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Vergleich: Neuer Toyota RAV4 im Kompakt-SUV-Test 2013

Die Aufsteiger

Fahrkomfort

Auch wenn alle vier Kompakt-SUV absolut langstreckentaugliche Wegbegleiter sind, den Sieg im Kapitel Fahrkomfort teilen der Ford und der VW mit deutlichem Abstand unter sich auf. Der VW Tiguan glänzt mit den bequemsten Vordersitzen und bietet zudem die beste Ergonomie. Sämtliche Bedienelemente liegen logisch angeordnet und gut erreichbar. Die Rückbank ermöglicht auch größer gewachsenen Zeitgenossen eine adäquate Unterbringung, während das Fahrwerk gekonnt Unebenheiten im Asphalt glattbügelt. Fairerweise muss aber festgehalten werden, dass der VW als einziger im Test mit optionalen adaptiven Dämpfern (1100 Euro) ausgerüstet ist – ein sinnvolles Extra. Dem Tiguan dicht auf den Fersen folgt der Kuga: Der Kölner verfügt ebenfalls über bequeme Sitze in Reihe eins, und seine wesentlichen Bedienelemente sind gut zu erreichen. Der Sitzkomfort auf der Rückbank ist durch die knappere Beinauflage und tiefere Positionierung nicht so optimal wie im Tiguan. Seinem Ruf, sehr gute Fahrwerke zu bauen, wird Ford mit dem aktuellen Kuga hingegen einmal mehr gerecht. Seine grundsätzlich straff ausgelegte Federung schluckt klaglos alle möglichen Unebenheiten. Darüber hinaus schottet der Kölner seine Passagiere wirksam vor lästigen Geräuschen ab – ist aber objektiv das lauteste Auto.

In Sachen Ergonomie und Sitzkomfort kann auch der Skoda Yeti überzeugen. Allerdings verhagelt dem Tschechen die weniger schluckfreudige Federung die Bilanz. Auch wirkt der Yeti weniger gut gedämmt als beispielsweise der Ford oder der VW. Fahrwerks- und Motorgeräusche sind bei ihm stets präsenter. Die beiden japanischen Testaspiranten können ebenfalls nicht ganz mit den Musterschülern von Ford und VW mithalten. Im Mazda sitzt man vorn auf relativ weichen Stühlen, die zudem nicht allzu viel Seitenhalt gewähren. Hinten fehlt es langen Beinen an Oberschenkelauflage. Das Fahrwerk absorbiert Stöße nicht sonderlich gelassen, sodass auch auf der Autobahn häufig Unruhe im Aufbau herrscht. Dafür stimmt der Geräuscheindruck im CX-5. Weder Wind-, noch Fahrwerksgeräusche oder der Motorklang fallen hier negativ auf. Und der Neuling von Toyota? Nun, auch der etwas hölzern gefederte RAV4 liegt nicht ganz auf Augenhöhe mit den Klassenbesten. Wie sein Landsmann verfügt der Japaner über recht knapp bemessene Sitze, die insgesamt nur wenig Seitenhalt bereithalten. Analog dazu ist die Lehne der Rückbank genau wie die Beinauflage zu kurz geraten. Zudem ist die Ergonomie in Teilbereichen weniger gelungen. Einige Tasten, wie beispielsweise die für die zuschaltbare Differenzialsperre oder den Spurwechsel-Assistenten, werden vom Lenkrad verdeckt und sind dadurch nicht intuitiv zu orten.

FahrkomfortMax. PunkteVW Tiguan 2.0 TDI 4MOTION BMTSkoda Yeti 2.0 TDI 4x4Ford Kuga 2.0 TDCi 4x4Mazda CX-5 2.2 Skyactiv-D AWDToyota RAV4 2.2 D-4D
Sitzkomfort vorn150120117119114115
Sitzkomfort hinten1007268696969
Ergonomie150135134130128127
Innengeräusche504034334036
Geräuscheindruck1007066707067
Klimatisierung503233333733
Federung leer200146136143133134
Federung beladen200139133143130132
Kapitelbewertung1000754721740721713
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Motor & Getriebe

Die beiden japanischen Wettstreiter haben mit jeweils 150 PS die stärksten Motoren im Feld, die europäischen Konkurrenten müssen sich durch die Bank mit zehn PS weniger begnügen. Dabei fallen die Unterschiede beim Fahren größer aus, als es der reine Zahlenwert zunächst vermuten lässt. Vor allem der Toyota-Antrieb glänzt mit seinem wuchtigen Punch aus dem Drehzahlkeller. Einmal warmgelaufen, geht das Triebwerk angenehm geschmeidig zu Werke. Die Schaltung des Toyota RAV4 gefällt durch ihre exakt definierten Gassen, wenngleich die Wege gern etwas kürzer sein dürften. Der Verbrauch von 6,5 Litern im Testmittel geht für die Gewichts- und Leistungsklasse absolut in Ordnung. Der Mazda kann – nicht nur in der Beschleunigung – noch am ehesten mit dem Toyota mithalten. Dafür lässt er jedoch in der Elastizitätsmessung einige Zeit liegen, wofür die Getriebe-Abstufung verantwortlich ist. Die Gänge fünf und sechs sind für einen besseren Verbrauch lang übersetzt, was dem Temperament natürlich entgegenwirkt. Dafür holt sich der CX-5 die Knauserkrone. Mit einem Durchschnittsverbrauch von 6,1 Litern ist der Mazda der Sparsamste im Vergleich. Ein weiterer Grund für den geringen Durst ist das ungewöhnlich niedrige Verdichtungsverhältnis von 14:1. Das ermöglicht einen früheren Einspritzbeginn und somit für einen sparsameren Umgang mit dem fossilen Brennstoff. Die knackige Schaltung des Japaners erinnert mit ihren kurzen Wegen entfernt an die der Roadster-Ikone MX-5. Allerdings will der Ganghebel mit einem gewissen Nachdruck durch die Gassen geführt werden – vor allem in kaltem Betriebszustand.

Am wenigsten mit der Rolle des Temperamentsbolzens anfreunden kann sich der Ford Kuga. Ihm steht sein hohes Gewicht im Weg. Dementsprechend trägt er mit deutlichem Abstand die rote Laterne in puncto Beschleunigung. Aus dem Stand auf 100 km/h benötigt der Ford immerhin 11,2 Sekunden und damit über zwei Sekunden mehr als der Toyota. Dazu passt, dass der 140-PS-Diesel den größten Durst im Feld hat. Durchschnittlich 6,9 Liter benötigt das Triebwerk, um die 1753-Kilo-Fuhre 100 Kilometer weit vorwärts zu bewegen. Dafür gehört die Schaltung des Kuga neben der des Mazda zur besten im Feld. Angemessen kurze und exakte Wege zeichnen sie aus.

Keine wirklichen Schwächen leistet sich ferner die Antriebseinheit, die den Skoda Yeti wie auch den VW Tiguan antreibt. In beiden Fällen ermöglicht der Vierzylinder eine zügige Beschleunigung und ein ordentliches Durchzugsvermögen. Hier wie da werden die sechs Vorwärtsgänge über ein sauber schaltbares Getriebe sortiert. Weitgehend gleichauf liegen die beiden auch beim Durschnittsverbrauch – mit einem marginalen Vorteil von 0,2 Litern für den Wolfsburger, was vermutlich auf das Konto der Start-Stopp-Automatik geht, mit der unser Testwagen ausgerüstet ist. Der Tscheche hat diese Technik zwar nicht an Bord, wiegt aber effektiv über 100 Kilo weniger als der VW.

Motor und getriebeMax. PunkteVW Tiguan 2.0 TDI 4MOTION BMTSkoda Yeti 2.0 TDI 4x4Ford Kuga 2.0 TDCi 4x4Mazda CX-5 2.2 Skyactiv-D AWDToyota RAV4 2.2 D-4D
Beschleunigung1509810189103104
Elastizität1006870726774
Höchstgeschwindigkeit1504646445146
Getriebeabstufung1008282838381
Kraftentfaltung503434353636
Laufkultur1006866687069
Verbrauch325264260251266258
Reichweite252118171918
Kapitelbewertung1000681677659695686
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

VW Tiguan 2.0 TDI 4MOTION BMT

PS/KW 140/103

0-100 km/h in 10.00s

Allradantrieb, permanent, 6 Gang manuell

Spitze 190 km/h

Preis 32.070,00 €

Skoda Yeti 2.0 TDI 4x4

PS/KW 140/103

0-100 km/h in 9.60s

Allradantrieb, permanent, 6 Gang manuell

Spitze 190 km/h

Preis 28.510,00 €

Ford Kuga 2.0 TDCi 4x4

PS/KW 140/103

0-100 km/h in 11.20s

Allradantrieb, permanent, 6 Gang manuell

Spitze 188 km/h

Preis 29.450,00 €

Mazda CX-5 2.2 Skyactiv-D AWD

PS/KW 150/110

0-100 km/h in 9.30s

Allradantrieb, permanent, 6 Gang manuell

Spitze 197 km/h

Preis 30.390,00 €

Toyota RAV4 2.2 D-4D

PS/KW 150/110

0-100 km/h in 9.10s

Allradantrieb, permanent, 6 Gang manuell

Spitze 190 km/h

Preis 31.850,00 €