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Vergleich City-Cars: Opel Adam, VW Up, Fiat 500 und Ford Ka

Stadtrundfahrt

Fahrkomfort

Selbst nach über 1000 Kilometer Strecke am Stück im Mini-Opel zwickt der Rücken nicht. Die Opel-Sitze sind gut geformt und ausreichend straff gepolstert – eine Lordosenstütze braucht man nicht. Allerdings muss man sich etwas verrenken, will man den Anschnallgurt mit der Rechten von der B-Säule fischen. Wie auch bei Fiat 500 und Ford Ka gefällt uns im Adam die stufenlose Lehneneinstellung vorn – Up-Fahrer müssen hier mit vorgegebenen Rastern vorlieb nehmen. Im Fond dagegen überzeugt der VW Up mit großer Beinauflage und angenehmer Polsterung. Die Bank im Fiat zum Beispiel ist klein und auf Dauer etwas zu hart, und auch bei der Ergonomie muss der Fiat Federn lassen – besonders wegen weniger und unpraktisch platzierter Fächer und Ablagemöglichkeiten. Davon hat der VW reichlich und in ausreichender Dimension. In die Adam-Türen passen sogar große Trinkflaschen, seine Becherhalter sind aber nur für die Fondpassagiere bequem erreichbar. Wirklich störend fällt im Adam lediglich die schlechte Ablesbarkeit der Tasteneinheit für Sitz-, Lenkradheizung, Start-Stopp-Automatik sowie City-Lenkrad auf. Die Bedienelemente liegen aus Fahrersicht sehr versteckt in der Flucht von Lenkradkranz und Wischer-Hebel. Darüber hinaus sind die Klimatasten und Regler tief vor dem Schaltknauf installiert (eine Klimaanlage kostet in allen Testautos extra), sodass man etwa die Markierungen des Luftverteilers als Fahrer nur mäßig erkennen kann.

Die gemessenen Geräuschpegel und der subjektive Eindruck decken sich in diesem Vergleich. Bei langsamer Fahrt klingt der Zweizylinder im Fiat 500 sehr kernig, wie eine Nähmaschine. Auch bei höheren Geschwindigkeiten ist das Turbo-Aggregat präsent – anders als in Ka und Up, die mit lang übersetzten Getrieben bei Autobahntempo niedrigere Drehzahlen nutzen als die Konkurrenten. Im Adam gefällt der Geräuschkomfort bis etwa 100 km/h, danach fehlt ein länger übersetzter fünfter Gang oder gar eine sechste Stufe.

Im Alltag auf der Autobahn und planer Strecke federt der Up am komfortabelsten, aber auch die Fahrwerke in 500 und Ka schlucken Unebenheiten ordentlich. Auf Querfugen und -Kanten ziehen allerdings die vier Testkandidaten die Hinterachse nur noch nach – sauberes Anfedern geht anders, aber das ist in günstigen Kleinwagen mit kurzen Radständen meistens so. Der Adam liegt mit optionalem Sportfahrwerk und 17-Zöllern generell sehr satt und straff, bietet aber bei Beladung die meisten Reserven

FahrkomfortMax. PunkteVW Up! 1.0 BlueMotion TechnologyOpel Adam 1.4 ecoFLEXFord Ka 1.2Fiat 500 0.9 TwinAir
Sitzkomfort vorn15075787269
Sitzkomfort hinten10042343232
Ergonomie150108106105100
Innengeräusche5032282221
Geräuscheindruck10054525037
Klimatisierung5014211818
Federung leer20094939290
Federung beladen20088908686
Kapitelbewertung1000507502477453
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Motor & Getriebe

Geht es um die Qualitäten beim Spurt, hat man im Adam die besten Karten. Der 1,4-Liter-Benziner braucht zwar Drehzahlen, damit es vorwärts geht, doch er münzt seinen Hubraumvorteil mithilfe des kurz übersetzten, knackigen Fünfgang-Getriebes auch in einen guten Antritt und die besten Elastizitätswerte um. Die Kraftentfaltung ist harmonisch, die Laufkultur vierzylindertypisch homogen.

Ebenfalls mit einem Vierzylinder (Zweiventiler von Fiat) ausgestattet, agiert der Ford Ka deutlich schlapper. Dem in Polen gebauten Kölner fehlt einfach Leistung – sonst nichts. Verblüffend ist, wie gut VW dem Dreizylinder seine unangenehmen Seiten abgewöhnt hat. Er ist nicht nur gut gedämmt, sondern vibriert auch erfreulich wenig. Zwar knackt der Up mit ihm als Letzter die 100-km/h-Marke, doch der Durchzug ist in Ordnung und der Verbrauch sowieso. Im Schnitt fließen 5,6 Liter Super auf 100 km durch die drei Brennräume – das ergibt eine Reichweite von 625 Kilometern. Wobei wahrscheinlich noch ein paar Kilometer mehr möglich sind, denn in den angeblich 35 Liter fassenden VW-Tank zapften wir ohne Probleme vier Liter mehr.

Weniger Zylinder und Hubraum (Downsizing) heißt: weniger Verbrauch. Im Fall des Fiat 500 0.9 TwinAir trifft das nicht zu. 6,1 Liter genehmigt sich das Minimal-Motörchen im Test, der Ford mit vier Zylindern und 0,3 Liter mehr Hubraum braucht nur ein halbes Wasserglas mehr. Dass der 1,4-Liter im Adam schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, zeigt auch sein Verbrauch – trotz Start-Stopp-Systems (355 Euro) gibt die Tankuhr nach 100 Kilometern 6,4 Liter an.

Motor und getriebeMax. PunkteVW Up! 1.0 BlueMotion TechnologyOpel Adam 1.4 ecoFLEXFord Ka 1.2Fiat 500 0.9 TwinAir
Beschleunigung15073877581
Elastizität10057665145
Höchstgeschwindigkeit15031352233
Getriebeabstufung10077797574
Kraftentfaltung5027302624
Laufkultur10046605842
Verbrauch325275260264266
Reichweite25111099
Kapitelbewertung1000597627580574
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

VW Up! 1.0 BlueMotion Technology

PS/KW 75/55

0-100 km/h in 13.30s

Vorderrad, 5 Gang manuell

Spitze 171 km/h

Preis 11.590,00 €

Opel Adam 1.4 ecoFLEX

PS/KW 88/65

0-100 km/h in 11.50s

Vorderrad, 5 Gang manuell

Spitze 176 km/h

Preis 14.955,00 €

Ford Ka 1.2

PS/KW 69/51

0-100 km/h in 13.00s

Vorderrad, 5 Gang manuell

Spitze 159 km/h

Preis 11.100,00 €

Fiat 500 0.9 TwinAir

PS/KW 117/86

0-100 km/h in 12.20s

Vorderrad, 5 Gang manuell

Spitze 173 km/h

Preis 15.200,00 €