Vier Oberklasse-Limousinen im Vergleich

BMW 520i | Mercedes E 200 BlueEFFICIENCY | Skoda Superb 2.0 TSI | VW Passat 2.0 TSI

In der Oberklasse muss es nicht immer ein Diesel sein – schnell und komfortabel sind die Limousinen von BMW und Mercedes auch mit Benzinmotor. Können Skoda und VW dabei schon mithalten? Der Vergleichstest

Spätestens seit dem Siegeszug des TDI ist der Turbolader aus dem Dieselmotor nicht mehr wegzudenken. Mittlerweile gehört er auch bei den Benzinern zum guten Ton – und soll hier ebenso mehr Leistung bei weniger Hubraum und Verbrauch garantieren. So könnte vor allem bei den großen Limousinen der vom Aussterben bedrohte Vierzylinder-Benziner einen zweiten Frühling erleben. Denn wer sich in der Zweiliter-Klasse heute gegen den Diesel entscheidet, bekommt dafür ein ähnlich hohes Drehmoment und Leistungen um 200 PS geboten. Soweit herrscht Einigkeit zwischen BMW, Mercedes, Skoda und VW. Doch sind die beiden Limousinen aus dem VW-Konzern in der Lage, ihren süddeutschen Premium-Rivalen Paroli zu bieten?

Karosserie

Bei Karosserielängen von gut 4,80 Metern brauchen sich selbst ausgewachsene Mitfahrer nicht vor langen Reisen zu fürchten. Platz gibt es hier wie dort in beiden Sitzreihen reichlich, wobei der Superb mit seiner schon fast legendären Beinfreiheit hinten fast verschwenderisch wirkt. Dafür muss man im Tschechen – wie im VW – auf der Rückbank am ehesten den Kopf einziehen. BMW 5er und Mercedes E-Klasse bieten da etwas mehr Freiraum nach oben.

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Der Skoda Superb glänzt als einzige Limousine im Test mit seinen ausgeprägten Fließheck-Eigenschaften. Das große Hinterteil lässt sich so nicht nur in einen 1670 Liter großen Frachtraum umwandeln, sondern auch durch eine pfiffig konstruierte, zweiteilige Heckklappe beladen.

Über die 520 (BMW) bis 565 Liter (Passat) großen Kofferräume kann man sich aber auch bei den anderen nicht beschweren. Der VW Passat glänzt dabei mit der größten Zuladung. Mehr als eine halbe Tonne verträgt er problemlos, kann dafür mit 1600 Kilogramm aber nicht ganz so viel Schlepplast an den Haken nehmen wie die süddeutsche Konkurrenz (2000 kg). Die gefällt auch mit umfangreicherer Sicherheitsausstattung, wobei vor allem Mercedes für die E-Klasse alle erdenklichen Assistenten bereit hält. Punktabzug beim 5er: Nur bei ihm gibt es keine Seitenairbags für die hinteren Passagiere.

Die beiden teuren Premiumvertreter haben erwartungsgemäß auch bei Materialqualität und Verarbeitung die Nase vorn. Ohne den direkten Vergleich versprühen aber auch der VW Passat und der Skoda Superb in edler Vollausstattung Laurin & Klement (benannt nach den Firmengründern) bereits Oberklasse-Feeling.

KarosserieMax. PunkteBMW 520iMercedes E 200 BlueEFFICIENCYVW Passat 2.0 TSISkoda Superb 2.0 TSI
Raumangebot vorn10085858282
Raumangebot hinten10085848390
Übersichtlichkeit7035373635
Bedienung/ Funktion10083818585
Kofferraumvolumen10043464860
Variabilität10013132530
Zuladung/ Anhängelast8037364036
Sicherheit15010912410492
Qualität/ Verarbeitung200188186180176
Kapitelbewertung1000678692683686
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Inhaltsübersicht

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Mercedes E 200 BlueEFFICIENCY

Mercedes E 200 BlueEFFICIENCY

PS/KW 184/135

0-100 km/h in 7.60s

Hinterrad, 7-Stufen-Automatik

Spitze 232 km/h

Preis 43.346,00 €

VW Passat 2.0 TSI

VW Passat 2.0 TSI

PS/KW 211/155

0-100 km/h in 7.90s

Vorderrad, 6-Gang-Doppelkupplung

Spitze 238 km/h

Preis 34.875,00 €

Skoda Superb 2.0 TSI

Skoda Superb 2.0 TSI

PS/KW 200/147

0-100 km/h in 7.30s

Vorderrad, 6-Gang-Doppelkupplung

Spitze 236 km/h

Preis 29.830,00 €