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Porsche 911 Carrera S gegen Audi R8 und BMW 650i im Test

Audi R8 4.2 FSI quattro | BMW 650i Coupé | Porsche 911 Carrera S

Fahrdynamik

Sicher, die neue Vorderachse des 911 mit 52 Millimetern mehr Spurbreite und der längere Radstand sorgen für mehr Platz im Innenraum – aber das ist nur eine schöne Begleiterscheinung. Viel wichtiger ist, dass sie den Porsche bei der Fahrdynamik nahezu uneinholbar macht. Kein anderer Porsche mit Heckmotor fuhr jemals so sicher und stabil geradeaus wie der neue Elfer. Einer der wichtigsten Kritikpunkte im über 40-jährigen Reifeprozess des Elfer war, dass der leichte und kurze Vorderwagen am Limit zu stark nach außen drückte. Das ist vorbei. Über die neue, nun elektro-mechanisch arbeitende Servo-Lenkung ist der Fahrer mit dem 911 derart intensiv vernetzt, dass Mensch und Maschine zu einer Einheit verschmelzen.

Jeden noch so kleinen Impuls setzt der Porsche 911 Carrera S ohne Verzögerung und mit chirurgischer Präzision um – dank neuer Federelemete und aktivem Wankausgleich PDCC (3213 Euro) ohne Seitenneigung. Das neue System trägt dazu bei, das Lastwechselreaktion bei Richtungsänderungen auf ein Minimum reduziert wurden. Schon die erste Runde auf dem Handlingparcours zeigt daher deutlich, auf was sich die Konkurrenz bei künftigen GT-Modellen der Baureihe gefasst machen muss. Bereits der 400 PS starke Carrera S erreicht die Rundenzeiten des noch aktuellen GT3 und dominiert R8 und 650i eindrucksvoll. Der Audi verlangt abgeschaltetem ESP deutlich mehr fahrerisches Talent von seinem Piloten. Er wechselt im schmaleren Grenzbereich zwischen Unter- und Übersteuern hin und her. Erstaunlich ist, dass er aus engen Kehren trotz Allradantriebs weniger mechanischen Grip aufbaut als der mit sensationeller Traktion auftrumpfende Heckantriebs-Porsche.

Und der BMW 650i Coupé? Er ist mehr komfortabler GT als Sportwagen. Fast zwei Tonnen Gewicht lassen sich auch mit adaptiven Dämpfern, aktiven Stabilisatoren und der gewöhnungsbedürftigen, weil wenig mitteilsamen Allrad-Aktiv-Lenkung nicht aufheben. Der BMW bleibt daher brav untersteuernd auf der sicheren Seite und über sieben Sekunden hinter dem Porsche zurück. Mehr als nur ein Klassenunterschied. Auch bei den Verzögerungswerten hat der Porsche die Nase vorn. Vor allem die Dosierbarkeit der aufpreispflichtigen Karbon-Keramik-Bremse (8509 Euro) ist kaum zu überbieten.

FahrdynamikMax. PunktePorsche 911 Carrera SBMW 650i CoupéAudi R8 4.2 FSI quattro
Handling15012799117
Slalom1001007986
Lenkung1001009095
Geradeauslauf50424240
Bremsdosierung25241820
Bremsweg kalt150118105115
Bremsweg warm150128104122
Traktion100655085
Fahrsicherheit150143135133
Wendekreis2514107
Kapitelbewertung1000861732820
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Umwelt & Kosten

Zugegeben, auch die 85.700 Euro für den BMW 650i sind nicht günstig, aber im direkten Vergleich geht er beinahe als Schnäppchen durch. Vor allem Audi verlangt für seinen Aluminium-Sportler einen gewichtigen Leichtmetallaufschlag, gewährt aber die längsten Garantien. Porsche-Kunden profitieren vom guten Werterhalt nahezu aller 911er. Ein teures Vergnügen bleibt Porsche-Fahren dennoch.

Kosten / umweltMax. PunktePorsche 911 Carrera SBMW 650i CoupéAudi R8 4.2 FSI quattro
Bewerteter Preis675415729
Wertverlust50552
Ausstattung25131415
Multimedia50---
Garantie/Gewährleistung50192028
Werkstattkosten20131412
Steuer10875
Versicherung40201815
Kraftstoff55262220
Emissionswerte25---
Kapitelbewertung1000145157126
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

Porsche 911 Carrera S

PS/KW 400/294

0-100 km/h in 3.90s

Hinterrad, 7-Gang-Doppelkupplung

Spitze 302 km/h

Preis 102.436,00 €

BMW 650i Coupé

PS/KW 408/300

0-100 km/h in 4.80s

Hinterrad, 8-Stufen-Automatik

Spitze 250 km/h

Preis 85.700,00 €

Audi R8 4.2 FSI quattro

PS/KW 430/316

0-100 km/h in 4.40s

Allradantrieb, permanent, 6-Gang, automatisiert

Spitze 302 km/h

Preis 117.000,00 €