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Skoda Superb vs. BMW 5er & Mercedes E-Klasse: Limousinen-Vergleich

Gut, besser, Superb

Und wie sieht es in Sachen Fahrdynamik oder Komfort aus? Dieser Frage gehen wir auf ungehobelten Landstraßen rund um Florenz nach. Alle drei Kontrahenten sind mit adaptivem Fahrwerk sowie Automatikgetriebe-Option zur Ausfahrt angetreten und daher gut vergleichbar. Der Skoda kommt mit Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe DSG, im BMW arbeitet die anerkannt flüssig schaltende Achtstufen-Automatik von ZF, und der Mercedes setzt gar auf eine Neunstufen-Automatik.

Deutlicher Preisvorteil für den Skoda Superb

Dynamisch bewegt, sind kaum Unterschiede zwischen den drei Limousinen herausfahrbar. Alle Antriebskombinationen überzeugen durch kräftigen Antritt sowie flinke und kaum merkliche Schaltvorgänge. Das kräftige Motordrehmoment des Superb kaschiert auch die etwas ausgeprägteren übersetzungssprünge seines Sechsgang-Getriebes; lediglich beim möglichst komfortablen Dahingleiten kommen die kleineren übersetzungssprünge der Wandlerautomaten von BMW und Mercedes zur Geltung. Hier wirkt der Skoda etwas weniger geschliffen.

Sollte der Mercedes nun aber sein traditionelles Plätzchen in der Komfort-Ecke gesichert glauben, muss er sich schnell eines Besseren belehren lassen: Die Antriebe von BMW und Skoda Superb 2.0 TDI arbeiten leiser und vibrationsärmer, und das Adaptivfahrwerk des BMW 5er nimmt lange Bodenwellen definierter. Der Skoda kann in Sachen Komfort gleich rundum überzeugen. Leise, mühelos, subtil – der Superb verschiebt hier zumindest die Maßstäbe seiner Preisklasse.

Das ist vor allem deshalb so bemerkenswert, weil sich der große Skoda einen Moment später mit aktiviertem Sportmodus keineswegs in die Defensive drängen lässt: Präzise und ausgewogen schlenzt er über kurvige Straßen. Die Mercedes E-Klasse kann hier nicht mithalten, und selbst der BMW legt erst dann einen Wimpern- schlag zwischen sich und den Superb, wenn er im Grenzbereich die Traktionsvorteile seines Hinterradantriebs und die bessere Gewichtsverteilung ausspielen kann.

In Sachen Sicherheits-, Komfort- und Multimedia-Ausstattung ist der Superb ebenfalls up to date – kaum Vorteile für die Business-Liner aus Deutschland. Nur in einer Hinsicht muss sich der Skoda geschlagen geben: Emotional zeigen der komprimiert vorandrängende BMW und der tiefenentspannt ausgeglichene Mercedes klare Charaktereigenschaften. Der Superb ist hier deutlich neutraler – aber auch das kann man leidenschaftlich gerne haben.

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Johannes Riegsinger