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Vergleich Kompaktklasse: Seat Leon vs. BMW 118d und Alfa Romeo Giulietta

Vergleichstest: Der Seat Leon 2012 soll wieder punkten. Damit nichts schief geht, erhält der schnittige Spanier die brandneue VW Golf-Technik. Reicht das im Kampf gegen Alfa Romeo Giulietta und 1er BMW?

Sie gelten als Sportler unter den Kompakten: der 1er mit Hinterradantrieb, die dynamische Giulietta und der Seat Leon. Während der Alfa zwischen Januar und Oktober nur 4500 Mal zugelassen wurde - gerade mal so viel wie der kleinste BMW allein im letzten Monat -, steht der Seat im Schatten der technisch ähnlichen Kollegen VW Golf und Audi A3.

Jetzt startet die dritte Leon-Generation – mit scharfen Karosserie-Kanten, typischem Seat-Gesicht und basierend auf dem neuen modularen Querbaukasten. Im Test tritt der Spanier mit dem 150 PS starken Zweiliter-TDI an. Ebenso viel Hubraum bieten BMW 118d (143 PS) und Alfa Giulietta (170 PS). Die Italienerin hat außerdem das Doppelkupplungsgetriebe TCT an Bord.

Karosserie

Kompaktwagen müssen alles können, sind sie doch in den letzten Jahrzehnten von Kurz- und Mittelstrecken-Vehikeln zu vollwertigen Reisemobilen gereift - mit viel Platz, den neuesten Sicherheits-Gimmicks und hohem Qualitätsanspruch. In allen drei Punkten spielt der neue Leon vorn mit. Vor allem sein Raumangebot auf der Rückbank ist gut, sodass auch die Köpfe und Knie Großgewachsener genügend Platz finden. Vorn ist der Alfa Romeo zwar vier Zentimeter breiter als der Seat, doch stören sich Personen über 1,85 Meter Größe an der eingeschränkten Kniefreiheit unterm Lenkrad. Im BMW bleibt vorn über dem Scheitel und an den Ellenbogen am wenigsten Raum. Am meisten Platz für das Gepäck bietet der Leon - selbst wenn der Fond besetzt ist. Weil es aber keine Durchreiche zum Kofferabteil gibt und im Ladeboden bei umgeklappter Rücksitzlehne (asymmetrisch geteilt) eine über fünf Zentimeter hohe Stufe entsteht, enttäuscht der Seat mit der schlechtesten Variabilität im Test. Hier glänzen 1er und Giulietta mit dreigeteilter Fondlehne (260 Euro) beziehungsweise serienmäßiger Laderaumluke. Die verlorenen Zähler holt sich der Seat aber wieder zurück, weil er deutlich mehr zuladen und ziehen darf als seine Konkurrenten.

Bei der Sicherheitsausstattung ist der BMW 118d mit Extras wie Abstandswarner, Tempolimit-, Fernlicht- oder Notrufassistent sowie optionalen Notlaufreifen einsame Spitze in diesem Test. Mit Respektabstand folgt der Leon, der mit dem hier getesteten Motor erst ab der Ausstattung "Style“ in der Preisliste steht. Abbiegelicht und das Reifendruck-Kontrollsystem sind Serie, Seitenairbags hinten, Aufmerksamkeits- und Spurassistent kosten aber extra. Zwar hat der Seat VW-Technik unter der Karosserie, in Sachen Qualität kann er sich bei den Wolfsburgern aber noch eine Scheibe abschneiden. Zum Teil billig wirkende Materialien (Hartplastik, dünnes Leder) und ungleichmäßige Spaltmaße trüben den Eindruck - ähnlich wie im Alfa, der weniger solide verarbeitet ist als BMW und Seat.

KarosserieMax. PunkteSeat Leon 2.0 TDI EcomotiveBMW 118dAlfa Romeo Giulietta 2.0 JTDM TCT
Raumangebot vorn100706569
Raumangebot hinten100594842
Übersichtlichkeit70373834
Bedienung/ Funktion100889078
Kofferraumvolumen100333027
Variabilität100223533
Zuladung/ Anhängelast80422722
Sicherheit150657252
Qualität/ Verarbeitung200142145138
Kapitelbewertung1000558550495
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

Seat Leon 2.0 TDI Ecomotive

PS/KW 150/110

0-100 km/h in 8.10s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 215 km/h

Preis 24.190,00 €

BMW 118d

PS/KW 143/105

0-100 km/h in 8.80s

Hinterrad, 6 Gang manuell

Spitze 210 km/h

Preis 27.100,00 €

Alfa Romeo Giulietta 2.0 JTDM TCT

PS/KW 170/125

0-100 km/h in 8.90s

Vorderrad, 6-Gang-Doppelkupplung

Spitze 218 km/h

Preis 27.550,00 €