ist mit 100 km/h unterwegs. Allerdings reagiert er nicht ganz so direkt auf Gasbefehle wie der Sauger des GT3. Bei den Fahrleistungen hat der Turbo S aber die dennoch die Nase vorn – allerdings nicht so überlegen wie es Leistungsund Drehmomentüberschuss vermuten lassen.

Motor und getriebeMax. PunktePorsche 911 Turbo SPorsche 911 GT3
Beschleunigung150150148
Elastizität100--
Höchstgeschwindigkeit150141139
Getriebeabstufung1009494
Kraftentfaltung505050
Laufkultur1008885
Verbrauch325113115
Reichweite2579
Kapitelbewertung1000643640
Bewertung aller Fahrzeuge ansehen

Inhaltsübersicht

Autos im Test

Porsche 911 Turbo S

PS/KW 560/412

0-100 km/h in 2.90s

Allradantrieb, permanent, 7-Gang Doppelkupplung, automatisiert

Spitze 318 km/h

Preis 196.268,00 €

Porsche 911 GT3

PS/KW 476/350

0-100 km/h in 3.30s

Hinterrad, Sperrdifferential, 7-Gang Doppelkupplung, automatisiert

Spitze 315 km/h

Preis 149.810,00 €