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Porsche 911 GT3 vs. 911 Turbo S im Vergleich: Bilder und Daten

911 in absoluter Bestform

Fahrdynamik

Den kleinen Vorsprung, den sich der Turbo bei den Fahrleistungen sichert, büßt er auf der Handlingstrecke gleich wieder ein. In welchen Sektionen unseres Kurses der GT3 seine Vorzüge ausspielt, offenbart die Auswertung der einzelnen Messpunkte deutlich. Er nimmt mehr Geschwindigkeit mit in die Kurven und baut in ihren weiteren Verläufen enorme Querbeschleunigungen auf. Genau dafür ist der GT3 gemacht. Laut Porsche nutzen 80 Prozent der Käufer ihren GT3 auf der Rundstrecke, Tendenz steigend. Deshalb setzt Porsche bei ihm auf ein traditionelles, für die Rennstrecke entwickeltes Fahrwerk, das in Höhe, Spur, Sturz und Stabilisatorstellung einstellbar ist. Und damit haben die Ingenieure mitten ins Schwarze getroffen: Fast 200 Kilogramm weniger Gewicht, Semislicks und eine herrlich präzise Lenkung machen den GT3 auf der Piste unschlagbar. Er verfügt wie der Turbo über die aktiv mitlenkende Hinterachse. Allerdings erlaubt die Lenkung beim GT3 lediglich einen maximalen Winkel von 1,5 Grad, während das System beim Turbo je nach Geschwindigkeit ein Mitlenken der hinteren Räder von bis zu 2,8 Grad zulässt. Zudem verzichtet Porsche beim GT3 auf die aktive Wankstabilisierung, die beim Turbo S die Seitenneigung in Kurven weitgehend reduziert.

Der GT3 kommuniziert ohne Filter, verbindet die Hände des Fahrers scheinbar direkt mit den Vorderrädern. Keine noch so kleine Information geht verloren. Das Zusammenspiel aus präziser Lenkung, sensibel ansprechendem Boxer und enormem Grip sucht seinesgleichen. Darauf perfekt abgestimmt ist das PSM-System (ESP) des GT3, das den Fahrer eher auf der Suche nach der Ideallinie unterstützt als ihn zu bevormunden. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger, der über ein Hinterachsdifferenzial mit festgelegtem Sperrwert verfügte, nutzt der neue GT3 das auch beim Turbo eingesetzte voll variable Sperrdifferenzial mit bis zu 100 Prozent Sperrwirkung an der Hinterachse. Auf trockener Piste kann der Turbo daher selbst aus engen Kehren heraus oder in langgezogenen Kurven seinen Allrad-Vorteil nicht ausspielen. Auf nasser Piste ändert sich das Bild allerdings schlagartig. Das voll variable System leitet bei Bedarf einen großen Teil der Kraft nach vorn. Das sorgt zumindest auf feuchter Strecke für spürbar mehr Fahrsicherheit, was dem Turbo S unterm Strich den Kapitelsieg einbringt.

In beiden Fällen arbeiten die Karbon-Keramik-Bremsen äußerst druckvoll – beim Turbo S zählen sie zum Serienumfang, beim GT3 kosten sie 9187 Euro Aufpreis. In Verbindung mit den Semislicks erzielt der GT3 beeindruckend kurze Bremswege und ist dabei wie der Turbo S exzellent zu dosieren.

FahrdynamikMax. PunktePorsche 911 Turbo SPorsche 911 GT3
Handling150136137
Slalom10099100
Lenkung1009598
Geradeauslauf504242
Bremsdosierung302728
Bremsweg kalt150123125
Bremsweg warm150133144
Traktion1009045
Fahrsicherheit150142135
Wendekreis201412
Kapitelbewertung1000901866
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Umwelt & Kosten

Der 911 Turbo S ist zwar wesentlich teurer, aber dafür auch besser ausgestattet als der GT3. Zudem relativieren die hohen laufenden Kosten des sportlicheren Porsche 911 GT3 den üppigen Grundpreis des Turbo S. So fallen nicht nur die Wartungskosten für den GT3 deutlich höher aus, auch die schlechte Vollkaskoeinstufung sorgt für jährliche Mehrausgaben von über 4800 Euro. Nur die Kraftstoffkosten und die Garantiebedingungen sind für beide Porsche gleich.

Kosten / umweltMax. PunktePorsche 911 Turbo SPorsche 911 GT3
Bewerteter Preis675220
Wertverlust5002
Ausstattung252220
Multimedia503522
Garantie/Gewährleistung501919
Werkstattkosten20126
Steuer1076
Versicherung40170
Kraftstoff551818
Emissionswerte252121
Kapitelbewertung1000153134
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

Porsche 911 Turbo S

PS/KW 560/412

0-100 km/h in 2.90s

Allradantrieb, permanent, 7-Gang Doppelkupplung, automatisiert

Spitze 318 km/h

Preis 196.268,00 €

Porsche 911 GT3

PS/KW 476/350

0-100 km/h in 3.30s

Hinterrad, Sperrdifferential, 7-Gang Doppelkupplung, automatisiert

Spitze 315 km/h

Preis 149.810,00 €