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Range Rover Sport V8 vs. BMW X5 xDrive50i & Porsche Cayenne Turbo

Treffen der Schwergewichte

Fahrdynamik

Alle bisherigen Range Rover Sport litten, wenn es auf kurvige Strecken ging, unter ihrem Übergewicht. Behäbiges Einlenken, frühes Untersteuern und harte ESP-Eingriffe waren die Regel. Mit der Umstellung auf die Aluminiumbauweise speckte der Sport einige hundert Kilogramm ab und gewinnt damit deutlich an Performance. Mit teilaktiviertem DSC umrundet er über seine erfreulich präzise, wenn auch etwas schwergängige Lenkung unseren Handlingkurs ausgesprochen präzise und ungewohnt agil. Die breite Bereifung und das Fahrwerk mit aktivem Wank- sowie Nickausgleich ermöglichen für einen Range enorm hohe Kurventempi. Der neue Sport verliert daher lediglich 1,4 Sekunden pro Runde auf den BMW.

Der X5, der wie der Porsche und der Range Rover über einen aktiven Wank- und Nickausgleich verfügt, überzeugt mit seinem breiten, sehr sicheren Grenzbereich. Dort, wo der Brite sein Limit mit vehementem Schieben über die Vorderräder und vereinzelten spontanen Ausfallschritten mit dem Heck erreicht, bleibt der Bayer neutral und nur leicht über alle vier Räder schiebend auf Kurs. Das im Komfortmodus etwas lasche Lenkgefühl erfährt im Sporttrimm die notwendige Rückmeldung. Ausgesprochen feinfühlig agiert im Bedarfsfall das unterstützende und nicht bevormundende DSC – das gilt aber auch für das System des Briten.

Beim Porsche hingegen hat das ESP nichts zu tun, solange der Fahrer nur mit dem Tempo des BMW unterwegs ist. Aber der Cayenne kann mehr. Viel mehr. Er ist der Sportwagen unter den SUV, die Messlatte für alle zukünftigen Rivalen mit sportlichem Anspruch. Seine Lenkung ist ein Musterbeispiel an Präzision. Das Einlenkverhalten ist unmittelbar, der Grip atemberaubend, das i-Tüpfelchen die sehr fein zu dosierende Karbon-Keramik-Bremsanlage (8711 Euro). Auch wenn der X5 auf ähnlich eindrucksvollem Niveau verzögert, fehlt ihm das Gefühl im Bremspedal. Beim Range bleibt mit Bremswegen von rund 38 Metern noch Verbesserungsbedarf – nicht zuletzt wegen der Serienbereifung mit M+S-Kennung.

FahrdynamikMax. PunkteBMW X5 xDrive50iPorsche Cayenne TurboRange Rover Sport V8 Supercharged
Handling1508910284
Slalom100597332
Lenkung100889286
Geradeauslauf50464848
Bremsdosierung30222620
Bremsweg kalt1509310763
Bremsweg warm15010410669
Traktion100858585
Fahrsicherheit150145141139
Wendekreis20485
Kapitelbewertung1000735788631
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Umwelt & Kosten

Klare Verhältnisse: Der Porsche Cayenne Turbo kostet inklusive der Testwagen-Optionen 54.885 Euro mehr als der BMW X5 xDrive50i und 49.615 Euro mehr als der Range Rover Sport V8 Supercharged. Damit spielt er in diesem Kapitel keine Rolle und verliert auch in der Gesamtbewertung reichlich Punkte. Für den BMW spricht in erster Linie sein günstiger Preis. Den gleicht der Engländer jedoch mit niedrigen Versicherungsprämien sowie der guten Serienausstattung aus und teilt sich somit den Kapitelsieg mit dem X5.

Kosten / umweltMax. PunkteBMW X5 xDrive50iPorsche Cayenne TurboRange Rover Sport V8 Supercharged
Bewerteter Preis675682562
Wertverlust50714
Ausstattung25232523
Multimedia50353437
Garantie/Gewährleistung50201822
Werkstattkosten2013811
Steuer10665
Versicherung40171827
Kraftstoff5511119
Emissionswerte25212121
Kapitelbewertung1000221167221
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

BMW X5 xDrive50i

PS/KW 449/330

0-100 km/h in 4.40s

Allrad, 8-Stufen-Automatik

Spitze 250 km/h

Preis 84.530,00 €

Porsche Cayenne Turbo

PS/KW 500/368

0-100 km/h in 4.80s

Allradantrieb, permanent, 8-Stufen-Automatik

Spitze 278 km/h

Preis 139.415,00 €

Range Rover Sport V8 Supercharged

PS/KW 510/375

0-100 km/h in 5.00s

Allradantrieb, permanent, 8-Stufen-Automatik

Spitze 250 km/h

Preis 89.800,00 €