Sportkombi-Test: Audi RS4 Avant vs. Mercedes C 63 AMG

Audi RS4 Avant | Mercedes C 63 AMG T-Modell

Audi RS4 Avant | Mercedes C 63 AMG T-Modell Performance Package

Fahrkomfort

Bei aller Sportlichkeit darf der Komfort natürlich nicht aus den Augen verloren werden. Und hier kann der RS4 den Vorteil seiner adaptiven Dämpfer (1950 Euro) ausspielen. Zwar ist auch er keine Sänfte, doch spricht seine Federung auf Unebenheiten spürbar sensibler an. Der Mercedes-Hinterachse bereiten besonders Querfugen Probleme, und schnell überfahrene Autobahn-Bodenwellen quittiert der AMG mit katapultartigen Vertikalbewegungen der Karosserie. Überzeugen können im Gegenzug seine bequemen und gleichzeitig gut stützenden Sportsitze. Noch sportlicher, aber auf Dauer unkomfortabler sind die 2800 Euro teuren Schalensitze im RS4. Im Fond reist man allerdings im Audi angenehmer, seine Rückbank ist besser konturiert und weniger rutschig. Während der Motor im AMG für die Ohren der Passagiere stets präsent ist, ohne dabei aufdringlich zu klingen, hört man das Audi-Triebwerk im Normal-Modus kaum. Bewegt man hingegen den Wählhebel auf Sport, wird der Audi RS4 Avant auch akustisch zur Krawallmaschine.

fahrkomfort
  Max.
Punkte
Audi RS4 Avant Mercedes C 63 AMG T-Modell Performance Package
Sitzkomfort vorn 150124132
Sitzkomfort hinten 1007065
Ergonomie 150126123
Innengeräusche 502827
Geräuscheindruck 1008583
Klimatisierung 504340
Federung leer 200130124
Federung beladen 200132126
Kapitelbewertung 1000738720
 

Motor und Getriebe

Schön, dass es sie noch gibt, die klassischen V8-Saugmotoren. Wobei die Charaktere der Triebwerke sehr unterschiedlich sind. Der AMG-Motor schöpft seine schiere Kraft bereits ab Standgas aus seinem 6,2 Liter großen Hubraum, das 4,2 Liter große Audi-Triebwerk hat sich dagegen konsequent dem Hochdrehzahl-Prinzip verschrieben. Untenherum passiert nicht viel, dafür dreht der 450 PS leistende Benziner umso energischer bis jenseits der 8000 Touren. Der Mercedes C 63 AMG schüttelt seine 487 PS geradezu beiläufig aus dem Ärmel, ist wegen seines höheren Drehmoments im Alltag das entspanntere Triebwerk und lässt dem Audi bei freier Bahn dennoch keine Chance. Bis Tempo 100 nimmt er dem RS4 Avant mit 4,4 Sekunden ein Zehntel ab, bis 200 km/h sind es schon 1,7 Sekunden.

Verwaltet wird die Kraft im AMG von einem siebenstufigen Automatik-Getriebe. Allerdings kommt statt eines Drehmomentwandlers eine nasse Anfahrkupplung zum Einsatz. An die Schaltgeschwindigkeit sowie die kurzen Reaktionszeiten auf manuelle Schaltbefehle des S tronic-Doppelkupplungsgetriebes im Audi reicht das Speedshift MCT-Getriebe dennoch nicht heran. Auch auf der Verbrauchsrunde liegt der Wagen mit den Ringen vorn, mit 13,2 l/100 km benötigt er 0,8 Liter weniger als der Mercedes.

motor und getriebe
  Max.
Punkte
Audi RS4 Avant Mercedes C 63 AMG T-Modell Performance Package
Beschleunigung 150143143
Elastizität 100--
Höchstgeschwindigkeit 150102102
Getriebeabstufung 1009290
Kraftentfaltung 504548
Laufkultur 1009092
Verbrauch 325131115
Reichweite 2577
Kapitelbewertung 1000610597
 

Autos im Test


Audi RS 4 Avant im Vergleich
Audi RS4 Avant
PS/KW 450/331
0-100 km/h in 4.50s,
Allradantrieb, permanent, 7-Gang-Doppelkupplung
Spitze 250 km/h
Preis 76600 €
mehr
Mercedes C 63 AMG T-Modell
Mercedes C 63 AMG T-Modell Performance Package
PS/KW 487/358
0-100 km/h in 4.40s,
Hinterrad, 7-Stufen-Automatik, Anfahrkupplung
Spitze 250 km/h
Preis 80777 €
mehr
 
Aktuelle News

Newsletter Top-Themen

Newsletter Top-Themen

Jetzt abonnieren!

Alle News und Hintergrundinfos aus den Bereichen Erlkönige, Neuvorstellungen und Studien. Dazu aktuelle Tests und Fahrberichte sowie Leser-Test-Aktionen und mehr. Jetzt hier abonnieren! mehr