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Peugeot 3008 und Renault Scénic im Vergleichstest

Peugeot 3008 HDi FAP 150 und Renault Scénic dCi 130 FAP

Bei unseren westlichen Nachbarn haben praktische Familienautos Tradition. Welcher Kompaktvan aus Frankreich bietet mehr?

Praktische Familienautos haben sie ja immer schon gut gekonnt, die Franzosen: simpel und durchdacht wie beim R4, unerreicht elegant wie bei der Citroën DS Break oder einfach nur groß und fast unzerstörbar wie beim Peugeot 504. In diese Tradition passen Renault Scénic und neuerdings Peugeot 3008, beide raumfüllende Varianten erfolgreicher Kompaktwagen. Und da man nicht nur in Frankreich in dieser Klasse gern zum Selbstzünder greift, treten 3008 und Scénic mit Dieseltriebwerken mit 150 und 130 PS zu diesem Vergleich an. Eine letzte Bemerkung, bevor Punkte verteilt werden: Mit Preisen von 28.100 Euro (Peugeot) und 23.900 Euro (Renault) sind die französischen Kompakten selbstbewusst eingestuft. Vor wenigen Jahren noch waren das jeweils mehr als 150.000 französische Francs. Schauen wir mal, ob die beiden diese Summen wirklich wert sind.

Karosserie

Als Crossover, so sagt Peugeot, verbinde der 3008 die Vorteile von SUV, Van und Limousine. Nun gut. Im direkten Vergleich mit dem Klassenprimus Scénic fällt vor allem auf, dass der Newcomer aus Sochaux weniger Platz und weniger Variabilität bietet. Denn anders als der Renault hat der pummelige Peugeot keine Einzelsitze, sondern nur eine asymmetrisch teilbare Bank im Fond. Diese lässt sich zwar zu einer ebenen Ladefläche zusammenklappen, doch ausbauen oder einzeln wegklappen, das geht nicht. Peugeot-typisch ist auch die zweigeteilte Heckklappe, die ebenfalls nicht jeder mag.

Die ausgeprägteren Van-Talente hat also der Renault. Er lässt sich bei Bedarf in einen kleinen Lieferwagen verwandeln, das Aus- und wieder Einbauen der Sitze erfordert kein großes handwerkliches Geschick. Da der Scénic zudem mehr Bewegungsfreiheit auf allen Plätzen und die bessere Verarbeitungsqualität vorweisen kann, gewinnt er die Karosseriewertung deutlich vor dem Peugeot, dem hier seine Crossover-Attitüde nicht zum Vorteil gereicht. Was uns sonst noch aufgefallen ist: Die eigentümliche Ausstattungspolitik der französischen Hersteller treibt auch bei diesen beiden Familienautos seltsame Blüten. So ist etwa der 3008 mit dem 150-PS-Diesel nur ab der teuren Premium-Ausführung zu haben. Die jedoch beinhaltet neben allerlei Nützlichem auch das bestenfalls unnötige Glas-Panoramadach. Und im Fall des Scénic ist das DVD-Navi nur in Verbindung mit der teuren Luxe-Ausstattung bestellbar.

KarosserieMax. PunkteRenault Scénic dCi 130 FAPPeugeot 3008 HDi FAP 150
Raumangebot vorn1007570
Raumangebot hinten1007466
Übersichtlichkeit704443
Bedienung/ Funktion1008285
Kofferraumvolumen1005144
Variabilität1007048
Zuladung/ Anhängelast802936
Sicherheit1508486
Qualität/ Verarbeitung200176172
Kapitelbewertung1000685650
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

Renault Scénic dCi 130 FAP

PS/KW 131/96

0-100 km/h in 10.40s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 195 km/h

Preis 23.900,00 €

Peugeot 3008 HDi FAP 150

PS/KW 150/110

0-100 km/h in 9.40s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 195 km/h

Preis 28.100,00 €