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Range Rover Sport V8 vs. BMW X5 xDrive50i & Porsche Cayenne Turbo

Treffen der Schwergewichte

Fahrkomfort

Gediegener Komfort ist eine Grundvoraussetzung bei Premium-SUV. Alle drei haben adaptive Dämpfer und zudem einen aufpreispflichtigen aktiven Wank- und Nickausgleich. Porsche und Range vertrauen zudem rundum auf Luftfederelemente, während BMW es an der Vorderachse bei Stahlfedern belässt und lediglich die Hinterachse auf Luftpolster bettet. Und die Kombination des Bayern passt: Die Abstimmung des BMW wirkt harmonischer als die seiner beiden Konkurrenten. Insbesondere im Komfortmodus gleitet der neue X5 sanft über kleinere und größere Unebenheiten elegant hinweg. Der Sportmodus unterdrückt das leichte Wogen und arbeitet nach klassischer BMW-Manier: feines Ansprechverhalten mit straffer Federung. Selbst derbe Querfugen bringen den X5 nicht aus dem Takt. Sicherlich auch ein Verdienst der moderaten 19-Zoll-Serienbereifung. Die drei Nummern größere 22-Zoll-Bereifung des Briten verhindert, dass das gekonnt abgestimmte Fahrwerk mit automatisch regelnden Dämpfern sein Potenzial entfalten kann. Bodenwellen meistert der Range noch mit fein austariertem Ansprechverhalten und geschmeidiger Federung absolut perfekt. Harte Kanten hingegen sorgen für spürbares Zittern an den Radaufhängungen. Zudem produzieren die breiten Walzen laute Abrollgeräusche. Hier wäre weniger mehr. Allerdings ist der Sport bereits in der Basisausstattung mit 21-Zoll-Rädern unterwegs.

Auch der Komfort des Porsche leidet unter seinen üppigen 21-Zöllern (Serie: 19 Zoll). Zudem arbeiten seine Federelemente selbst im Komfortmodus eine Spur straffer als die der beiden Rivalen. Wie beim Range tragen auch beim Porsche Cayenne die großen Räder zum schlechteren Geräuschbild gegenüber dem deutlich leiseren X5 bei. Dennoch gefällt auch der Porsche auf langen Strecken – nicht zuletzt aufgrund seiner gut anliegenden, vielfach einstellbaren adaptiven Sportsitze. Nicht ganz so perfekt einstellbar, dafür aber angenehm gepolstert und mit körpergerechter Kontur schmiegen sich auch die Sportsitze (630 Euro) des BMW an Fahrer und Beifahrer an. Den Vordersitzen wie auch den Fondsitzgelegenheiten des Range fehlt es im Vergleich an seitlicher Abstützung. Dafür sorgt der Brite als einziger bereits ab Werk mit einer auch im Fond individuell einstellbaren Klimaautomatik für gutes Raumklima.

FahrkomfortMax. PunkteBMW X5 xDrive50iPorsche Cayenne TurboRange Rover Sport V8 Supercharged
Sitzkomfort vorn150122124120
Sitzkomfort hinten100808276
Ergonomie150125122122
Innengeräusche50443839
Geräuscheindruck100777471
Klimatisierung50434345
Federung leer200158152153
Federung beladen200158152153
Kapitelbewertung1000807787779
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Motor & Getriebe

Die beiden deutschen Premium-Marken vertrauen auf V8-Aggregate mit Bi-Turboaufladung, in Großbritannien setzt man auch beim neuen Sport auf den V8-Supercharged mit Kompressortechnik. Dessen unverwechselbarer satter Bass aus den Tiefen des Fünfliter-Motors sichert ihm schon beim sanften Dahinbummeln alle Sympathien. Auch der Tritt aufs Gaspedal erfüllt mit vollmundigem Schub aus niedrigen Drehzahlen und souveränem Punch nach oben heraus alle Erwartungen an den mit 510 PS leistungsmäßig stärksten Antrieb im Test. Allerdings setzen BMW und Porsche der guten Vorstellung des Sport einiges entgegen.

Der bekanntermaßen wie entfesselt losstürmende, 500 PS starke und bei hohen Drehzahlen wild schnaubende Porsche Cayenne Turbo hängt den Range bereits ab – allerdings sind es bis Tempo 100 nur knappe 0,2 Sekunden. Sowohl beim Briten als auch beim Schwaben passen die Übersetzungsverhältnisse der Achtstufen-Automatik-Getriebe beim Sprint zu den Leistungscharakteristiken der unterschiedlichen Motoren.

Wirklich perfekt arbeitet jedoch nur das Arrangement aus dem im Vergleich kleinsten Achtzylinder-Biturbo und dem darauf sensibel abgestimmten Achtstufen-Automaten im BMW X5 xDrive50i. Die dezente, nie angestrengte Achtzylindermelodie gefällt ebenso wie das ausgesprochen sensible Ansprechverhalten. Obwohl bei Leistung und Drehmoment dem Porsche unterlegen, entfaltet der X5 bereits knapp über Leerlaufdrehzahl eine enorme Drehmomentwelle, um bei höheren Drehzahlen regelrecht zu explodieren. Den Sprint auf Tempo 100 absolviert der Bayer in nur 4,4 Sekunden. Damit entthront er nicht nur den Turbo in dieser Disziplin, sondern unterbietet auch die BMW-Werksangabe von 5,0 Sekunden deutlich. Nur genügsam ist der potente X5-Antriebsstrang nicht. Selbst wenn der Porsche mit 16,5 Litern auf 100 km einen kleinen Schluck mehr benötigt und der Range Rover mit 17,2 Litern recht ungenierte Trinksitten an den Tag legt, sind die 16,4 Liter des BMW immer noch zu viel. Sein im Vergleich deutlich kleinerer Tank schränkt zudem die Reichweite auf magere 518 Kilometer deutlich ein.

Motor und getriebeMax. PunkteBMW X5 xDrive50iPorsche Cayenne TurboRange Rover Sport V8 Supercharged
Beschleunigung150140137135
Elastizität100---
Höchstgeschwindigkeit1509011190
Getriebeabstufung100959090
Kraftentfaltung50484644
Laufkultur100908786
Verbrauch325706854
Reichweite2581010
Kapitelbewertung1000541549509
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

BMW X5 xDrive50i

PS/KW 449/330

0-100 km/h in 4.40s

Allrad, 8-Stufen-Automatik

Spitze 250 km/h

Preis 84.530,00 €

Porsche Cayenne Turbo

PS/KW 500/368

0-100 km/h in 4.80s

Allradantrieb, permanent, 8-Stufen-Automatik

Spitze 278 km/h

Preis 139.415,00 €

Range Rover Sport V8 Supercharged

PS/KW 510/375

0-100 km/h in 5.00s

Allradantrieb, permanent, 8-Stufen-Automatik

Spitze 250 km/h

Preis 89.800,00 €