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Opel Cascada vs. VW Golf Cabrio: Vergleichstest

Stadt, Land, Fluss

Fahrkomfort

Während sich der Opel durch seinen ganzen Charakter eher als komfortbetontes Genussautomobil anbietet, macht das Golf Cabrio 1.4 TSI auf drahtiges Fahrmobil. Dass sich der kleine Golf aber trotzdem auf das recht hohe Komfortniveau des Cascada schleichen kann, liegt an vielen Punkten, die bei Volkswagen einfach traditionell gut gemacht werden: Die Sitze sind hervorragend, das Geräuschniveau ist – wie auch im Cascada – so gut, dass man sich wirklich fragt, weshalb irgendjemand noch nach Blechdach-Cabrios fragen möchte. Und mit der optionalen Verstelldämpfung (1000 Euro) holt der VW sogar noch ein paar Extrapunkte in Sachen Abroll- und Federungskomfort.

Die gäbe es übrigens auch für den Cascada (FlexRide, 980 Euro), der Testwagen musste aber ohne diese Geheimwaffe auskommen. Dass der Golf Ergonomie „kann“, ist bekannt, als Gesamtpaket fällt der Cascada aber nicht allzu weit ab. Er ist meist ebenso schlüssig aufgebaut, mit gut erreichbaren Schaltern und Bedienelementen. Darüber hinaus gibt es im VW nicht einmal gegen Aufpreis automatische Gurtbringer wie im Opel. Hinzu kommt, dass der Golf-Kofferraum nicht nur spürbar kleiner, vor allem aber wesentlich schlechter zugänglich ist als der des Cascada ist – Ergonomieabzüge für den sonst so flüssig gestrickten Golf.

FahrkomfortMax. PunkteVW Golf Cabriolet 1-4 TSIOpel Cascada 1.6 SIDI Turbo
Sitzkomfort vorn150135133
Sitzkomfort hinten1002932
Ergonomie150119120
Innengeräusche503434
Geräuscheindruck1007273
Klimatisierung502929
Federung leer200135133
Federung beladen200133132
Kapitelbewertung1000686686
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Motor & Getriebe

Nominell müsste der Opel mit seinem 1,6-Liter-Benzindirekteinspitzer den VW ja schlagen, denn der hat etwas weniger Leistung und Hubraum – in der Praxis sieht das aber anders aus. Die Ursache für das fröhliche Temperament des Golf Cabrio liegt freilich nicht irgendwo zwischen Einspritzdüsen und Auspuffkrümmern, sondern in seinem geringen Gewicht: 1469 Kilogramm wog der Golf-Testwagen, der Cascada beinahe 280 Kilogramm mehr! Damit ist bereits alles gesagt. In kaum einer Disziplin kann der schwere Opel dem spritzigen Golf Paroli bieten. Er verbraucht mehr (Golf 8,1 Liter/100 km; Cascada 8,7 Liter/100 km) und beschleunigt schlechter.

Hinzu kommt, dass der Opel mit einem Getriebe ausgestattet ist, dass sich bei lässiger Gangart zwar weich schalten lässt, sich aber beim Wetzen durch lange Schaltwege und dann auftretendes Hakeln etwas ziert. Vorteile bietet der neue 1.6 SIDI-Motor im Opel Cascada höchstens durch seine etwas bessere Laufkultur und sein stoisches Kaltblüter- Stehvermögen – schaltfaul untertourig fahren geht mit ihm besser als mit dem drehfreudigen Golf. Beides ist natürlich ganz prima beim Cruisen, die Punktewertung geht aber mit deutlicher Klarheit an den Golf. Der fährt einfach ansteckend munter. Und wenn man es nicht so eilig hat, ist sein agiler Grundtenor mindestens ebenso sympathisch wie das etwas getragenere Temperament des Opel.

Motor und getriebeMax. PunkteVW Golf Cabriolet 1-4 TSIOpel Cascada 1.6 SIDI Turbo
Beschleunigung15011098
Elastizität1008075
Höchstgeschwindigkeit1506569
Getriebeabstufung1009288
Kraftentfaltung503537
Laufkultur1007173
Verbrauch325228216
Reichweite251211
Kapitelbewertung1000693667
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

VW Golf Cabriolet 1-4 TSI

PS/KW 160/118

0-100 km/h in 8.30s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 216 km/h

Preis 29.085,00 €

Opel Cascada 1.6 SIDI Turbo

PS/KW 170/125

0-100 km/h in 10.00s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 222 km/h

Preis 29.145,00 €