BMW 520d und Mercedes E 220 CDI
Test: BMW 520d gegen Mercedes E 220 CDI
Aus AUTO ZEITUNG 15 / 2010
Fahrkomfort
Dass ein Mercedes auch ohne Luftfederfahrwerk einen gehobenen Federungskomfort bietet, zeigt der E 220 CDI. Fein abgestimmt tariert er kleinste Unebenheiten gekonnt aus. Die für einen Mercedes straff geratene Abstimmung löst dabei eher Wohl- als Unbehagen aus. Hinzu kommt noch, dass er sogar mit gut 500 Kilogramm an Bord selbst auf sehr ausgefahrenen Pisten nicht aus dem Tritt kommt.
Der 520d-Testwagen reagiert eine Spur feiner auf Unebenheiten. Nicht zuletzt deshalb, weil er einstellbare Dämpfer (DDC, 1300 Euro) an Bord hat. Allerdings können die nicht verhindern, dass der BMW 5er unter Last stärker in die Knie geht als die E-Klasse. Hervorragend sind die Sitze der beiden Limousinen. Die exzellent konturierte Lehne mit ihren vielfachen Einstellmöglichkeiten im BMW unterstützt den Rücken des Fahrers aber eine Spur besser.
Zurückhaltung üben beide Oberklasse- Limousinen bei der Geräuschentwicklung. Die Unterschiede liegen nicht in der Lautstärke, sondern im Klangbild. Und da punktet der BMW mit dem weicheren Verbrennungsgeräusch seines Vierzylinder-Diesels.
| fahrkomfort | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Max. Punkte | BMW 520d | Mercedes E 220 CDI | |||||||
| Sitzkomfort vorn | 150 | 132 | 128 | ||||||
| Sitzkomfort hinten | 100 | 85 | 81 | ||||||
| Ergonomie | 150 | 121 | 121 | ||||||
| Innengeräusche | 50 | 36 | 40 | ||||||
| Geräuscheindruck | 100 | 79 | 77 | ||||||
| Klimatisierung | 50 | 43 | 43 | ||||||
| Federung leer | 200 | 159 | 157 | ||||||
| Federung beladen | 200 | 151 | 154 | ||||||
| Kapitelbewertung | 1000 | 806 | 801 | ||||||
Motor und Getriebe
Für den neuen 520d hat BMW die Leistung des kleinen Diesels nochmal auf 184 PS gesteigert. Es ist erstaunlich, wie kraftvoll der Motor die schwere Karosse in Bewegung setzt. Keine Spur von einem lethargischen Antritt oder kräftezehrenden Erklimmen hoher Drehzahlen. Der Zweiliter-Diesel kommt satt von unten heraus und dreht locker bis an die 5000er- Marke. Von Untermotorisierung kann man trotz 1,7 Tonnen Gewicht hier nicht sprechen. Das gilt im gleichen Maße für den Triebsatz des Mercedes. Zwar hat er etwas weniger Leistung, drückt aber früher mehr Drehmoment durch den Antriebsstrang. Das Resultat: Der BMW gewinnt den Sprint, der Mercedes wiederum entscheidet den Antritt im fünften Gang zwischen 60 und 100 km/h für sich.
Geizige Einigkeit herrscht bei beiden Dieseln an der Zapfsäule: Nur knappe 6,5 Liter zerstäuben sie auf 100 Kilometer Teststrecke. Schade aber, dass der 80-Liter-Tank für den Mercedes 119 Euro Aufpreis kostet. Ab Werk bunkert der Mercedes-Diesel nur knappe 59 Liter Kraftstoff.
| motor und getriebe | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Max. Punkte | BMW 520d | Mercedes E 220 CDI | |||||||
| Beschleunigung | 150 | 113 | 110 | ||||||
| Elastizität | 100 | 75 | 78 | ||||||
| Höchstgeschwindigkeit | 150 | 73 | 76 | ||||||
| Getriebeabstufung | 100 | 80 | 78 | ||||||
| Kraftentfaltung | 50 | 33 | 33 | ||||||
| Laufkultur | 100 | 77 | 73 | ||||||
| Verbrauch | 325 | 258 | 258 | ||||||
| Reichweite | 25 | 22 | 22 | ||||||
| Kapitelbewertung | 1000 | 731 | 728 | ||||||























































