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Auto Vergleichstest Alfa MiTo QV, Citroën DS3, Mini Cooper S, Seat Ibiza Cupra, VW Polo GTI

VW Polo GTI im Vergleichstest der sportlichen Kleinwagen

Alfa Romeo MiTo 1.4 TB 16V QV | Citroën DS3 THP 150 | Mini Cooper S | Seat Ibiza Cupra | VW Polo GTI

Fahrdynamik

Muss der Mini im Karosseriekapitel heftig Federn lassen, schlägt er bei den Fahrprüfungen mit voller Wucht zurück. Bei ihm ist das Gerede vom Gokart-ähnlichen Fahrverhalten nicht bloß billiges Marketing-Geschwätz, er setzt seine konstruktiven Vorteile – tiefer Schwerpunkt, breite Spur, kurzer Radstand, aufwändige Mehrlenkerachse hinten – in eine überragende Agilität um. Die beim Tanz um die Pylonen gemessene Durchschnittsgeschwindigkeit von 67,5 km/h ist eine Wucht und bringt ihn in beste Gesellschaft mit Audi R8 & Co.. Auch bei der Hatz nach der besten Rundenzeit kann er das gesamte Feld distanzieren. Mit seinem bestechenden Einlenkverhalten sowie der messerscharfen Lenkung, die bei flotter Autobahnfahrt etwas Unruhe in das Auto bringt, lässt sich der Cooper S zentimetergenau positionieren und hält dabei stur den vorgegebenen Kurs. Zudem punktet er mit der besten Traktion sowie dem kürzesten Warmbremswert (35,0 Meter warm, kalt 35,6 Meter).

Dass Mini für ausgeprägte Fahrdynamik steht, ist ja hinlänglich bekannt. Dass in diesem Zusammenhang hier auch der Name Citroën zu nennen ist, überrascht jedoch. Doch so viel Spaß auf der Rennstrecke hat noch kein Auto mit dem Doppelwinkel gemacht. Es kann dem Mini bei Slalom und Handling noch am ehesten das Wasser reichen und schafft es, den neuen Polo GTI in beiden Disziplinen hinter sich zu lassen. Der DS3 hält sich nicht lange mit durchdrehenden Rädern oder starken Karosseriebewegungen auf, sondern bringt die Kraft mit erstaunlich wenig Schlupf auf den Asphalt, durcheilt Kurven in aufrechter Haltung und untersteuert erst spät. Da kommt bei ausgeschaltetem ESP schon eher mal das Heck gefl ogen, wenn man es zu bunt treibt und auf den Spuren von Rallye-Ass Loeb wandelt.

Hinter dem kleinen Gallier rangiert der Polo GTI, dessen elektronische Differenzialsperre XDS gut funktioniert. Dennoch muss er in engen Kurven stärker mit Traktionsproblemen kämpfen und kann seine Leistung weniger wirkungsvoll in Vortrieb umsetzen. Dafür wirft er neben der hohen Fahrsicherheit und der angenehm präzisen, aber nicht übernervösen Lenkung den besten Geradeauslauf in die Waagschale, verliert aber beim Bremsen (kalt 35,3, warm 36,0 Meter) wertvolle Punkte.

Etwas besser verzögert der Ibiza Cupra, dessen Bremsanlage sich auch von hoher Beanspruchung völlig unbeeindruckt zeigt und das Auto bei kalter wie warmer Anlage nach rund 35 Metern zum Stehen bringt. Ansonsten bietet er für sich betrachtet eine durchaus überzeugende Vorstellung, die im harten Konkurrenzfeld aber nicht ausreicht, um ganz vorn mitzuspielen. Dafür drängt er in engen Biegungen zu stark nach außen und verliert trotz XDS-Systems mehr Zeit beim kraftvollen Herausbeschleunigung aus der Kurve. Auch seine Lenkung ist spürbar leichtgängiger als die des Polo und lässt den Fahrer stärker im Unklaren darüber, wann der Seat ins Untersteuern übergeht.

Der MiTo schiebt ebenfalls merklich über die Vorderräder, zudem gerät sein Aufbau trotz elektronischer Stoßdämpferregelung (600 Euro Aufpreis) auch im Dynamik-Modus stärker ins Wanken. Bei Lenkung und Bremse vermisst man die nötige Präzision, dazu fallen die Bremswege mit 36,2 und 37,2 Metern am längsten aus.

fahrdynamik
  Max.
Punkte
VW Polo GTI Citroën DS3 THP 150
Handling 1507679
Slalom 1007879
Lenkung 1007062
Geradeauslauf 503331
Bremsdosierung 251715
Bremsweg kalt 15097110
Bremsweg warm 1509096
Traktion 1003536
Fahrsicherheit 150120118
Wendekreis 251816
Kapitelbewertung 1000634642
 

Umwelt & Kosten

Mit einem Grundpreis von 19.800 Euro ist der DS3 der Preisschlager im Vergleich. Auch bei Wertverlust und Garantieleistungen sammelt er emsig Punkte. Somit ist ihm der Kapitelsieg nicht mehr zu nehmen. Dahinter rangiert der Polo, der nur mit DSG-Getriebe zu haben ist und auch in der Anschaffung mit 22.500 Euro deutlich teurer kommt. Der Alfa verliert durch die mäßigen Garantieleistungen und die hohen Werkstattkosten wertvolle Zähler. Auch Mini-Fahrer werden kräftig zur Kasse gebeten, dafür erleidet der Cooper S zumindest prozentual den geringsten Wertverlust. Schlusslicht in diesem Kapitel ist der Seat, der nicht nur in der Anschaffung am teuersten ist, sondern zusätzlich den höchsten Wertverlust hat und auch bei den Abgaswerten am Ende des Feldes liegt.

umwelt & kosten
  Max.
Punkte
VW Polo GTI Citroën DS3 THP 150
Emissionswerte 1008890
Grundpreis 650237261
AZ-Normausstattung 252121
Wertverlust 502527
Werkstattkosten 201614
Versicherung 403031
Steuer 1099
Kraftstoff 553737
Garantie 502828
Kapitelbewertung 1000491518
 

Autos im Test


Einsteigen darf man in den VW Polo GTI für 22.500 Euro
VW Polo GTI
PS/KW 179/132
0-100 km/h in 6.80s,
Vorderrad, 7-Gang-Doppelkupplung
Spitze 229 km/h
Preis 22500 €
mehr
Der Preis des Citroën DS3 THP 150 liegt bei 19.800 Euro
Citroën DS3 THP 150
PS/KW 156/115
0-100 km/h in 7.20s,
Vorderrad, 6 Gang manuell
Spitze 214 km/h
Preis 19800 €
mehr
Den Seat Ibiza Cupra gibt es ab 23.840 Euro zu kaufen
Seat Ibiza Cupra
PS/KW 179/132
0-100 km/h in 7.50s,
Vorderrad, 7-Gang-Doppelkupplung
Spitze 225 km/h
Preis 23840 €
mehr
Für 23.300 Euro gibt es im Mini Cooper S viel Fahrdynamik
Mini Cooper S
PS/KW 184/135
0-100 km/h in 7.60s,
Vorderrad, 6 Gang manuell
Spitze 228 km/h
Preis 23300 €
mehr
Den Alfa Romeo MiTo 1.4 TB 16V QV gibt es ab 20.950 Euro zu kaufen
Alfa Romeo MiTo 1.4 TB 16V QV
PS/KW 170/125
0-100 km/h in 7.90s,
Vorderrad, 6 Gang manuell
Spitze 219 km/h
Preis 20950 €
mehr